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Mercedes

Alles über den Super-Offroader GL für 2006

Foto: Schulte-Nextline 1 Bilder

Im Herbst 2006 krönt Mercedes sein Offroad-Programm mit der GL-Klasse. Sie verkörpert in Größe, Ausstattung und Allradtechnik den Über-ML. Neben der verwandten R-Klasse bleibt auch das scheinbar unverwüstliche G-Modell noch einige Jahre im Angebot.

24.10.2005

Das Kürzel GL wie Granit und Luxus trägt der größte Mercedes-Geländewagen, der ab Herbst 2006 zu haben sein wird. Technisch ist er eng mit der R-Klasse und dem neuen ML verwandt.

Die Gemeinsamkeiten beginnen bei der Motorenpalette (224 bis 314 PS). Die Sechszylinder und der Fünfliter-V8 sind schon aus dem ML bekannt, der Achtzylinder-Diesel stammt aus dem E- und S-Klasse-Motorenprogramm. Anders als die Limousinen läuft der GL aber wie die Allrad-Geschwister in Tuscaloosa (USA) vom Band.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Der GL löst das G-Modell nicht ab, jedenfalls vorerst nicht. Zu groß ist die Nachfrage - nicht zuletzt auch des US-Militärs - nach dem alten Steinbrecher, zu dessen Fertigungsende sich Mercedes derzeit noch nicht äußern mag.

GL wird weniger klettertauglich als der alte G-Haudegen

Klar ist aber, dass selbst das G-Modell nicht ewig leben wird. Wer noch ein neues will, sollte deshalb nicht mehr allzulange warten. Schließlich wird der GL den G nicht ersetzen können. Das soll er auch gar nicht. Schon optisch trennen die beiden Welten.

Die klare Kante des G-Modell, das immer ein wenig so aussah, als wäre sein Design in einer Schmiede entstanden, ist Geschichte. Geschwungene Linien sind künftig angesagt. Der GL ist dem ML zwar nicht wie aus dem Gesicht geschnitten, aber klar als Verwandter ersten Grades zu erkennen.

Leicht getarnte Prototypen zeigen an Bug und Heck eine starke Ähnlichkeit. Allerdings ragt die Kühlermaske des GL steiler in den Himmel, das sorgt für eine Präsenz, die der ML so nicht bieten kann. Die zusätzlichen 30 Zentimeter in der Länge (5,08 Meter gesamt) verstärken diesen Eindruck beim GL.

Das erweiterte Platzangebot nutzt Mercedes im GL für zwei Sitze, die sich im Kofferraumboden versenken lassen. Maximal finden so sieben Personen Platz. Werden die zweite und die dritte Sitzreihe dagegen umgelegt, konkurriert das Kofferraum-Angebot mit dem eines Vans. Üppig fällt auch die Bereifung aus und unterstreicht den selbstbewussten Auftritt - 18 Zoll sind wohl die kleinste Schuhgröße sein, mit der der GL zu haben sein wird.

Die technische Verwandtschft mit dem ML bringt permanenten Allradantrieb und Siebenstufenautomatik an Bord. Eine Luftfederung mit variabler Bodenfreiheit muss beim ML allerdings für die schwächer motorisierten Modelle extra bezahlt werden, während sie beim GL wie das Reduktionsgetriebe und die Sperren an Mitten- und Hinterachsdifferenzial stets zur Standard-Ausstattung gehören.

Eine Sperre an der Vorderachse wird es dagegen nicht mehr geben. ESP simuliert deren Funktion per Bremseingriff. Wenn statt auf maximale Geländetauglichkeit beim GL nun auf Komfort und gute Langstreckentauglichkeit das Hauptaugenmerk gerichtet wird, wodurch unterscheidet er sich dann von einer R-Klasse? Die buhlt ja ebenfalls mit Allradtechnik und sehr gutem Platzangebot um Käufer.

Mehr Variabilität als in der R-Klasse

Das Crossover-Modell R ist schlicht weit weniger variabel. Seine fließenderen Karosserie-Linien sollen außerdem eine jüngere Klientel ansprechen, die mehr Wert auf Fahrdynamik und Agilität legt. Hier sind bei der hohen, konservativeren GL-Klasse Abstriche zu erwarten. 35- bis 45-Jährige sollen sich für R-Klasse und ML begeistern, während die 45- bis 55-Jährigen als Kernkundschaft für die GL-Modelle erwartet werden.

Diese Altersgruppe bringt eine wichtige Voraussetzung mit: das entsprechende Einkommen. Es sollte hoch sein, sehr hoch. Mercedes will mit dem GL Kunden einfangen, die sich bisher für einen sehr gut ausgestatteten Range Rover für rund 100.000 Euro entschieden haben.

Klar ist aber auch, dass G-Modell-Käufer zum GL abwandern werden. Zwar nicht die harten Offroad-Freaks, aber jene, für die das grobschlächtige Original ein exklusives Spielzeug ist. Fehlt eigentlich nur noch der GL 63 AMG.

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