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Mazda setzt auf Design

Foto: Mazda 14 Bilder

Mehr als 300 Designer im Mazda-Hauptquartier in Hiroshima arbeiten daran, den Vorsprung in puncto eigenständiger Formgebung zu wahren. Denn Mazda ist der einzige asiatische Hersteller - abgesehen vielleicht von Lexus - der einen eigenständigen Auftritt kreiert hat. Wie es weitergehen soll, das zeigten Chefdesigner Laurens van den Acker und seine Kollegen im Rahmen eines Designworkshops in Amsterdam.

19.05.2008 Eberhard Kittler

"Das Problem ist", so Acker, "dass wir immer mehr kopiert werden." Darum müssen neue, frische Ideen her - immer inspiriert vom Natur-Design, das Mazda unter dem schönen Begriff "Nagare" laufen lässt. Gemeint sind fließende, mehrfarbig leuchtende Linien, wie man sie auf Sanddünen, in bewegtem Wasser oder in Felsformationen findet. Dazu kommen der typische fünfeckige Grill, die gepfeilte Motorhaube, die straffen Seitenlinien, die ausgeformten Stoßfänger und die breite hintere Schulter. "Man muss jeden Mazda auch ohne Logo als Mazda erkennen", beschwört Acker die Workshop-Teilnehmer.

"Ein bisschen Verrücktheit kann nicht schaden"

Denn die dürfen ein Stückweit Hand anlegen am Entwurf des Mazda 1 - eines kleinen Concept-Cars, das auf dem Pariser Autosalon im Oktober stehen wird und später in Form eines kleinen Stadtautos in Serie gehen soll. Das Exterieur muss kompakt und dennoch flott wirken, während der Innenraum vor Variabilität nur so strotzt. Dies gilt auch für die zahlreichen elektronischen Gags, die vielleicht irgendwann den Eingang in die Serie finden werden. "Ein bisschen Verrücktheit kann nicht schaden", flüstert uns ein Mazda-Jungdesigner zu, "Showcars müssen vor allem auffallen!"

Das Unternehmen, das einst als Toyo Cork Kogyo Korkprodukte herstellte und erst seit 1960 Autos baut, zählt zu den kleinen, aber feinen Herstellern aus Japan. Europa ist ein genau so wichtiger Markt wie die USA, darum gibt es in beiden Erdteilen eigenständige Design-Abteilungen, die sich in einem regen, aber kollegialen Wettbewerb befinden. Die Grundprinzipien sind indes im Interesse eines einheitlichen Auftritts immer die selben: Das Nagare-Prinzip wird sich - so ungewöhnlich es auch scheinen mag - in allen künftigen Autos wiederfinden.

Der Rennwagen wird ein Traum bleiben

Neben dem Typ 2 und dem im Herbst zur Ablösung anstehenden Typ 3 werden der Van-artige Typ 5, die Sportlimousine/Sportkombi Typ 6 sowie die Sportwagen Mazda MX-5 und RX-8 (mit Kreiskolbenmotor) angeboten. Dazu gesellt hat sich der CX-7, ein Crossover, der ursprünglich für den US-Markt bestimmt war. Vermutlich kommt bald ein kleinerer Crossover, der CX-5, dazu. Der Furai, ein atemberaubender und wahnsinnig lauter Rennwagen, ist dagegen nur ein Unikat: Er lässt sich richtig schnell über die Piste jagen, wird aber ein Traum bleiben, der für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Detaillösungen, und das ist wiederum das Gute an einer praxisnahen Formgebung, sollen aber in anderen, zivilen Fahrzeugen auftauchen "und dort immer wieder für Überraschungen sorgen" (L.v.d. Acker).

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