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"Auto der Woche"

McLaren F1, flotter Dreier in Karbon

McLaren F1 Foto: McLaren 32 Bilder

Mit dem McLaren F1 revolutionierte ein englischer Formel 1-Rennstall Anfang der 90er Jahre den Sportwagenbau. Dank konsequentem Karbon-Leichtbau und BMW V12-Power wurde der Dreisitzer zur Legende.

02.04.2013 Tobias Grüner

Als sich einige McLaren-Ingenieure im März 1990 erste Gedanken über einen neuen Sportwagen machten, war nicht abzusehen, dass dabei eines der besten Autos aller Zeiten herauskommen würde. Nur wenige Modelle verdienen Begriffe wie Kultauto oder Legende so sehr wie der McLaren F1. Die Sportwagenikone war seiner Zeit einfach zu weit voraus.

Als der McLaren F1 1992 nach nur zwei Jahren Entwicklung erstmals in Monaco der Öffentlichkeit präsentiert wurde, zeigte sich die Fachwelt begeistert. Zum ersten Mal überhaupt wurde ein Karbon-Monocoque in einen Straßenwagen eingebaut. Das sündhaft teure Material, das den Boliden nicht nur leichter sondern auch sicherer machte, kannte man bis dato nur aus der Formel 1.

BMW V12 bringt den McLaren F1 auf 386 km/h

Die konsequente Diät bei allen Bauteilen führte zu einem geradezu aberwitzigen Leergewicht von nur 1.140 Kilogramm. Für den Großteil der Masse war der riesige Sechsliter V12 verantwortlich, der von BMW geliefert wurde. Dank seiner 627 PS und einem Top-Speed von 386 km/h gewann der McLaren F1 Anfang der 90er praktisch jeden Stich im Sportwagen-Quartett.

McLaren legte bei der Entwicklung großen Wert darauf, dass unter der Haube ein Saugmotor werkelt, dessen Antritt nicht durch ein Turboloch gebremst wird. Weniger als zwei Kilo musste jedes der bayerischen Pferdchen nach vorne katapultieren - dieses Leistungsgewicht ist bei Seriensportlern bis heute unerreicht.

Aber nicht nur die revolutionäre Karbon-Hülle und das Kraftwerk unter der Haube machten den McLaren F1 zu einer Sportwagenikone. Vor allem der Blick in den Innenraum sorgte bei der ersten Präsentation für hochgezogene Augenbrauen. Der Fahrer ist auf einem individuell angepassten Sitz zentral im Cockpit untergebracht. Links und recht können leicht nach hinten versetzt gleich zwei Beifahrer Platz nehmen - wenn die Körperabmessungen es zulassen.

McLaren-Designer Gordon Murray durfte sich bei seinem Meisterstück nach Herzenslust austoben. Geld spielte bei Entwicklung und Produktion keine Rolle. Das futuristische Design, der tiefe Schwerpunkt, modernste Fahrwerkstechnik und nicht zuletzt die hohe Qualität bei der Fertigung hievten den McLaren F1 für alle Zeiten in den Sportwagen-Olymp.

McLaren F1 als profitable Wertanlage

Die kompromisslose Technik hatte natürlich ihren Preis. 540.000 britische Pfund rief der Hersteller 1994 für die Basisversion auf. Im Nachhinein sollte sich diese Summe allerdings als Schnäppchen herausstellen. Bei einer Auktion im Jahr 2012 erziele ein McLaren F1 den sagenhaften Preis von 3,5 Millionen Pfund (ca. 4,3 Mio. Euro).

Verantwortlich für die exorbitante Wertsteigerung war vor allem seine Exklusivität. Bei Einstellung der Produktion 1998 hatte McLaren insgesamt 106 Exemplare an den Mann gebracht. Von der Standardversion baute man jedoch nur 64 Stück. 28 McLaren F1 wurden als GTR-Variante auf die Rennstrecke geschickt. 1995 gewann das Modell nicht nur die FIA GT 1 WM sondern auch das 24h-Rennen in Le Mans.

McLaren F1 (Basismodell)
Motor6,1 Liter V12 (BMW)
Leistung627 PS
Drehmoment651 Nm
Leergewicht1.138 kg
Getriebe6-Gang manuell
Top-Speed386 km/h
0-100 km/h3,2s
0-200 km/h9,4s
0-320 km/h28s
Preis (1993)1,5 Mio DM (ca. 766.000 Euro)
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