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Mercedes Bluetec

Die saubere Verwandtschaft

Schon 2004 haben sich die Mercedes-Entwickler so ihre Gedanken zur Zukunft großer Geländewagen gemacht. Lange vor der allgemeinen Hysterie, dass die Fahrt in M-Klasse und Co. die Welt bedrohe. Allerdings war damals der Wunsch Vater des Gedankens, den USMarkt mit einer Technologie zu erobern, die den amerikanischen Herstellern nicht zur Verfügung stand und bis heute nicht steht: Hightech-Dieselmotoren. Johannes Reifenrath, Leiter Produktmanagement Aggregate bei Mercedes, bringt es auf den Punkt: „Wir hatten alle Zutaten im Konzern: die Abgasreinigung BlueTec von den schweren Nutzfahrzeugen, die drehmomentstarken Dieselmotoren aus den Pkw.“ Also wächst zusammen, was zusammengehört: ML, GL und R 320 BlueTec sind nun die Vorboten einer Umweltflotte, der in rascher Folge noch sparsamere milde Dieselhybride folgen werden. Die neue Strategie wird am Beispiel des jüngsten Mitglieds der SUVFamilie mit dem Stern deutlich: Anfang 2009 rollt der X3-Rivale GLK zu den ersten deutschen Besitzern. Mit ihm ändert sich die Diesel-Terminologie bei Mercedes. CDI – für Common-Rail-Einspritzung – verschwindet. BlueTec kommt. Das bedeutet aber nicht automatisch ein Abgassystem mit Harnstoffzusatz (siehe Kasten) wie jetzt an Bord der drei dicken Allradler. BlueTec soll vielmehr stets den saubersten Diesel seiner Klasse beschreiben. Entsprechend debütieren der GLK 250 BlueTec (2,2-Liter-Vierzylinder) sowie der GLK 350 BlueTec (3,2-Liter- Sechszylinder). Schon ein Jahr später folgen die milden Hybridversionen als GLK 300 und 400 BlueTec Hybrid. Der 50er-Zuschlag in der Typenbezeichnung soll das Mehr an Drehmoment dank E-Motor-Unterstützung ausweisen. Langfristig, glauben die Mercedes-Mannen, wird sich Diesel auch auf den bislang dieselfeindlichen Märkten fast natürlich etablieren, da dessen Qualität aufgrund der hohen Nachfrage bei Lkw, Flugzeugen und modernen Schiffen weltweit immer besser wird. Auch diese Verkehrsmittel müssen sich durch Effizienz und saubere Abgase auszeichnen. Das geht nur mit schwefelarmem Diesel, wie er gerade in den USA eingeführt wurde und der so den Weg erst für die BlueTec-Offensive frei gemacht hat.

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