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Mazda verkauft in Russland mehr Autos als in Deutschland

Ein starke Plus verzeichnet der japanische Autohersteller Mazda in dem Land, in dem Lada nach wie vor Marktführer ist und zuletzt auch die chinesischen Hersteller immer mehr versuchen, an Bedeutung zu gewinnen.

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Der russische Markt erweist sich für die Autoindustrie immer mehr als wichtiger Wachstumsmotor. So wird die aufstrebende Wirtschaftsregion in diesem Jahr erstmals mehr Neuwagenverkäufe verzeichnen als Deutschland. Insgesamt 37 Mazda-Händler werden hier mit über 80.000 Einheiten deutlich mehr verkaufen als die 730 Stützpunkte in Deutschland. Die werden 2008 voraussichtlich nur gut 70.000 Autos umsetzen.

50 Prozent des Verkaufs fällt in Russland dabei auf den Mazda 3, weitere Volumenmodelle sind der Mazda 6 und das Crossovermodell CX-7, von dem 2008 bereits mehr als 7.900 Modelle verkauft werden konnten. Dabei soll die Zahl der Händler "systematisch weiter ausgebaut werden", so Sales-Direktor Marina Belinskaya am Rande der Moskau Motor Show.

Kunden sind deutlich jünger

Dabei ist der russische Kunde auch deutlich jünger: "Im Schnitt sind es im Vergleich zu Deutschland 15 Jahre Altersunterschied", so die Russin. 50 Prozent der Autos werden in Moskau verkauft, 13 Prozent in St. Petersburg, der Rest entfällt auf die übrigen russischen Regionen. "Und da erhoffen wir uns in den nächsten Jahren das deutlichste Wachstum."

Bis auf den Mazda 2 werden in Russland alle Mazda-Modelle mittlerweile serienmäßig mit ABS und Frontairbags angeboten, obwohl es dafür noch keine gesetzliche Vorschrift gibt. Seit Januar gilt auch erst die Euro 3-Regelung als verbindlich, wobei der Diesel hier kaum eine Rolle spielt. Der Selbstzünder hat nur einen Marktanteil von fünf Prozent.

Russische Kunden zahlen bar

Gut für die Kasse des Unternehmens: 80 Prozent der Kunden zahlen ihre Autos bar. Dafür legen sie bei Mazda im Schnitt mehr als 20.000 US-Dollar auf den Tisch - und das bei einem durchschnittlichen Einkommen, das in Moskau bei 2.000 US-Dollar pro Monat liegt, in den einzelnen Regionen sogar nur bei 300 Dollar.

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Autor: Birgit Priemer
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