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Melkus-Treffen am Sachsenring

Foto: Eberhard Kittler 77 Bilder

Melkus, die kleine, stets selbstständige Sportwagen-Manufaktur aus Dresden, baute zwischen 1969 und 1979 den legendären RS 1000. Nur 102 Exemplare wurden gefertigt, sie gingen ausschließlich in Sammlerhände. Jetzt hat die Sportwagen-Manufaktur eine nachträgliche Kleinserie des Zweitakt-Flügeltürers aufgelegt.

16.10.2007 Eberhard Kittler

Diese Autos erhalten eine Neuzulassung, weil sie quasi als neukarossierte Nachaufbauten auf Wartburg-Fahrgestellen der 60er- und 70er-Jahre sitzen.


32 Melkus kamen

Rund 50.000 Euro kosten die raren Sammlerstücke, und zur Übergabe des zehnten Exemplars luden Sepp und Peter Melkus am 13. Oktober auf den Sachsenring. Sage und schreibe 32 RS 1000 waren da, davon sieben nachträglich aufgebaute Autos, die sich nur in Details vom Original unterscheiden. Viele dieser Fahrzeuge sind individualisiert worden, mindestens zwei der vor Ort gesichteten Flügeltürer hatten Viertakt-Vierzylinder (von Lada und BMW) statt der ursprünglichen Zweitakt-Dreizylinder des Wartburg im Heck.

Das Treffen, das mit einigen schnellen Runden auf der Rennstrecke zu Ende ging, wirkte symphatisch und familiär. Familie Melkus war fast vollständig angetreten - die Frau des Hauses sorgte für die Bewirtung, Sepp und Peter präsentierten zusammen mit Designer Sebastian Wolfram den für 2009 geplanten RS 2000 als 1:4-Miniatur - und Rennfahrer Ronnie Melkus ("Schumi des Ostens") war mit seinen zwei Kindern am Ring. Bekannte Rennfahrer, die in der HAIGO-Serie (Historische Automobil Industrie Gemeinschaft Ostdeutschland) starten, hatten ihre Schmuckstücke mitgebracht, ein Lichtbildner fotografierte nebenbei schnucklige Models an den Autos für einen Kalender.

Neuauflage der Rennflunder 2009

Der RS 2000 wird wiederum ein Flügeltürer mit Kunststoff-Karosserie, er soll auf der Bodengruppe des Lotus Europa basieren - denn Melkus ist inzwischen auch Händler für die kleinen Sportwagen aus Großbritannien. Den Antrieb des rund 1.000 Kilogramm leichten Flitzers wird vermutlich ein Opel-Zweilitermotor besorgen, der Einstiegspreis dürfte bei 60.000 Euro liegen. Die Dresdner hoffen, zudem eine Sportversion aufzulegen, mit der eine eigene Rennserie begründet werden könnte.

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