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McLaren F1 feiert 20. Geburtstag

Jubiläum für die Mutter aller Supersportler

McLaren F1 Foto: McLaren 32 Bilder

Mit dem McLaren F1 revolutionierte ein englischer Formel 1-Rennstall vor 20 Jahren den Sportwagenbau. Dank konsequentem Carbon-Einsatz und BMW V12-Power muss sich der legendäre Straßensportler auch vor der heutigen Generation nicht verstecken.

09.06.2010 Tobias Grüner Powered by

Als sich einige McLaren-Ingenieure im März 1990 erste Gedanken über einen neuen Sportwagen machten, war nicht abzusehen, dass dabei eines der besten Autos aller Zeiten herauskommen würde. Nur wenige Modelle verdienen Begriffe wie Kultauto oder Legende so sehr wie der McLaren F1. Die Sportwagenikone war seiner Zeit einfach zu weit voraus.

Als der McLaren F1 1992 nach nur zwei Jahren Entwicklung erstmals in Monaco der Öffentlichkeit präsentiert wurde, zeigte sich die Fachwelt begeistert. Zum ersten Mal überhaupt wurde ein Karbon-Monocoque in einen Straßenwagen eingebaut. Das sündhaft teure Material, das den Boliden nicht nur leichter sondern auch sicherer machte, kannte man bis dato nur aus der Formel 1.

BMW V12 bringt den McLaren F1 auf 386 km/h

Die konsequente Diät bei allen Bauteilen führte zu einem geradezu aberwitzigen Leergewicht von nur 1.140 Kilogramm. Für den Großteil der Masse war der riesige Sechsliter V12 verantwortlich, der von BMW geliefert wurde. Dank seiner 627 PS und einem Top-Speed von 386 km/h gewann der McLaren F1 Anfang der 90er praktisch jeden Stich im Sportwagen-Quartett. Selbst heute noch hält der britische Supersportler den Rekord für das schnellste Serienauto mit Saugmotor.

Aber nicht nur die revolutionäre Karbon-Hülle und das bayerische Kraftwerk unter der Haube machten den McLaren F1 zu einer Sportwagenikone. Das futuristische Design, der tiefe Schwerpunkt, die zentrale Sitzposition des Fahrers, modernste Fahrwerkstechnik und nicht zuletzt die hohe Qualität bei der Fertigung hievten den McLaren F1 für alle Zeiten in den Sportwagen-Olymp.

McLaren F1 als profitable Wertanlage

Die kompromisslose Technik hatte natürlich ihren Preis. 540.000 britische Pfund rief der Hersteller 1994 für die Basisversion auf. Im Nachhinein sollte sich diese Summe allerdings als Schnäppchen herausstellen. Bei einer Auktion im Jahr 2008 erziele ein McLaren F1 den sagenhaften Preis von 2,53 Millionen Pfund.

Verantwortlich für die exorbitante Wertsteigerung war vor allem seine Exklusivität. Bei Einstellung der Produktion 1998 hatte McLaren insgesamt 106 Exemplare an den Mann gebracht. Von der Standardvariante baute man jedoch nur 64 Stück. 28 McLaren F1 wurden als GTR-Variante auf die Rennstrecke geschickt. 1995 gewann das Modell nicht nur die FIA GT 1 WM sondern auch das 24h-Rennen in Le Mans.

MP4-12C soll McLaren F1-Erbe antreten

Nach der Trennung von Mercedes mit dem ungeliebten SLR soll der wahre Nachfolger des McLaren F1 jetzt endlich in den Startlöchern stehen. Mit dem MP4-12C will die Rennschmiede aus Woking erneut Geschichte schreiben. Die ersten Exemplare des neuen Karbon-Renners sollen im Frühjahr 2011 ausgeliefert werden. Nach den riesigen Erfolgen mit dem McLaren F1 sind die Erwartungen hoch.

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