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Mercedes, BMW und GM pushen Hybrid-Technik

Foto: GM

Daimler und BMW arbeiten bei Lithium-Ionen-Batterien mit Continental zusammen, wagen aber noch keine Absatzprognose. General Motors kündigt an, ab 2010 jährlich mehr als 100.000 Hybrid-Modelle mit einer Batterie von Hitachi zu fertigen.

04.03.2008 Harald Hamprecht

Mercedes will bis spätestens 2010 modellreihenübergreifend Hybrid-Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Batterien ins Angebot nehmen. Den Marktstart macht 2009 eine Variante der S-Klasse, der S 400 Blue-Hybrid.

Gemeinsam entwickelt hat Daimler das neue Batteriesystem mit dem deutschen Zulieferer Continental, der nicht nur Systemintegrator ist, sondern die Systeme auch in Nürnberg produzieren wird. Die Batteriezellen selbst liefert ein Joint-Venture von dem US-Zulieferer Johnson Controls und dem französischen Unternehmen Saft. Zwar sei die erste Anwendung für Mercedes reserviert; Continental sei aber in der Lage sein, kurzfristig vergleichbare Batterien aus einem modularen Baukasten an andere Hersteller zu liefern.

Conti-Batterie auch für BMW

Mercedes-Wettbewerber BMW wird auf die gleiche Technologie zurückgreifen. "Wir wollen die Technologie nicht für uns behalten. Wir haben sehr viel in dieses Projekt investiert und wollen sicherstellen, dass sich das auch lohnt", sagte Daimler-Vorstand Thomas Weber am Dienstag (4.3.) auf dem Genfer Auto Salon. Ein BMW-Sprecher betont, dass die Technologie gemeinsam entwickelt worden sei. Aus Konzernkreisen verlautet, dass es zuerst beim BMW-Flaggschiff 7er Einzug halten wird.

Zum geplanten Absatz-Volumen wollte weder Continental noch Daimler präzise Angaben machen. Continental-Chef Wennemer nannte als Größenordnung, dass "pro Schicht 2.500 Batterien im Jahr2 gefertigt werden könnten, aber bis zu vier Schichten möglich seien. Zudem seien zusätzliche Batterie-Werke in Osteuropa und Asien denkbar.

GM-Chef Rick Wagoner indes präsentierte mutigere Ziele: "Die kommende Generation unseres Hybridantriebs werden wir weltweit über alle Marken und Märkte vertreiben. Start wird 2010 in Nordamerika sein und wir gehen davon aus, jährlich mehr als 100.000 Einheiten zu fertigen." Lieferant der Lithium-Ionen-Batterie für den Weltmarktführer ist Hitachi Vehicle Energy. Das neue Hybridsystem sei fast dreimal so leistungsfähig wie das aktuelle System, das GM in Modellen wie dem Saturn Vue nutzt. Die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs bei Fahrzeugen mit dem neuen Hybridantrieb liegt je nach Motorisierung und Ausstattung bei bis zu 20 Prozent.

Toyota will eigene Batterien entwickeln

Nach den Ankündigungen von Daimler und GM will Hybrid-Pionier Toyota die Entwicklung der eigenen Lithium-Ionen-Technik verstärken. Der japanische Hersteller will bis spätestens 2010 eine Lithium-Ionen-Batterie in einem Plug-in-Hybrid auf den Markt bringen.

Die neue Batterietechnik soll dem Hybridantrieb, also der Verbindung aus Verbrennungs- und Elektromotor, auf breiter Front zum Durchbruch verhelfen. Die Lithium-Ionen-Batterie gilt als Schlüsseltechnologie für Hybridantriebe und als Einstieg zum rein elektrisch fahrenden Fahrzeug mit einer Reichweite von rund 100 Kilometer, wie sie auch Hersteller wie Renault bereits für Anfang kommender Dekade angekündigt haben. Hybrid-Pionier Toyota nutzt in seinem Modell Prius und bei einigen Lexus-Modellen nur herkömmliche, weniger leistungsfähige Nickel-Metallhydrid-Batterie.

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