Wie viele Fahrzeuge das sein werden, wurde nicht genannt. "Auf Basis der A-Klasse hatten wir schon 60 Autos, diesmal werden es mehr", sagte Bernd Löper aus der Entwicklungsabteilung.
Angetrieben werden die Fahrzeuge laut Löper von der fünften Brennstoffzellen-Generation, die Wasserstoff chemisch zu Strom für einen Elektromotor umwandelt und als Abgas Wasserdampf erzeugt. Erstmals in einer Testflotte kombiniert Mercedes den Antrieb mit einem Lithium-Ionen-Akku, der beim Bremsen zurückgewonnene Energie speichert, eine Strecke von etwa drei Kilometern im rein elektrischen Betrieb ermöglicht und den Motor beim Beschleunigen unterstützt.
136 PS, 400 Kilometer Reichweite
Kurzfristig lässt sich auf diese Weise die Leistung des bislang noch namenlosen Fahrzeugs von 95 PS auf 136 PS steigern. Damit beschleunigt die B-Klasse laut Löper in 11,4 Sekunden auf 100 km/h und erreicht maximal 170 km/h. Die Reichweite geben die Entwickler mit etwa 400 Kilometern an.
Neben den Fahrleistungen wurde im Vergleich zu den Erprobungsträgern in der A-Klasse auch die Alltagstauglichkeit verbessert. In Zukunft soll in der Brennstoffzelle kein Wasser mehr gefrieren können. "Deshalb kann das System nun auch am Polarkreis problemlos gestartet werden", sagte Löper. "Nachdem früher bei null Grad Schluss war, haben wir den Kaltstart jetzt auch bei minus 16 Grad geschafft." Wenn die Produktion beginnt, will Mercedes wie bei allen Modellen minus 25 Grad garantieren. Außerdem soll die Haltbarkeit verbessert werden: "Unser Ziel ist ein Durchschnittswert von 2.000 Betriebsstunden. Das entspricht etwa 100.000 Kilometern."






