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Mercedes

2012 fast alle Pkw und Lkw mit Hybrid-Technik

Foto: dpa 53 Bilder

Der Autobauer Daimler will spätestens 2012 gemeinsam mit dem Partner Evonik die Großserienfertigung der Lithium-Ionen-Batterie beginnen und alle Pkw und die meisten Nutzfahrzeuge alternativ mit Hybridantrieb anbieten. Das kündigte Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber im Gespräch mit auto motor und sport an.

17.06.2009 Birgit Priemer, Alexander Bloch

Weber sagte, er sehe bei der Technologieentwicklung "keine unüberwindbaren Schwierigkeiten" mehr. "Unser Ziel ist ganz klar, spätestens ab 2012 aus unserer eigenen Fertigung eine solche innovative Batterie für den Großserieneinsatz verfügbar zu haben – durchgängig vom Smart über alle Pkw bis zu Vans und Trucks."

Dreizylinder-Motoren bis hin zur C-Klasse

Dabei setzt Mercedes auf einen modularen Aufbau der Batterie, um sie in hohen Stückzahlen sowohl für kleine Modelle wie auch für Trucks produzieren zu können. "Der Grundaufbau der Batterie ist bei allen gleich, der leichte Smart hat dann ein Modul davon, die A/B-Klasse zwei und der Van drei oder vier. So erzielen wir schnell hohe Skaleneffekte. Dies wird die Markteinführung unterstützen."

Zugleich will Daimler in seinen kleineren Modellen künftig auch Dreizylinder-Motoren einsetzen, um Gewicht und Verbrauch zu reduzieren. "Für Mercedes werden nun auch die Dreizylinder relevant", bestätigt Weber, der aber zunächst keine hohen Stückzahlen erwartet. Doch neben Smart, A- und B-Klasse wird laut Weber künftig sogar die  Mercedes C-Klasse mit Dreizylinder-Antrieb angeboten. "In der Nachfolgegeneration der C-Klasse wird es auch Dreizylinder geben." Für dieses Motorenkonzept sucht Mercedes noch einen Partner. "Speziell auf diesem Feld kann ich mir eine Kooperation sehr gut vorstellen."

Mercedes-Modelle sollen deutlich leichter werden

Abspecken sollen laut Weber durchweg alle Mercedes-Modelle beim Gewicht, um Fortschritte beim Verbrauch zu erzielen. "In der C-Klasse halte ich 100 Kilogramm Gewichtsreduktion für erstrebenswert, wofür wir konzeptionell zum Beispiel angesichts weiter steigender Sicherheitsanforderungen extrem viel tun müssen. Deswegen arbeiten wir an neuen Themen wie aufblasbaren Metallstrukturen, die bei gleicher Stabilität das Gewicht deutlich senken." Dadurch will Weber das zusätzliche Gewicht der Hybridtechnik einsparen.

"Mein Ziel ist, beispielsweise das Mehrgewicht eines Hybridmoduls, das in der Mercedes S-Klasse zurzeit etwa 75 Kilogramm wiegt, beim Nachfolger durch diese Maßnahmen zu kompensieren. Dazu müssen wir versuchen, bei den Komponenten im Auto durchschnittlich zehn Prozent einzusparen. Der Antrieb ist da sicher stark gefordert, aber auch die Fahrwerkskomponenten. Wir werden künftig durch unsere Modulstrategie über alle Baureihen viel mehr skalierbare Bauteile haben, was uns auch bei der Gewichtsreduzierung Vorteile verschafft."

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