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Mercedes AMG in China

Der Kunde ist König

Mercedes AMG Peking Showroom Foto: Mercedes 7 Bilder

Die Mercedes-Veredelungstochter AMG hat in Peking einen eigenen Showroom eröffnet. Auf 381 Quadratmeter Fläche bekommt der chinesische Kunde hier eine Beratung der Extra-Klasse.

27.04.2012 Birgit Priemer

Es ist später Abend. Im Pekinger Stadtteil Sanlitun Village – zur Zeit eines der angesagtesten Shopping Meilen der Millionenmetropole – kehrt langsam Ruhe ein. Über die dicke Smogschicht des Tages senkt sich die Nacht. Der neue AMG Shop bleibt aber die ganze Nacht erleuchtet, und vor ihm sammelt sich eine Gruppe chinesischer Frauen. Sie tanzen – eine Mischung aus Tai Chi und Qi Gong, wedeln dabei mit kleinen Fächern und bewegen sich zu Meditationsmusik aus einem alten Cassettenradio. Der Name AMG sagt ihnen nichts, und das hinter den Mauern pfeilschnelle Autos der Luxusklasse angeboten werden, wissen sie nicht.

Land voller Gegensätze

China ist und bleibt ein Land voller Gegensätze – auch wenn das alte Peking zugunsten trendiger Marken von Nike, Mont Blanc, Versace und Armani immer mehr weichen muss. Berühmte Label sind Kult im Reich der Mitte, und deshalb hat sich nun auch AMG dort angesiedelt. Rund zwei Millionen Euro hat Mercedes investiert, um den Kunden künftig über zwei Etagen hinweg mit zwölf Mitarbeitern Lust auf die schnellen Geschosse des Hauses AMG zu machen. "Und unsere Kunden sind jung", erzählt Sales-Manager Conrad Yan, der zusammen mit seinen Kollegen für die neue Aufgabe am AMG-Stammsitz in Affalterbach bei Stuttgart geschult wurde. "Sie sind zwischen 20 und 30 Jahre alt und besitzen oft schon mehrere Autos."

Ihnen wird in dem edlen Shop Lust auf mehr gemacht: Schwarzer Boden, weiß glänzende Wände, modernes Mobiliar – und wer sich die automobilen Schätze anschauen möchte, kann mit seinem Verkäufer in die Tiefgarage des Gebäudekomplexes fahren, um dann auf Testfahrt zu gehen: Darf es ein CLS 63 AMG sein, oder vielleicht sogar ein SLS? Kein Problem, der Kunde hat aktuell die Wahl zwischen zehn AMG-Modellen, die dort für eine Probefahrt bereit stehen.

S 65 AMG war das Zugpferd

"Wir haben die Kunden über die S-Klasse gewonnen", erzählt AMG-Chef Ola Källenius. "Aber mittlerweile schätzen sie AMG nicht nur als Chauffeurs-Limousine. Jetzt wollen sie selber fahren."

Besonders der C 63 AMG habe die Herzen der Chinesen erobert, und die Trainings, die im Rahmen der Driving Academy angeboten werden, haben den Chinesen gezeigt, wie viel Spaß es machen kann, einen AMG zu fahren.

Wo sie es allerdings schaffen, mit den leistungsstarken Modellen richtig auf Fahrt zu kommen, bleibt dem europäischen Betrachter angesichts der katastrophalen Verkehrssituation in Peking ein Rätsel. Da bekommt man schon eher Lust, mit den Damen vor dem Shop in aller Ruhe ein wenig Tai Chi und Qi Gong zu machen.

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