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Mazda MX5 Open Race 2010

Ohne eine Schramme auf Platz elf im Ziel

Mazda MX5 Open Race 2010 Rennen Foto: Jürgen Mainx 17 Bilder

Gemeinsam mit auto motor und sport-Redakteur Jochen Übler nahmen zwei Leser am Mazda MX5 Open Race auf dem Adria Raceway in Italien teil. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Platz elf und einMazda MX5 ganz ohne Kampfspuren.

12.02.2010

Renntag. Es wird ernst. Der Start zum Mazda MX-5 Open Race 2010 steht kurz bevor.
Im auto motor und sport-Team herrscht eine Mischung aus Vorfreude und Anspannung - Rennfieber nennt sich das wohl. Ein letztes Fahrerbriefing, während das Wetter am Adria Raceway immer noch kein Einsehen mit den 146 Fahrern hat. Nach wie vor Regen, fünf Grad Celsius - nicht wirklich optimale Rahmenbedingungen für ein Rennen ohne Dach. Was die Stimmung im Team der Startnummer 23 aber kein bisschen trübt. Es prickelt verdächtig in den Händen, juckt penetrant im Fuß. Nur noch ein letzter Fahrzeugcheck beim morgendlichen Warm-Up. 30 Minuten, um neue Bremsbeläge sowie die neuen Reifen anzufahren. Dann soll es endlich losgehen.

Startplatz sieben beim Mazda MX5 Open Race 2010

Um 12:40 Uhr schaltet die Boxenampel auf Grün. Die Startaufstellung formiert sich. Nummer 23 lauert in Reihe vier. Bis sich um 13.00 Uhr das bunt gemischte Feld in Bewegung setzt. Aus Sicherheitsgründen zunächst mit vier Einführungsrunden hinter dem Safety Car. Dann schreien 28 wütende Vierzylinder heiser zur Attacke. Wie an einer Perlenkette aufgezogen, stürzt sich die Mazda-Armada in die erste Kurve, eingehüllt in eine dichte Regengischt. Auf glitschigem Geläuf ist der erste fahrende Unionjack in Kurve drei ad acta gelegt. Von hinten drängelt Schweden. Norwegen wird im Rückspiegel langsam kleiner. Portugal wehrt sich hartnäckig Außenspiegel an Außenspiegel gegen die ersten Überholattacken, hinterlässt leichte Gummispuren auf der schwarz, rot, goldenen Fahrertür.

Und trotz der widrigen Bedingungen und dem lodernden Nationalstolz zeigt das gesamte Feld einen einigermaßen gepflegten Umgang miteinander. Die Schweiz strandet im Kiesbett. Das deutsche Schwesterauto kämpft mit latentem Übersteuern. Resultat eines unsanft endenden Ausrutschers beim morgendlichen Warm-Up.

Fahrerwechsel und Nachtanken sind Teil des Mazda MX5 Open Race 2010
 
Nummer 23 turnt weiterhin wacker auf Rang sieben von insgesamt 28. Bis die Boxentafel zum ersten Pflichtstopp bittet. Tanken, Fahrerwechsel, und wieder hinein in die Schlacht. Gewinner Michael Knobel macht sich ans Werk. Routiniert, sicher, fehlerlos. Der gebürtige Bremer spult seinen Stint mit bayerischer Bierruhe ab, als wäre die ihm gestellte Aufgabe sein täglich Brot. Keine Kapriolen, keine unüberlegten Aktionen, mit der Präzision eines schweizer Uhrwerks dreht Nummer 23 eine schnelle Runde nach der anderen. Bis bei immer besser werden Bedingungen England 2 ins Visier kommt, ein harter und fairer Kampf entfacht. "Ich habe mich andauernd mit den Briten gekappelt. Mal war er vorne, dann konnte ich ihn wieder ausbremsen. Das war sensationell," protokolliert Michael Knobel, als er sich wieder aus dem Rennsitz schält. "Echt klasse, das macht so eine Laune. Eine Sekunde hätte ich wohl noch gefunden, aber so war ich auf der sicheren Seite. Die zwei Wochen Herzklopfen im Vorfeld waren es absolut wert", strahlt Knobel.
 
Dann gibt Rainer Kühlwein dem Mazda die Sporen. Er tastet sich ebenso routiniert ans Limit heran wie sein Mitstreiter kurz zuvor. Geht abgebrüht wilden Zweikämpfen aus dem Weg, findet nach zwei, drei Umläufen seinen optimalen Rhythmus. Nummer 23 mit der auto motor und sport-Abordnung an Bord ist nach dem rund vierminütigen Pflichtstopp wieder auf dem Vormarsch. Abgeklärt, ohne ein Risiko einzugehen, bläst Rainer Kühlwein zur Jagd auf die europäische Konkurrenz. Am Ende des dritten Stints läuft Team Germany 1 auf Platz fünf liegend in die Tankzone ein. Erleichtert, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, mit sich, dem Team und dem Renn-MX-5 im Reinen wirft Rainer Kühlwein einen Blick auf den Zeitenmonitor und eine Feststellung in die Runde: "Keine so leichte Aufgabe, bei diesen Bedingungen die optimale Linie zu finden. Aber ich bin mit mir zufrieden. Wenn ihr es auch seit, dann bin ich glücklich." Sind wir! Eine Teamleistung par excellence. Mit auto motor und sport-Lesern kann man arbeiten - auch auf der Rennstrecke.

Bestes deutsches Team beim Mazda MX5 Open Race
 
Jedoch bleibt eine Stunde vor Rennende nur noch warten. Auf die Leistungen der letzten beiden im Bunde: Bernhard Santer und Schlussfahrer Ralf Bauer. Während die teilweise mit Profis bestückte Konkurrenz noch mal zur Schlussattacke bläst, verteidigt Santer bei seinem ersten Rennen wacker Rang acht. Als das Flutlicht den Adria Raceway in eine gespenstische Stimmung taucht, überquert Team Germany 1 die Ziellinie auf Position elf. Ohne Schäden, ohne Ausritte, mit einer abgeklärten Teamleistung und der besten Platzierung der drei aus Deutschland angetretenen Mannschaften. Mit zwei strahlenden Gewinnern, bei denen das perfekt absolvierte Mazda MX-5 Open Race allerdings auch Lust auf mehr entfacht beziehungsweise sogar das eigene Gefühlsleben etwas aus den Fugen hebelt. Rainer Kühlwein treibt um "Wann fahren wir wieder?" Und Michael Knobel gibt unumwunden zu: "Ich glaube, ich habe mich in den Renn-MX-5 etwas verliebt."
 
Mit Recht. Denn unser Mazda MX-5 war der einzige, der ohne eine einzige Schramme ins Parc Fermé einlief. Das einzige, was von dem harten 4-Stunden-Fight zeugte, waren zarte Gummispuren von Portugal. Einmal Waschen und Föhnen lautete die Parole nach einem 4-Stunden-Kampf, der perfekt organisiert eine Siegerehrung auf den Plan rief, die einen krönenden Abschluss einer Veranstaltung bildete, bei dem der Team Germany 1 ein Renngerät ablieferte, das nach 120 Runden exakt so abgegeben wurde, wie es zum ersten Freien Training auch übernommen wurde.

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