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McLaren

Dennis greift Ferrari an

Foto: dpa

McLaren hat am Mittwochabend (1.8.) mit einem offenen Brief auf das Berufungsverfahren und die Anschuldigen von Ferrari reagiert. Danach sollen Raikkönen und Massa in Australien mit illegalen Autos unterwegs gewesen sein.

02.08.2007 Powered by

Teamchef Ron Dennis beschreibt in dem Brief, der auf der Webseite des Rennstalls veröffentlicht ist, die komplette Chronologie der Ereignisse aus McLaren-Sicht. Schon am Dienstag (31.7.) hatte das Team in einer Pressemitteilung Ferrari eine "irreführende Pressekampagne" vorgeworfen. In dem neuen Schreiben bedauert Dennis, nicht an dem Briefwechsel zwischen FIA-Präsident Max Mosley und dem Präsidenten des italienischen Automobilverbands, Luigi Macaluso, beteiligt gewesen zu sein. Dieser hatte letztendlich zum Berufungsverfahren geführt.

In der fünfseitigen Mitteilung legte der McLaren-Chef nun genau dar, warum sich sein Team nicht schuldig gemacht habe und der Freispruch deshalb auch gerechtfertigt gewesen sei. "Seitdem die Sache ans Licht kam, waren wir gegenüber Ferrari und der FIA völlig offen und haben in den Untersuchungen voll kooperiert", so Dennis. Wie schon durch die Medien bekannt war, gab Dennis zu, dass Stepney McLaren vor dem Australien Grand Prix über möglicherweise illegale Teile am Ferrari informiert habe. Dabei handelte es sich um den Unterboden und den Heckflügelseparator.

Verpfeifen soll unterstützt werden

McLaren habe daraufhin die FIA um eine Untersuchung gebeten. Dabei sei festgestellt worden, dass der Unterboden tatsächlich nicht den Regeln entsprochen habe. Dennis schreibt weiter, dass McLaren trotz des Einsatzes des illegalen Teils beim Ferrari-Sieg in Australien auf einen Protest verzichtete. Ohne die Untersuchungen sei allerdings davon auszugehen, dass Ferrari noch immer damit fahren würde.

In dem Schreiben erklärt Dennis außerdem, warum McLaren den Namen des "Verräters" nicht sofort offenlegte: "Es ist im Interesse der Formel 1, dass solch ein Verpfeifen unterstützt und nicht abgeschreckt wird. Wenn Teammitglieder wissen, dass ihre Identität bekannt gemacht wird, würden sie nicht auspacken", so Dennis.

Stepney suchte Kontakt

Nach dem Australien Grand Prix habe McLaren Ingenieur Mike Coughlan seinen Vorgesetzten Jonathan Neale informiert, dass er weiterhin von Stepney kontaktiert werde. Neale bat Coughlan daraufhin, den Kontakt sofort abzubrechen. Um den Informationsaustausch zu behindern, habe McLaren sogar der Email-Verkehr per Firewall gestoppt. Bis zur Durchsuchung von Coughlans Haus Anfang Juli habe man nach Aussage von Ron Dennis nichts von weiteren Kontakten mitbekommen. Bei der Durchsuchung wurde dann das 780 Seiten starke Ferrari-Dossier gefunden.

Allerdings gab Dennis zu, dass Coughlan sowohl Ingenieur Graham Taylor als auch Jonathan Neale einige Seiten und Zeichnungen aus dem Dossier gezeigt habe. Den beiden Mitarbeitern sei jedoch nicht klar gewesen, dass es sich dabei um geheimes Ferrari-Material gehandelt habe. Dennis betonte wie schon zuvor noch einmal, dass die Dokumente niemals in der McLaren-Fabrik bei der Einwicklung des Autos zum Einsatz kamen. Dies habe man auch ausreichend vor dem FIA-Weltrat bewiesen.

Schaden für die Formel 1 und McLaren

Im letzten Teil des Berichts wiederholt Dennis noch einmal den Vorwurf einer irreführenden Pressekampagne: "Wir glauben, dass die Ferrari-Pressemitteilungen, die Zuspielungen zur italienischen Presse und die aktuellen Ereignisse sowohl der Formel 1 als auch McLaren geschadet haben". Trotzdem blieb Dennis optimistisch, dass die Sache ein gutes Ende nimmt: "Wir haben den festen Glauben daran, dass sich die Gerechtigkeit durchsetzen wird und dass McLaren nicht bestraft wird".

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