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Mazda RX-Vision Concept

RX-9 mit 400 PS und Turbo-Wankel

10/2015 Mazda RX-VISION Concept Foto: Mazda 17 Bilder

Mazda hatte auf der Tokyo Motor Show eine Sportwagenstudie enthüllt. Der RX-Vision Concept setzt auf klassische Linien und einen Wankelmotor. Dieser soll das Herzstück des erst 2020 kommenden Mazda RX-9 sein.

24.08.2016 Uli Baumann, Holger Wittich 3 Kommentare Powered by

Das Conceptcar soll die Sportwagenhistorie der Japaner in einem Modell verdichten. Jetzt soll Mazda grünes Licht für den Mazda RX-9 gegeben haben, der in einer Linie mit den Wankelsportler Cosmo, RX-7 und RX-8 steht. Defr aktuelle Plan: Eine Studie wird im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Wankelmotors auf der Tokio Motor Show 2017 gezeigt, das Serienmodell zwei Jahre später ebenfalls auf dieser Messe. Die Markteinführung erfolgt im Januar 2020.

Mazda Wankelmotor PatentamtsbilderFoto: Mazda
Der Turbolader wird oben auf den Wankelmotor gepackt.

Leistet der Mazda RX-9 mehr als 400 PS?

Die gezeigte Silhouette folgt deren Linienführung, ist aber mit reichlich Kodo nachgewürzt. Die Studie misst in der Länge 4,389 Meter, ist 1,925 Meter breit und lediglich 1,16 Meter hoch. Aufgrund der kompakten Bauweise des neuen Wankelmotors fällt die Linienführung besonders an der Front besonders flach aus. Der Radstand beträgt 2,7 Meter – und bis auf die Angaben zu den Rädern und Reifen – 245/40 R20 vorne und 285/35 R20 an der Hinterachse, gibt es keinerlei Angaben zu Leistung oder Verbrauch. Fest steht: Der Studie soll mittelfristig ein Serienmodell folgen – zweitürig und mit lediglich zwei Sitzplätzen.

Wankelmotor setzt auf Turboaufladung

Bestätigt ist das Comeback des Wankelmotors, der bei Mazda dann Skyactive-R heißen wird. Um dem Skyactive-Anspruch gerecht zu werden, muss auch der neue 1,6-Liter-Wankel sparsamer werden und modernste Emissionswerte erreichen. Jetzt veröffentlichte Patentanmeldungen zum Wankelmotor enthüllen erste Details der Kreiskolbenmaschine. Auch wenn es eigentlich der Skyactive-Philosophie entgegensteht, setzt Mazda beim Wankelmotor auf Turboaufladung, um im unteren Drehzahlbereich mehr Drehmoment zu realisieren. Um den Lader im Motorraum unterzubringen, wird der Wankelmotor um 180 Grad um die Längsachse gedreht. Damit wandert der Auslassbereich nach oben und schafft so bessere Package-Bedingungen für die Aufladung. Möglich ist auch eine Erhöhung des Kammervolumens. Analog wandert die Einlassseite nach unten, die Ansaugwege werden länger, was ebenfalls dem Drehmoment förderlich ist. Zudem will Mazda sich den Staudruck im Ansaugbereich im Stil eines Ram-Air-Systems zu Nutze machen und so die Power unterhalb des Ladebereichs anheben. Wie die Japaner die thermische Effizienz des Wankels verbessern wollen, geht aus den Patentzeichnungen leider nicht hervor. Dennoch soll das neue Paket für eine Leistung von über 400 PS gut sein. Den Kraftschluss soll ein Doppelkupplungsgetriebe herstellen. In Sachen Bremsen wollen die Japaner auf den italienischen Spezialisten Brembo zurückgreifen.

Zu einem möglichen Namen des Sportwagens mit Frontmotor und Heckantrieb gibt es ebenfalls bislang nur Spekulationen. Mazda RX-9 wäre logisch und wurde auch als Warenzeichen eingetragen, Cosmo mit einem Zusatz möglich – auch hier würde die Sportwagen-Vergangenheit dann wieder aufscheinen.

Neuester Kommentar

Hab mich mal durch Wiki eingelesen in Wankelmotoren. Die haben in der Tat Vorteile. Bessere Drehmomentkurve, braucht weniger Hubraum, sind kleiner.. Lediglich Faktoren wie höhere Emissionen und Verbrauch stehen dem eigentlich entgegen. Daher wundert mich nicht, dass Mazda hier auf den Waklemotor setzt. Hubraum und Leistung kann man hier nicht so negativ in die Betrachtung einbeziehen wie bei einem normalen Hubkolbenmotor.

Vulcan 18. Oktober 2016, 16:28 Uhr
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