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Mercedes

8.500 sollen gehen

Foto: Daimler-Chrysler

Mercedes-Chef Dieter Zetsche hat den geplanten Abbau von 8500 Stellen in der Automobilgruppe verteidigt und angekündigt, dass "noch ein langer und harter Weg" vor dem Unternehmen liege.

29.09.2005

Am Donnerstag (29.9.) sollen die Mitarbeiter in den deutschen Mercedes-Werken auf Betriebsversammlungen über die Pläne informiert werden. In einem Brief an alle rund 93.000 Mitarbeiter der Mercedes Car Group in Deutschland erklärte Zetsche: "Unsere Kosten liegen in allen Teilen der Wertschöpfungskette deutlich über denen der besten Wettbewerber". Angesichts der aktuellen Markt- und Wettbewerbssituation seien die Kapazitäten deutlich zu hoch.

Der Daimler-Chrysler-Konzern will in den nächsten zwölf Monaten den Stellenabbau über die Bühne bringen. Den Beschluss zur Stellenstreichung hatte am Mittwochabend der in Detroit tagende Vorstand gefasst. Der Arbeitsplatzabbau in der Mercedes Car Group soll ohne betriebsbedingte Kündigungen vollzogen werden, da ein Beschäftigungssicherungspakt besteht. Entlassungen darf es nicht geben, weil Daimler-Chrysler im Juli vergangenen Jahres einen Beschäftigungssicherungspakt für die 160.000 Daimler-Chrysler-Mitarbeiter in Deutschland bis zum Jahr 2012 abgeschlossen hat. Gesamtbetriebsratsvorsitzender Erich Klemm drängte darauf, den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten.

Durch die Entscheidung des Daimler-Chrysler-Vorstands werden nach Angaben des Unternehmens Belastungen von 950 Millionen Euro entstehen. In die Sanierung von Smart und Mercedes fließen in diesem Jahr mehr als zwei Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2005 waren es bereits 1,1 Milliarden Euro.

Der größte Teil der Belastungen durch den jetzt angekündigten Stellenabbau soll durch außerordentliche Beträge sowie durch Ergebnisverbesserungen im operativen Geschäft kompensiert werden. Der Ergebnisausblick für den Daimler-Chrysler-Konzern im Jahr 2005 bleibe deshalb unverändert, hieß es. Die Daimler-Chrysler-Aktie legte am Mittwoch an der Frankfurter Börse um 3,92 Prozent auf 45,65 Euro zu. Das war der höchste Kurs seit mehr als drei Jahren.

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