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McLaren

Erzwungener Frieden

Foto: dpa

McLaren-Mercedes hat im Streit seiner Formel-1-Piloten Lewis Hamilton und Fernando Alonso einen Frieden verordnet.

24.08.2007 Powered by

"Die Fahrer verstehen die Herangehensweise des Teams, sie nach unseren besten Kräften zu versorgen, gleichberechtigt und mit den selben Möglichkeiten zu gewinnen", hieß es am Freitagmorgen (24.8.) in einer Pressemitteilung. Die Fehde zwischen dem WM-Führenden Hamilton und Weltmeister Alonso dauert bereits seit Wochen und gipfelte in der Boxenstopp-Affäre in der Qualifikation zum Rennen in Budapest.

Kriegsbeil vorerst begraben

Am Donnerstag (24.8.) hatte es in einem Hotel in Istanbul eine Aussprache zwischen Teamchef Ron Dennis, McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh, Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug und den beiden Piloten gegeben. Die Verantwortlichen setzten sich zunächst getrennt mit Hamilton und Alonso zusammen. "Wir haben gestern die Ereignisse von Ungarn getrennt mit beiden Fahrern diskutiert", teilte McLaren-Mercedes mit. Anschließend sprachen die beiden Piloten noch einmal rund eine halbe Stunde miteinander. Es sei ein "konstruktiver Weg nach vorn" gefunden worden. Das Team wolle sich nun voll auf den Grand Prix in der Türkei und den Rest der Saison konzentrieren.

Die Piloten müssen nun beweisen, dass sie es mit den Friedensbekundungen dieses Mal ernst meinen. In dieser Saison gerieten die beiden Top-Fahrer schon mehrmals aneinander. In Monaco wurde Lewis Hamilton zu seinem Ärger von der Box angewiesen, Alonso in den letzten Runden nicht anzugreifen. In Indianapolis war wiederum Alonso sauer, als er sich vom Engländer unfair blockiert sah und schon während des Rennens wild gestikulierend in Richtung McLaren-Kommandostand schimpfte. Es ist kaum möglich, dass sich die beiden Piloten auf der Strecke aus dem Weg gehen können.

Rahmenbedingungen für Kundenteams

Neben der teaminternen Aussprache wurde bei McLaren Mercedes in Istanbul auch über die Rahmenbedingungen für den Einsatz eines Kundenteams in der nächsten Saison gesprochen. Der englische Rennstall ProDrive mit Teamboss David Richards gilt als wahrscheinlichster Kandidat, 2008 ein Auto mit McLaren Chassis und Mercedes-Motor an den Start zu bringen. Bei dem Mercedes-Meeting in Istanbul verständigte man sich nun darauf, dass ein Renneinsatz finanziell zu 100 Prozent abgesichert sein muss, bevor ein Kundenteam beliefert wird. Man sei nicht bereit draufzuzahlen, hieß es bei Mercedes.

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