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Mazda Skyactiv-X

Selbstzünder-Benziner kommt 2019

Mazda, Motor Foto: Mazda

Mazda entwickelt einen Benzinmotor, der in Teilbereichen wie ein Diesel arbeitet und ähnlich sparsam sein soll. 2019 kommt der Skyactiv-X im neuen Mazda 3.

10.08.2017 Andreas Of 5 Kommentare

Mercedes und VW haben daran gearbeitet und das Konzept verworfen, Mazda kündigt jetzt den Serieneinsatz an: Ein Benzinmotor, der in bestimmten Bereichen den Kraftstoff selbst entzündet wie ein Diesel und ähnlich sparsam sein soll wie dieser. Wofür der Aufwand? Die Verbrennung eines extrem mageren Kraftstoff-Luft-Gemisch senkt den Verbrauch und die Stickoxid-Emissionen.

Spontan wie ein Benziner, sparsam wie ein Diesel

Gleichzeitig sollen Ansprechverhalten und Leistung einem Benzinmotor entsprechen. Mazda peilt laut eigenen Unterlagen ein ähnliches Ansprechverhalten an, wie es der Zweiliter-Sauger im MX-5 bietet, während der Verbrauch unterhalb des aktuellen Skyactiv-Diesels liegen soll.

So funktioniert der Selbstzünder-Benziner

Selbst entzündetes Gemisch ist beim Benzinmotor normalerweise unkontrolliert. Die Herausforderung ist, die Selbstentzündung zu kontrollieren. Mazda erzeugt dafür per Zündkerze eine Druckwelle, die das Gemisch aus Benzin und Luft, das der Kolben nach oben drückt, zusätzlich unter Druck setzt. Das Gemisch ist extrem mager, der Luftanteil überwiegt deutlich. Wegen des erhöhten Drucks kommt es nun zu zahlreichen, kleinen Explosionen, die den Kolben wieder nach unten schnellen lassen. Das soll so kräftig passieren, dass die Leistungsausbeute um etwa 20 Prozent über dem bisherigen, ausschließlich fremd gezündeten Skyactiv-Benziner liegt. Die im Kraftstoff enthaltene Energie soll der neue Motor um ein Drittel effizienter ausnutzen.

Skyactiv-X kommt 2019

Der Motor mit dem Namen Skyactiv-X kommt 2019 auf den Markt. Im selben Jahr debütiert eine neue Chassis-Generation, auch das Kodo-Design tritt dann in die nächste Phase. Auch Hybrid- und Elektroantriebsvarianten wird Mazda 2019 auf den Markt bringen.

Neuester Kommentar

@ Wissmanni :
grober denkfehler, für die europäische industrie rentiert es sich einfach nicht, das heisst aber noch lange nicht dass es nicht funktioniert.
anstatt der serienferne F1 als vergleich zu nehmen, so ein PR gag wie der Prius hätte sich kein europäischer hersteller leisten können, die hybridtechnik "funktioniert" aber doch.
die japanische wirtschaft funktioniert einfach anders als z.b. die deutsche, nicht "schlechter", wäre es nicht so, gäbe es z.b. auch kein MX-5, oder kein Z4 nachfolger.

@ liz602 :
ist es nicht -peeeps-egal wo eine idee herkommt, oder wer sie weiterentwickelt?
fährt jemand hier auf viereckige räder, um die runden ja nicht zu kopieren?
wie ich schon @ Wissmanni schrieb, es gibt keinen "besseren", sondern verschiedene länder, verschiedene lebens- und markenphilosophien, also auch verschiedene momente und gründe für verschiedene entscheidungen.
einen Prius hätte sich damals für kein deutscher hersteller gelohnt, i8 oder 918 (oder deren ingenieure) sind aber nicht deswegen "schlechter", weil sie erst jahre später erschienen sind.
es ist eher das marketing, dass in der westliche welt viel mächtiger, aggressiver und hinterhältiger ist, also, das vermarkten von warmwasser als revolution ist ja typisch westlich, die tatsächliche revolutionen müssen sich erst rechnen, aber trotz allem ist die (deutsche, oder europäische) ingenieurkunst nicht umsonst weltberühmt.

@ Kurt Küttel :
ich wüsste nicht von ein genereller mangel an qualität bei japanische zulieferer, Takata (wenn sie darauf anspielen) war doch ziemlich ein einzelfall, mMn sogar durch eine eher westliche ausrichtung der produktion, oder halt kundschaft, verursacht.
Toyota versuchte vor jahren auch etwas "europäischer" zu produzieren, da die qualität aber enorm darunter litt ruderte man schnell zurück.

ja, mit der vorreiterrolle ist es so eine sache, oft ist die technik noch unausgereift, auch wenn die idee die richtige ist.
oder das marketing nicht gegen der bald darauf kommende, europäische konkurrenz gewappnet (ein jahr nach dem Carisma GDI kam der Laguna, ein jahr später der Golf).
die aktuelle verbreitung der direkteinspritzung zeigt doch dass der schuss sass, man hat dies bei Mitsubishi "nur" nicht zu nutzen gewusst.
die Skyactive geschichte scheint etwas anders zu verlaufen, es ist keine technik die die konkurrenz so "einfach" übernehmen kann, zumindest nicht rentabel.
es ist jetzt auch nicht so dass die jetzigen Skyactive G und D wundermotoren wären, besonders der G ist doch nicht ganz auf der höhe der modernen turbos, aber es ist sehr lobenswert dass weiter daran gearbeitet wird (in Japan, für europäische marken würde es sich nicht rentieren), vielleicht hat Mazda dann tatsächlich einen vorsprung, wenn es mal richtig funktioniert.
mal sehen was der X erreichen wird, der hat ja auch z.b. einen integrierten kompressor, oder so was ähnliches (schade dass nicht mehr darüber bekannt ist), das dürfte den beim G schwache drehmomentverlauf (einer der grössere kritikpunkte, in turbo-bums-zeiten) entgegenwirken, wenn die emissionen noch weiter gesenkt werden, dann dürfte es ein erfolg werden.
...mit potential (wenn es gut funktioniert), eine revolution auch im westen auszulösen, mal sehen ob Mazdas marketing für den fall wacher als der Mitsubishis ist...
aber schon vom design und image her ist Mazda weit voraus, und vor allem weit westlicher aufgestellt als Mitsubishi, das könnte viel eher gelingen.

naja... 14. August 2017, 13:43 Uhr
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