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Mazda-Zukunft bis 2015

Modellpalette wird beinahe runderneuert

Mazda CX-3 Foto: Christian Schulte 11 Bilder

Bis 2015 erneuert Mazda fast das komplette Modellprogramm und erweitert sein Angebot um einen SUV unterhalb des CX-5. Bereits im Oktober startet die neue Mazda 3-Generation.

27.04.2013 Peter Wolkenstein

Ob beim Wankelmotor oder mit dem Roadster MX-5 – Mazda bewies schon öfter Mut zum Risiko. Aktuell gehen die Japaner mit ihren neu entwickelten Motoren einen eigenen Weg. Sie sind Teil des innovativen Technologie-Baukastens Skyactiv, der zusammen mit der neuen Designsprache (intern Kodo genannt) 2012 im CX-5 Premiere feierte. Besonders stolz sind die Entwickler auf den ungewöhnlich niedrig verdichteten 2,2-Liter-Turbodiesel, der die ab 2014 geltenden Euro 6-Abgasgrenzwerte ohne zusätzliche Stickoxid-Nachbehandlung erfüllt.

Dank den geringen Emissionen erhält der Mazda CX-5 2.2 D im heimischen Japan ähnlich wie Hybridautos eine staatliche Förderung. 2012 wurden dort 80 Prozent aller Mazda CX-5 mit Selbstzünder verkauft, obwohl deren Anteil in Japan bei Pkw unter einem Prozent liegt. Zudem wagt sich Mazda im Laufe dieses Jahres als erster japanischer Hersteller mit einem Diesel-Pkw (6 Limousine) auf den US-Markt.

Mazda 3 bleibt agiler Kompakter

In Europa soll ab Oktober die nächste Generation des Mazda 3 den Aufschwung verstärken. Obwohl nach dem Ausstieg von Ford 2008 keine technische Verwandtschaft mehr mit dem Focus besteht, bleibt der agile Charakter dank der modular aufgebauten, in Länge, Breite und Radstand variablen Skyactiv-Architektur erhalten. An der Hinterachse kommt eine Mehrlenker-Konstruktion zum Einsatz, die Bandbreite an Assistenzsystemen reicht von der City-Notbremse bis zum adaptiven Tempomat. Zum Marktstart stehen drei moderne Motoren zur Wahl, darunter der 150 PS starke 2,2-Liter-Diesel sowie der Zweiliter-Benziner mit 165 und künftig auch rund 120 PS – bei ähnlichem Drehmoment. Darunter rangiert ein neuer, kleinerer Vierzylinder, der das bisherige 1,6-Liter-Triebwerk mit 105 PS als Einstiegsmotor ersetzt.

Auf der Tokio Motor Show im November feiert die Hybridversion Premiere – der erste Mazda mit der von Toyota zugekauften Prius-Technik. Mazda setzt aber eigene Benziner ein und legt beim Zusammenspiel mehr Wert auf Fahrspaß. Ob der Hybrid nach Europa kommt, ist noch offen.

Bei den konventionellen Motorvarianten verfolgt Mazda ebenfalls ehrgeizige Verbrauchsziele, die beim Selbstzünder im Normzyklus deutlich unter vier Liter pro 100 km liegen. Dabei hilft etwa das mit dem Mazda 6 eingeführte, kondensatorbasierte Energiespeichersystem i-Eloop. Zudem speckt der Mazda 3 spürbar ab und bietet dem Wind weniger Widerstand. Die Außenabmessungen ändern sich kaum, doch dank verlängertem Radstand wachsen Gepäck- und Beinraum im Fond – beides keine Stärken des aktuellen Modells.

Mazda-Neuheiten: CX-3 als kleiner SUV unter CX-5

Wie im Mazda 6 steigt im Interieur die Materialqualität, wobei der 3 ein eigenständiges Cockpit mit weniger Knöpfen bekommt. Die Infotainment-Bedienung per Dreh-Drück-Knopf wird übernommen, aber der Touchscreen fällt größer aus. Einen weiteren Schritt nach vorne macht der Neue bei der Einbindung von Apps und Smartphones. Neben dem Steilheck-Viertürer steht wieder eine coupéartige Stufenheck-Limousine zur Wahl. Einen Kombi aber wird es auch künftig nicht geben, obwohl immer mehr Konkurrenten in diesem Segment – siehe Toyota und Honda – diese Lücke schließen.

Dafür engagiert sich Mazda künftig in einem anderen Segment mit starken Wachstumschancen. Unterhalb des CX-5 wird derzeit ein rund 30 Zentimeter kürzerer SUV entwickelt, der nach Mazda-Logik CX-3 heißen dürfte und spätestens 2015 in Serie geht. Das Package orientiert sich an Konkurrenten wie dem Opel Mokka: Platz für vier Personen und knapp 400 Liter Gepäck, modernes, bezahlbares Infotainment mit Smartphone-Anbindung, Allrad nur gegen Aufpreis, Motoren von rund 100 bis 150 PS. Im CX-3 wird deshalb ein neuer Diesel, der den bisherigen 1,6-Liter mit 115 PS ersetzt und vorher schon im Mazda 3 zum Einsatz kommt, eine wichtige Rolle spielen.

Und sonst? Am anderen Ende der SUV-Palette sind die Tage des Mazda CX-7 gezählt – der CX-5 rückt ihm zu dicht auf die Pelle. Nächstes Jahr steht die Ablösung des kleinen, 2007 eingeführten Mazda 2 an, der noch auf dem Ford Fiesta basiert. Den Nachfolger entwickelt und produziert Mazda ohne Partner – nicht einfach in diesem preissensiblen Segment. In Japan steckt bereits im aktuellen Modell ein kleiner 1,3-Liter-Skyactiv-Benziner.

Mazda MX-5 könnte bis 200 PS leisten

Spätestens zur Cabrio-Saison 2015 folgt die Neuauflage der Fahrspaß-Ikone Mazda MX-5, die sich stärker am bei den Fans hochgeschätzten Urmodell orientiert, aber auf dessen beliebte Klappscheinwerfer verzichtet. Nicht größer und stärker, sondern leichter und agiler lautet die Botschaft. Die Wahlmöglichkeit zwischen Textilverdeck und klappbarem Hardtop hat sich bewährt, Sicherheits-, Komfort- und Connectivity- Ausstattung werden an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Als Antrieb kommt der Zweiliter-Sauger aus dem Mazda 6 in Frage, der im MX-5 ein Spektrum von 120 bis 170 oder gar 200 PS abdeckt.

In einem Segment ohne echte Alternativen macht sich Mazda bei den bezahlbaren Roadstern künftig selbst Konkurrenz. Denn der nächste Alfa Spider basiert auf dem MX-5 und rollt mit diesem in Japan vom Band – aber mit eigenen Motoren und alfatypischem Design. Und was wird aus dem Wankelmotor? Als Range Extender im Elektroauto ist er für Mazda ebenso weiterhin ein Thema wie als Antrieb für einen künftigen RX-Sportwagen.

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