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Mercedes C-Klasse Abstimmungsfahrt

So fährt die neue C-Klasse

Mercedes C-Klasse, Frontansicht Foto: Mercedes 34 Bilder

Vier Monate vor dem Verkaufsstart war auto motor und sport bereits mit der neuen Mercedes C-Klasse unterwegs. Wir haben uns erste Eindrücke von der Gestaltung des Innenraums und der Fahrwerksabstimmung verschafft. So viel steht fest: Der Unterschied zum Vorgänger ist groß.

29.12.2013 Jens Dralle, Birgit Priemer

Es gibt Dinge in der neuen Mercedes C-Klasse, an die sich auch der Chef der Baureihe erst einmal gewöhnen muss - Beispiel Duftspender. "Da kommt eine junge Dame, stellt den positiven Einfluss der aktiven Beduftung und Ionisierung vor, und man selbst kann im ersten Moment gar nicht so einfach nachvollziehen, wie das funktioniert." Michael Krämer, langjähriger Baureihenleiter von Mercedes C- und E-Klasse, ist Hardcore-Ingenieur. Einer, der seine Autos in- und auswendig kennt. Und der bei einer Abstimmungsfahrt rund um Sindelfingen dann auch den dezenten Geruch des Parfüms im Innenraum genießt, der sich langsam aus dem im Handschuhfach untergebrachten Duftspender verbreitet.

Michael Schumacher Mercedes C-Klasse
Michael Schumacher in der neuen Mercedes C-Klasse 2:44 Min.

Mercedes C-Klasse verbraucht rund 20 Prozent weniger

Was den Ingenieur aber wirklich stolz macht, ist: "Dass wir leichter geworden sind, und zwar um fast 100 Kilogramm, und dass wir den Verbrauch um rund 20 Prozent reduziert haben." Die Vorteile sind im Sinne des Wortes erfahrbar. Der Mercedes C 200 Avantgarde (184 PS, Euro 6) spricht spontan auf Pedalbefehle an und rollt agil durch die Kurven rund um kleine Gemeinden wie Ostelheim und Dätzingen.

Die Karosserie ist gegenüber der Ausstattungsvariante Exclusive (ersetzt Elegance) um 15 Millimeter tiefer gesetzt. Wer dazu noch das Sportprogramm vorwählt, bekommt Fahrbahnunebenheiten durchaus zu spüren. Damit nicht genug, die Airmatic bietet noch einen zweiten, verschärften Sport-Plus-Modus. Die Stufe Komfort dürfte den meisten besser gefallen, denn hier ist der Name Programm: Neben der Federung passen sich auch Gaspedal-, Lenkungs- und Getriebekennlinie der Mercedes C-Klasse an.

Mit dem Modellwechsel im März erhält die Mercedes C-Klasse erstmals eine Vierlenker-Vorderachse, die Bodenwellen aller Art noch besser ausgleichen soll. Gleichzeitig aber trägt sie dazu bei, dass der Wendekreis des Mercedes etwas größer ausfällt als bislang - er beläuft sich auf 11,2 statt 10,8 Meter wie beim Vorgänger. An der Hinterachse der Mercedes C-Klasse arbeitet eine modifizierte Raumlenkerkonstruktion.

Mercedes C-Klasse mit guter Dämmung

Viel Komfort auch im Innenraum: Dank der guten Karosseriedämmung dringen wenig Geräusche von außen hinein. Der Motor ist höchstens mit leisem Säuseln präsent, das stört die Unterhaltung überhaupt nicht. Und worin liegt nun die besondere Herausforderung beim Modellanlauf? Krämer: "Wir starten im Abstand von zwei Monaten auf vier Märkten: Deutschland, Südafrika, USA und China." Um überall die gleiche Qualität zu gewährleisten, wurden Prozesse standardisiert und die Zahl der Bauteile reduziert. Trotzdem ist die Mercedes C-Klasse technisch so anspruchsvoll wie noch nie.

Damit auch wirklich jeder der maximal fünf Insassen diesen Fortschritt bemerkt, krempelt Mercedes das Interieur der C-Klasse radikal um. Ja, natürlich darf sie eifrig die edle S-Klasse zitieren, spart sich allerdings deren Monitor-Überschwang. Übrig bleibt ein sieben oder 8,4 Zoll (in Verbindung mit dem Comand-System) großer Bildschirm, aus dessen Fuß die breite, vergleichsweise sparsam beknopfte Mittelkonsole zu fließen scheint.

Die drei dominanten Belüftungsdüsen in der Mercedes C-Klasse wirken ähnlich solide wie die eines Bentley Continental. Überhaupt ist das gesamte Cockpit sehr akribisch eingerichtet. In das überraschend kleine, unten abgeflachte Lenkrad dürfen nur C-Klasse-Fahrer greifen, die das AMG-Paket mitbestellt haben. Die angenehm tiefe Sitzposition (minus 20 Millimeter gegenüber der Baureihe 204) kennzeichnet dagegen alle Ausstattungslinien. Die bequemen Sitze des Fotofahrzeugs mit verstellbarer Oberschenkelauflage kosten wiederum extra. Übrigens wiegen bereits die Basis-Sitze sechs Kilogramm weniger als zuvor.

Mercedes C-Klasse bekommt Head-up-Display

Ebenfalls aufpreispflichtig: das Touchpad mit 65 mal 45 Millimeter großer, kratzfester Bedienfläche. Damit lassen sich die meisten Funktionen des Infotainment-Systems mit Gesten bedienen, denen auch ein Smartphone folgt. Alternativ empfängt die Mercedes C-Klasse Befehle über den bekannten Dreh-Drücksteller oder über die bereits beim Vorgänger tadellose Spracheingabe. Als weitere Neuheit für die Marke bekommt die Mercedes C-Klasse erstmals ein Head-up-Display, das über Geschwindigkeit, Tempolimits, Navigationsanweisungen und Hinweise der Fahrerassistenzsysteme informiert.

Doch selbst wenn nicht jedes Feature wirklich neu ist, beeindruckt die Art, wie sie alle zusammen in der Mercedes C-Klasse arrangiert werden. Der Duftspender erscheint da am ehesten verzichtbar.

Mercedes C-Klasse und CLA im Vergleich

In reinen Zahlen gesprochen, trennen diese zwei Modelle gerade einmal sechs Zentimeter: Der CLA misst 4,63, die Mercedes C-Klasse 4,69 Meter in der Länge. Trotzdem treffen hier zwei Welten aufeinander. Der Mercedes CLA basiert als Fronttriebler auf der A-Klasse, die C-Klasse bringt serienmäßig Hinterradantrieb mit und ist technisch eng mit E- und S-Klasse verwandt. Dadurch gibt es hier auch viele sicherheitsrelevante Assistenzsysteme (Stereokamera, adaptiver Beifahrer-Airbag), die für den CLA nicht verfügbar sind. Preisunterschied: etwa 2.500 Euro.

Mercdes C-Klasse T-Modell

Auch der Kombi wächst mit dem Modellwechsel - und zwar um 95 Millimeter auf knapp 4,71 Meter. Dadurch bekommen Fondpassagiere mehr Beinfreiheit, und auch das Kofferraumvolumen soll von aktuell 485 Liter auf über 500 Liter steigen. Ansonsten profitiert der Lademeister von allen Innovationen, die auch die Limousine mitbringt. Die Gewichtseinsparung von rund 100 Kilogramm wird auch hier über gezielte Leichtbaumaßnahmen erreicht. So betrug der Alu-Anteil an der Karosserie des Vorgängers neun Prozent, jetzt liegt er bei 48 Prozent. Allein die Rohbaustruktur fällt um 40 Kilogramm leichter aus.

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