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Mercedes auf der Detroit Motor Show

Autobauer nimmt sich vor Cadillac in Acht

Foto: Cadillac 8 Bilder

Der deutsche Autobauer Mercedes sieht auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt die US-Konkurrenz wieder erstarken. "Als heimische Marke stehen wir am ehesten mit Cadillac im Wettbewerb", sagte US-Mercedes-Chef Ernst Lieb auf der Autoshow in Detroit.

12.01.2010

Cadillac habe eine gewaltige Restrukturierung angestoßen: "Die haben ihr Händlernetz gestrafft, die werden die Prozesse verbessern, die werden die Produktion auf Vordermann bringen." Noch zur Jahresmitte sah es für den Cadillac-Mutterkonzern General Motors düster aus. Das Unternehmen war nach jahrelanger Misswirtschaft in die Insolvenz gerutscht. 

US-Automarkt ist der wettbewerbsstärkste der Welt

Dank 50 Milliarden Dollar Staatshilfe gelang aber der Neustart. Das GM-Management krempelt nun den kompletten Konzern um. "Abschreiben würde ich niemanden", sagte Mercedes-Landeschef Lieb. "Der US-Automarkt ist der wettbewerbsstärkste der Welt." Die größte Konkurrenz sieht Lieb weiter aus anderen Erdteilen kommen. "BMW und Lexus hauptsächlich." Die Rivalen aus Bayern und Japan hatten im vergangenen Jahr erneut mehr Wagen verkauft als die Schwaben. "Wir haben unseren Abstand aber gewaltig verringert." Bei Mercedes waren die Verkäufe um 15 Prozent weggeschmolzen, bei BMW um 21 Prozent. Mercedes verkaufte 190.500 Wagen, BMW 196.500. Der dritte deutschen Premiumhersteller, Audi , schaffte nicht einmal die Hälfte.

Mercedes spekuliert auf Marktanteile in China

"Wir haben 2009 rund 1,8 Prozent aller Autos in Amerika verkauft - das ist der höchste Marktanteil seit 30 Jahren", sagte Lieb. Im Premiumsegment habe der Anteil sogar bei 16 Prozent gelegen. "In diesem Jahr erwarten wir eine leichte Steigerung." Vor allen Dingen den Japanern will Lieb Marktanteile abjagen. "Der US-Markt ist sehr wichtig für uns - und mit der Entscheidung, die C-Klasse-Produktion in die USA zu verlegen, nochmal wichtiger." Nur in Deutschland verkaufen die Stuttgarter mehr Autos. Ab 2014 wird deshalb im US-Werk Tuscaloosa (Alabama) auch die nächste Generation des Verkaufsschlagers Mercedes C-Klasse gebaut.

Weitere Verlagerung der Produktion ist vorerst ausgeschlossen

Das hatte in Stuttgart-Sindelfingen, wo die Wagen bislang vom Band liefen, zu einem Aufschrei geführt. Ein weiterer Teil der Produktion wandert nach Bremen ab. Eine weitere Verlagerung der Produktion in die USA -namentlich der gut laufenden Mercedes E-Klasse - schloss Lieb vorerst aus. "Da gibt es keinerlei Diskussionen drüber."

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