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Mercedes beendet Gespräche mit Fiat

Foto: ams

Daimler-Chef Dieter Zetsche hat die Gespräche mit Fiat-Chef Sergio Marchionne über die gemeinsame Nutzung von Plattformen abgebrochen.

24.11.2007 Harald Hamprecht

Wie auto motor und sport aus Unternehmenskreisen erfuhr, waren die Kostenvorteile, die sich Daimler von einer Zusammenarbeit mit Fiat versprochen hat, zu gering. 

"Die Italiener produzieren ihre kleinen Modelle teurer als wir", begründet ein Mercedes-Manager das Ende der Gespräche. BMW ist damit der einzig verbleibende Verhandlungspartner der Stuttgarter. Die Kooperationsverhandlungen mit BMW laufen inzwischen nur noch auf Vorstandsebene, heißt es aus gutinformierten Konzernkreisen. Im Falle eines Scheiterns der Gespräche mit den Bayern will der Stuttgarter Premiumhersteller die Einstiegsmodelle im Alleingang entwickeln und produzieren.

Aufgrund des harten Sanierungsprogramms CORE sei Mercedes trotz des harten Wettbewerbsdrucks dazu in der Lage, heißt es aus Konzernkreisen. Eine endgültige Entscheidung soll noch 2007 fallen. "Es gibt Überlegungen, für die Nachfolger der A- und B-Klasse mit einem Partner zu kooperieren. Aber wir machen uns nicht abhängig von dieser Option. Das Zeitfenster, noch dieses Jahr eine Entscheidung zu treffen, wollen wir einhalten", sagt Mercedes Benz-Cars-Vertriebsvorstand Klaus Maier im Gespräch mit auto motor und sport.

Während der Hersteller die Kostenstrukturen auf Plattform-Ebene massiv gesenkt hat, gilt eine Kooperation bei Motoren und Getrieben aufgrund des Wettbewerbdrucks und der verschärften Umwelt-Vorgaben in den hart umkämpften Klein- und Kompaktwagensegment als unausweichlich. Mercedes prüft hier nach wie vor die Option, eine Kooperation mit der BMW-Marke Mini und deren Motorenpartner PSA einzugehen. Gleichzeitig wird aber auch noch mit japanischen Herstellern über die gemeinsame Nutzung von Vierzylinder-Benzin- und Diesel-Motoren verhandelt, heißt es aus Konzernkreisen. Die Aggregate sollen in jeweils nur leicht adaptierter Form in Klein- und Kompaktwagen der Marken zum Einsatz kommen. Frühester Einsatztermin bei Mercedes wäre Anfang kommender Dekade in den Nachfolgemodellen der A- und B-Klasse.

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