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Mercedes E 350 Bluetec

211 PS-Öko-Diesel mit Harnstoff-Zusatz

Mercedes, E 350, Bluetec Foto: Mercedes 11 Bilder

Auf dem Weg zum sauberen Diesel geht die neue Mercedes E-Klasse noch einen Schritt weiter: Im E 350 Bluetec werden durch den Harnstoff-Zusatz Adblue nun auch bis zu 80 Prozent der Stickoxide unschädlich gemacht.

12.04.2009 Bernd Stegemann

Ausgerechnet der modernste, sauberste Motor nach Bauart des Rudolf Diesel verleugnet seinen Erfinder: Beim jüngsten Selbstzünder von Mercedes steht weder ein D noch CDI am Heck, sondern nur der Schriftzug Bluetec. Dennoch handelt es sich dabei um eine optimierte Variante des bewährten Dreiliter-V6-CDI: Unter diesem Begriff fasst Mercedes-Benz verschiedene Maßnahmen zur Emissionssenkung und -nachbehandlung zusammen, die den Common-Rail-Diesel fit für kommende schärfere Abgasvorschriften machen sollen.

Mercedes E-Klasse 2:57 Min.

Die Öko-Variante gab es schon einmal

Eine solche Öko-Variante gab es für knapp 1.200 Euro Aufpreis gegenüber dem E 320 CDI schon in der bisherigen Mercedes E-Klasse - seit 2006 erstmals in den USA, seit Ende 2007 auch in Europa. Neben innermotorischen Maßnahmen (von 17,7 auf 16,5 reduzierte Verdichtung) bekam der E 300 Bluetec einen D-NOx-Speicher-Kat, der durch periodische Regenerationszyklen den Ausstoß an Stickoxiden stark reduziert und damit bereits die Euro 5-Norm erfüllt.

Neue Technik bleibt unbemerkt

Das Beste daran: Von der ganzen Technik merkt man im Alltag nichts, selbst die minimalen Einbußen in Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit aufgrund der etwas geringeren Leistung (211 statt 224 PS) lassen sich leicht verschmerzen. Obwohl der ab September lieferbare Bluetec der neuen E-Klasse nun nominell zum 350 aufrückt, hat sich an den Basisdaten (Hubraum, Leistung, Drehmoment) nichts geändert. Vorrangiges Ziel war es vielmehr, sowohl Verbrauch und CO2-Ausstoß als auch die Stickoxide weiter zu senken. Das gelingt mit einer wässrigen Harnstofflösung namens Adblue, die in einem speziellen Behälter im Wagenboden gespeichert und mit fünf bar in den Abgasstrom eingespritzt wird.

Ammoniak macht Stickoxide unschädlich

Dadurch entsteht Ammoniak, das in einem nachgeschalteten SCR-Katalysator bis zu 80 Prozent der Stickoxide zu unschädlichem Stickstoff und Wasser verwandelt. Mittels einer Förderpumpe wird die Lösung von dem 25-Liter-Tank zum Dosiermodul transportiert. Da der Bedarf nur etwa 0,1 Liter Adblue pro 100 Kilometer beträgt, reicht das Volumen selbst bei höherer Belastung des Motors - etwa im Kurzstrecken- und Anhängerbetrieb - für rund 25.000 Kilometer. Somit kann das Nachfüllen im Rahmen des normalen Kundendienstes erfolgen, außerplanmäßige Service-Termine sind nicht erforderlich. Und wenn die Vorräte vorzeitig zu Ende gehen sollten, informiert die Elektronik den Fahrer darüber im Display.

Mercedes E 350 Bluetec mit 183 Gramm CO2-Ausstoß

Im Vergleich zum relativ durstigen Vorgänger (Testmittel 9,8 Liter/100 Kilometer) soll der E 350 Bluetec außerdem weniger verbrauchen als bisher, ECE-Durchschnittswert (7,0 Liter) und CO2-Ausstoß (183 g/km) liegen auf dem Niveau des konventionellen E 350 CDI. Allerdings macht sich die aufwendige Abgastechnik in 20 Kilogramm Mehrgewicht und einem Preisaufschlag von 2.380 Euro bemerkbar, den die fällige Steuerersparnis zumindest teilweise kompensiert.

E-Klasse mit Euro 6-Einstufung

Denn in dieser Version gehört die neue Mercedes E-Klasse - wie etwa der geliftete BMW 330d mit D-NOx-Kat - bereits zu jener Handvoll Autos, die die künftige Euro 6- Norm erfüllen und vom Fiskus gefördert werden. Vor allem ist es mit der weitgehenden Neutralisierung der Stickoxide gelungen, die letzte prinzipbedingt höher dosierte Abgaskomponente des Selbstzünders auf das Niveau eines Benziners zu bringen. Das ist besonders in Japan und den USA wichtig, wo wegen des traditionell geringen Dieselanteils diesbezüglich schon heute strengere Emissionsvorschriften als in Europa gelten.

Mercedes CDI-Typen bleiben bestehen

Mit der aktuellen Verbrauchs- und CO2-Diskussion sowie der Auszeichnung "World Green Car of the Year 2007" im Rücken sieht Mercedes jedenfalls gute Chancen, in diesen wichtigen Märkten den Boden für eine blühende Dieselkultur zu bereiten und gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Auch in Europa stehen die Zeichen auf möglichst saubere, zukunftssichere Motoren, weshalb Mercedes noch in diesem Jahr weitere Mercedes Bluetec-Modelle - zunächst in den großen Offroad-Baureihen - auf den Markt bringt. Aber der Fortschritt kommt selbst beim schwäbischen Auto- und Dieselpionier nur in Raten: Die konventionellen CDI-Typen laufen noch lange parallel weiter.

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