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Mega-Rückruf bei Chrysler/Jeep

600.000 Chrysler und Jeep müssen in die Werkstatt

Foto: Chrysler/Jeep 7 Bilder

Nach Toyota hat es nun auch den US-Autobauer Chrysler erwischt. Nicht nur klemmende Gaspedale, auch Bremsprobleme und Brandgefahr sorgen bei mehreren Modellreihen für einen großangelegten Rückruf. Rund 600.000 Autos sind betroffen.

08.06.2010 Powered by

Mega-Rückruf bei Chrysler und Jeep: Gleich mehrere Modellreihen sind von Sicherheitsproblemen betroffen, die eine Nachbesserung in der Werkstatt erforderlich machen. Bereits im Mai waren - analog zum Problem bei Toyota - Auffälligkeiten mit klemmenden Gaspedalen beim Dodge Caliber bekannt geworden. Jetzt startete ein offizieller Rückruf, von dem gleichzeitig auch der Jeep Compass betroffen ist - beide Modelle teilen sich die Bau-Plattform. Im auf einer US-Regierungsseite veröffentlichten Rückruf wird von rund 25.000 Modellen aus dem Baujahr 2007 gesprochen.

Brandgefahr beim Chrysler Voyager

Mehr als zehn Mal so viele Modelle, rund 285.000 Exemplare, sind beim Dodge Caravan betroffen, der in Deutschland als Chrysler Voyager verkauft wird. Fehlerhaft verlegte Kabel im Bereich der Schiebetür können bei Fahrzeugen aus den Baujahren 2008 und 2009 zu einem Brand führen. Ob hiervon auch nach Europa exportierte Modelle betroffen sind, ist noch nicht klar.

Rückruf wegen Brems-Ausfall beim Jeep Wrangler

Auch die Ikone der Marke, der Jeep Wrangler, ist in einen massenhaften Rückruf involviert. Rund 289.000 Jeep Wrangler der neuen Modellreihe JK haben ein Problem mit den Bremsen. Bei den Wrangler aus den Produktionsjahren 2006 bis 2010 kann es zu einem Totalausfall der Bremsanlage kommen. Grund dafür sind Verkleidungsteile, die an den Bremsleitungen scheuern. Dadurch kann es zu Lecks an den Leitungen und zum Verlust der Bremsflüssigkeit kommen. Auch hier ist noch unklar, ob nach Europa gelieferte Jeep Wrangler ebenfalls betroffen sind.

Aus Chrysler wird Lancia, aber Jeep bleibt Jeep


Die Rückruf-Welle kommt für Chrysler in einer großen Umbruch-Phase. Denn künftig werden Chrysler-Modelle in Europa (Ausnahme: Großbritannien) als Lancia vermarktet. Damit will Chrysler-Eigentümer Fiat aus zwei schwächelnden Marken eine überlebensfähige erschaffen. Ob das gelingt ist offen: Lancia verkaufte deutschlandweit in den ersten vier Monaten 2010 lediglich 523 Fahrzeuge, bei Chrysler waren die Zahlen mit 2.077 verkauften Modellen im selben Zeitraum nicht viel ermutigender.

Nicht alle heutigen Chrysler-Händler werden in das künftige Lancia-Netz übernommen. Vorzug haben die derzeitigen Lancia-Vertragshändler, den Chrysler-Autohäusern wurde zum Juni zunächst gekündigt. Welcher aktuelle Chrysler-Stützpunkt auch die künftige Gemeinschaftsmarke vertreten wird, steht noch nicht fest. In diesem Jahr ändert sich für die Kunden noch nichts, erst 2011 soll die Zusammenlegung der Marken erfolgen. Dann wird neben dem Lancia Ypsilon auch ein Lancia Voyager und ein Lancia 300C stehen.

Unberührt vom Markenkonglomerat bleibt aber die Ikone des Konzerns. Jeep wird als eigenständige Marke erhalten und auch so positioniert – nicht alle künftigen Lancia-Händler werden den Allrad-Mythos aus den USA in ihr Programm aufnehmen können. Fiat verlangt mindestens 245 Quadratmeter Ausstellungsfläche von den Lancia-Händlern, um zusätzlich als Jeep-Vertretung arbeiten zu dürfen.

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