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Mazda Cosmo

Spacig, selten, revolutionär: Wankel aus Japan

Mazda Cosmo Foto: Mazda 20 Bilder

Der Name ist Programm: Das 1967 vorgestellte Sportcoupé von Mazda wirkt, als könne man direkt in die Umlaufbahn starten und zu anderen Planeten düsen. Unter der hübschen Haut verbirgt sich revolutionäre Technik: Der erste Serienwagen mit Zweischeiben-Wankelmotor.

07.08.2009 Powered by

Sein voller Name lautet Mazda 110 S Cosmo Sport und er ist seltener als ein Mercedes 300 SL oder Ferrari Daytona. Das liegt zum einen an den geringen Stückzahlen, denn gerade mal 1.176 Exemplare wurden zwischen 1968 und 1972 gebaut. Vor allem aber daran, dass dieser hübsche Sportwagen nur auf seinem Heimatmarkt Japan angeboten wurde.

Hübscher Flitzer: Aluhaut, 950 Kilogramm und bis zu 128 PS stark

Doch die Faszination des Cosmo wirkt weltweit. Der filigrane Aufbau erinnert an die Fulvia von Lancia, die Karosserielinien mit ausgeprägten seitlichen Sicken und das Heck mit den charakteristischen Heckleuchten erinnern an einen frühen Ford Thunderbird. Die Karosserie des Cosmo-Sport besteht zu großen Teilen aus Aluminium.
 
Optisch scheint er von einem anderen Stern zu kommen und technisch ist er ein absoluter Leckerbissen für an Technik interessierte Autofans. Denn - er ist der erste Serienwagen, der von einem Zweischeiben-Kreiskolbenmotor angetrieben wird. Schon 1963 stellten die Japaner auf der Tokio Motor Show den fahrbaren Prototyp vor. Von Mazda wurde der Motor L10A getauft. Korrekterweise muss man erwähnen, dass NSU mit dem Wankel Spider schon mehrere Fahrzeuge gefertigt hatte, doch nach dieser Kleinstserie, doch der Ro 80 , der sie Verwendung des Wankelmotors in der Großserie voranbringen sollte, kam nach einem Wettlauf um die Zeit wenige Monate nach dem Mazda mit der internen Bezeichnung L402A einige Wochen später als der Mazda 110 S Cosmo Sport auf den Markt. Mazda gehörte zu den ersten Lizenznehmern der neuen Technologie von Felix Wankel und hatte nun die Nase vorn.
 
110 PS sorgten bei einem Fahrzeuggewicht von 950 Kilogramm für flottes Fortkommen - damit gehörte man in den 1960er-Jahren zu den Schnellsten. Die Fahrzeuge der ersten Serie sind die rarsten - nur 343 Stück wurden gebaut. In der zweiten Serie kam mit dem L10B ein auf 128 PS erstarkter Motor zum Einsatz.
 
Im Herbst 1972 war Schluss mit Cosmo. Erst spätere Wankel-Mazda der RX-Serien wurden zu Massenprodukten. Bis heute hält der japanische Hersteller an der von Felix Wankel entwickelten Technik fest.

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