Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Mercedes Car Group

Erstmals rot

Foto: dpa

Update ++ Die Mercedes Car Group hat erstmals seit ihrer Gründung rote Zahlen geschrieben. Wie der Autokonzern Daimler-Chrysler am Donnerstag (16.2.) berichtete, gab es wegen der hohen Kosten für die Smart-Sanierung und für den Personalabbau einen Verlust von 505 Millionen Euro.

16.02.2006

Das einstige Sorgenkind Chrysler konnte dagegen den operativen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro auf 1,5 Milliarden Euro steigern. Mit rund zwei Milliarden Euro schaffte die Nutzfahrzeugsparte einen Rekordgewinn. Die guten Ergebnisse bei Chrysler belohnt das Unternehmen mit einer Sonderzahlung. So soll jeder der 59.000 gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter im März eine durchschnittliche Sonderzahlung in Höhe von 650 Dollar erhalten.

Für die Beschäftigten der Mercedes Car Group und der Nutzfahrzeugsparte hat der konzern hingegen eine gekürzte Einmalzahlung von je 1.000 Euro angekündigt. Diese Beteiligung am Ergebnis des Geschäftsjahres 2005 soll im April ausgezahlt werden. Von der Zahlung profitierten rund 141.000 Beschäftigte. Für 2004 hatte DaimlerChrysler 1.100 Euro extra gezahlt.

Der Autokonzern Daimler-Chrysler hat 2005 einen operativen Gewinn von 5,2 Milliarden Euro erzielt. Dies waren rund 600 Millionen weniger als im Vorjahr. Ohne die Belastungen für die Sanierung von Smart (1,1 Milliarden Euro) wäre der operative Gewinn höher ausgefallen, so dass die Prognose des Autobauers erfüllt wurde. Das Konzernergebnis stieg von 2,4 auf 2,8 Milliarden Euro, der Umsatz legte um fünf Prozent auf 149 Milliarden Euro zu.

Der Autokonzern will seinen Aktionären eine Dividende auf dem Niveau des Vorjahres zahlen. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie vorschlagen.

DCVD bleibt in Berlin

Zetsche beendete auch die Diskussion um einen möglichen Umzug der deutschen Vertriebsorganisation DCVD von Berlin in die bisherige Konzernzentrale in Stuttgart-Möhringen. Zetsche sagte, er könne bei der Umgestaltung der Verwaltung noch keine konkreten Angaben zur künftigen Nutzung des Standortes Möhringen machen, aber es sei sicher, dass die DCVD dort nicht einziehe.

Der Löwenanteil der Kosten in Höhe von rund zwei Milliarden Eruo für die Umsetzung des neuen Managementmodells und den damit verbundenen Personalabbau entfallen nach Zetsches Einschätzung auf neue IT-Systeme. Kleinere Baumaßnahmen schloss der Konzern-Chef aber in diesem Zusammenhang nicht aus. Als Ergebnis der Umstrukturierungen erwartet Daimler-Chrysler eine Reduzierung der Verwaltungskosten um rund eine Milliarde pro Jahr.

Ob und wie lange Daimler-Chrysler seine Anteile am Luft- und Raumfahrt-Konzern EADS behält, sei auch eine politische Frage, erklärte Vorstands-Chef Dieter Zetsche.

Ein Bekenntnis zu einem mittel- bis langfristigen Bestand der EADS-Anteile im Daimler-Chrysler-Konzern wollte Vorstands-Chef Dieter Zetsche nicht abgeben. Ob und wie lange man an der Beteiligung festhalte, hänge auch von der politischen Lage ab.

Da Konzern-Chef Zetsche Daimler-Chrysler wieder konsequent als reinen Automobil-Hersteller ausrichtet, gehen Analysten und Insider davon aus, dass die Beteiligung möglicherweise bereits im nächsten Jahr abgestoßen werde. Ab 2007 sei die Veräußerung der Anteile für den zudem Konzern steuerfrei.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Autokredit berechnen
Anzeige