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Medizinisch-Psychologische Untersuchung

Der Idiotentest wird 60

asv 2014, MPU, Führerschein, Beratung Foto: TÜV-Süd 2 Bilder

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) gibt es seit 60 Jahren. Doch was steckt hinter dieser Eignungsprüfung, wann ist man betroffen, was ist zu beachten, wie teuer ist sie?

08.11.2014 Henning Busse

Runde Geburtstage soll man feiern, doch ob einer das Jubiläum der sogenannten Medizinisch-Psychologischen Untersuchung – kurz MPU – feiert, ist die Frage. Bei den Autofahrern löst die MPU, auch verächtlich "Idiotentest" genannt, nunmehr seit 60 Jahren Angst und Schrecken aus. Denn es herrscht das Vorurteil, dass schon wegen kleiner Vergehen die Teilnahme droht und Betroffene den Prüfern bei der MPU schutzlos ausgeliefert seien.

MPU kostet bis zu 750 Euro

Doch so schlimm ist es nicht. Jährlich nehmen nur rund 100.000 Fahrer an einer MPU teil. Sie ist für jene gedacht, die mit über 1,6 Promille Alkohol im Blut angehalten werden, die beim Fahren unter Drogen stehen oder als unbelehrbare Punktesammler auffallen. Im Klartext: Es ist einiges für eine MPU nötig.

Die MPU soll feststellen, ob vom Autofahrer noch ein Risiko für die Verkehrssicherheit ausgeht. Dazu muss der Betroffene einiges auf sich nehmen. Zum einen kostet ihn die Begutachtung bis zu 750 Euro, zum anderen muss er Disziplin beweisen. Findet die MPU etwa wegen eines Alkohol- oder Drogendelikts statt, ist am Anfang medizinisch die Abstinenz nachzuweisen.

Vorbereitung ist wichtig

Ferner ist ein Leistungstest nötig, der das Reaktionsvermögen überprüft. Dann folgt der psychologische Teil, der nicht einfach ist. Alles in allem scheitern jedes Jahr unterm Strich mehr als 40 Prozent an der MPU.

Ohne gute Vorbereitung ist die MPU nur schwer zu bestehen. Experten raten daher zu Vorbereitungskursen. Am Markt gibt es ein großes Angebot – aber mit qualitativen Unterschieden. Damit man nicht den falschen Kurs besucht und Geld verschenkt (bis zu 600 Euro), ist guter Rat gefragt. Hier hilft die Bundesanstalt für Straßenwesen (bast.de/mpu) mit vielen Infos weiter. Betroffene erfahren einiges über die MPU: Was man machen muss, was zur Vorbereitung notwendig ist oder wie man die richtige Beratung findet. Kurzum: Hier werden alle Fragen beantwortet.

Diese Delikte sind Fälle für eine MPU

Wie die jährliche Auswertung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zeigt, mussten im letzten Jahr genau 94.819 Autofahrer an einer MPU teilnehmen. Mit insgesamt 50 Prozent (47.418 Fälle) spielen die Alkoholdelikte immer noch die Hauptrolle bei der Begutachtung. Die drogenbezogenen Untersuchungen bilden mit 22 Prozent (20.534 Fälle) die zweitgrößte Gruppe. Gegenüber 2012 ist an dieser Stelle eine Zunahme von sechs Prozent zu verzeichnen, was dazu führte, dass der zuletzt rückläufige Trend der Begutachtungszahlen gestoppt wurde. Die Gesamtzahl lag 2013 um 0,7 Prozent höher als 2012.

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