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Mercedes C-Klasse und BMW 3er

Connected Drive gegen Comand Online

Mercedes Comand Online, Cockpit Foto: Mercedes 15 Bilder

Wer in der Mittelklasse vorn sein will muss auch beim Infotainment am Ball bleiben. Für die Mercedes C-Klasse gibt es daher jede Menge neue Technik. Wir haben sie mit der des BMW 3er verglichen.

18.01.2014 Dirk Gulde

Beim Thema Multimedia will Mercedes nicht länger BMW hinterherfahren. Dank neuer Ausstattungsoptionen wie dem farbigen Head-up-Display, Touchpad zur Zeicheneingabe oder verbesserter Online-Anbindung macht die Mercedes C-Klasse einen großen Schritt nach vorn. Wer sich für das Comand-System entscheidet, bekommt zukünftig eine Datenbox mitgeliefert, über die sich die Navigation mit präzisen und schnellen Live-Staumeldungen von TomTom versorgt. Im Preis inbegriffen sind die Verbindungsgebühren für drei Jahre.

Mercedes C-Klasse mit vielen neuen Online-Funktionen

Alle sonstigen Online-Funktionen laufen weiterhin über ein gekoppeltes Smartphone. Wer jetzt angesichts der bisherigen Probleme mit nicht kompatiblen Handys zusammenzuckt, darf aufatmen: Da Mercedes auf das weit verbreitete Bluetooth-Profil PAN (Personal Area Network) umstellt, funktionieren die meisten Apple-, Android- und Blackberry-Geräte in der C-Klasse problemlos, wie ein erster Test zeigte. Zudem steht ein Funk-Modul zur Wahl, das Telefonie und Internet auch ohne Handy ermöglicht. Die Zahl der Online-Funktionen (Apps) soll bis Ende 2014 auf 22 wachsen, darunter Praktisches wie Parkplatz- und Hotelsuche, Informatives wie Benzinpreis- und Nachrichtendienste oder Unterhaltsames wie Internetradio und Facebook. An den Umfang von BMW Connected Drive mit derzeit über 70 Funktionen kommt Mercedes jedoch nicht heran.

Gründlich umgekrempelt wurde auch die Bedienung, die über weniger Knöpfe in der Mittelkonsole der Mercedes C-Klasse erfolgt. So lassen sich zukünftig viele Funktionen über ein Touchpad dirigieren, mit dem in Menülisten geblättert, Kartenmaßstäbe verändert oder Navi-Adressen eingekritzelt werden können. Die klassische Zehner-Tastatur für Senderspeicher oder zur Telefonnummerneingabe fiel der Reduktion allerdings zum Opfer. Stationswechsel gestalten sich daher komplizierter, zudem lassen sich die Menüs nicht ganz so intuitiv bedienen wie im BMW 3er, dessen i-Drive es mit vielen Verbesserungen über Jahre zu einer hohen Reife gebracht hat.

Navi-Alternative für 900 Euro

Da nicht jeder Mercedes C-Klasse-Käufer 3.500 Euro für das Comand-System ausgeben will, bietet Mercedes ein voll integriertes, mit knapp 900 Euro jedoch deutlich günstigeres Navi von Garmin an (sieben statt 8,4-Zoll-Monitor, SD-Card statt Festplatte). Das gesparte Geld lässt sich prima ins Soundsystem von Burmester stecken, die sonst nur Luxus-Autos à la Bugatti Veyron, Porsche 911 oder Mercedes S-Klasse beschallen. Mit 922 Euro Aufpreis wirkt es angesichts der sonstigen Burmester-Preise geradezu günstig.

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