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Mercedes E-Klasse Facelift 2013

Erfolgsmodell wird überarbeitet

Mercedes E-Klasse Facelift 2013 Foto: Mercedes 47 Bilder

Mercedes hat der E-Klasse das teuerste Facelift der Firmengeschichte spendiert. Neben einer optischen Überarbeitung erhält das Modell der oberen Mittelklasse optimierte Motoren und neue Assistenzsysteme. Premiere feiert die aufgefrischte E-Klasse in Detroit.

13.12.2012 Thomas Gerhardt Powered by

Die Mercedes E-Klasse ist in der Mitte Ihres Lebenszyklus' angekommen und damit reif für eine Überarbeitung. Und geändert wurde reichlich. Wie die Kollegen von auto motor und sport aus Unternehmenskreisen erfuhren, betrugen die Entwicklungskosten der neuen E-Klasse fast eine Milliarde Euro. Ab Anfang 2013 wird das Erfolgsmodell der Schwaben mit einer neuen Optik - nahezu alle Blechteile wurden überarbeitet -, neuen Assistenzsystemen und neuen Motoren an den Start gehen. Seine Weltpremiere wird das E-Klasse-Facelift auf der Detroit Motor Show feiern.

Dort werden die Limousine als auch der Kombi vor allem an den neuen Scheinwerfern zu erkennen sein. Mercedes verzichtet bei der überarbeiteten E-Klasse nämlich auf das typische Vier-Augen-Gesicht und bringt künftig alle Funktionen inklusive Abblend- und LED-Tagfahrlicht in zwei Scheinwerfergläsern unter. Auf diese Art wird auch der neu geformte Stoßfänger von sämtlichen Lichtfunktionen befreit.

Mercedes E-Klasse mit kleinen Änderungen im Innenraum

Auch am Heck wird die überarbeitete Mercedes E-Klasse neue Rückleuchten tragen, die wesentlich größer dimensioniert sind, als noch beim aktuellen Modell. In der Seitenansicht wurde die Linienführung leicht verändert, die seitliche Zierleiste weiter nach unten verlegt. Die ausgestellten hinteren Radläufe fallen komplett weg.

Ungewöhnlich umfangreich wurde auch das Interieur der Mercedes E-Klasse überarbeitet. Die Instrumente wurden auf drei runde Analoguhren reduziert, die Geschwindigkeitsanzeige in der Mitte ist weiterhin mit einem Display bestückt, das fahrrelevante Informationen liefert. Lenkrad, Mittelkonsole und Lüftungsdüsen wurden leicht verändert. Ganz neu ist die aus der S-Klasse bekannte Analoguhr zwischen den beiden mittleren Lüftungsdüsen.

Mercedes E-Klasse kommt auch als Hybrid

Doch nicht nur an der Optik, auch bei den Motoren hat der Hersteller Hand angelegt. So wurden die Vierzylinder-Benzinmotoren teilweise überarbeitet und ein neuer Sechszylinder mit 333-Biturbo-PS in das Angebot aufgenommen. Außerdem hat Mercedes für die überarbeitete E-Klasse ein Hybrid-System angekündigt, das einen Vierzylinder-Diesel mit einem E-Motor verbindet und eine Systemleistung von 231 PS sowie ein maximales Drehmoment von 750 Nm bereitstellt. Alle Motoren werden weiterhin an ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder die Siebengang-Automatikbox gekoppelt, die über Schaltwippen am Lenkrad gesteuert werden kann.

Neuigkeiten hat Mercedes auch bei den Assistenzsystemen zu vermelden. Zahlreiche elektronische Helfer werden künftig von einer neuen Kamera-Generation versorgt, die mit einer Reichweite von 500 Metern nicht nur entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge, sondern auch an Kreuzungen den Querverkehr erfassen soll.

Alle Assistenzsysteme der Mercedes E-Klasse im Überblick:

Collision Prevention Assist - serienmäßig, soll über Radarsensoren drohende Kollisionen vorzeitig erkennen und die Verletzungsgefahr bei einem Auffahrunfall verringern.

Attention Assist - serienmäßig, soll den Fahrer vor Müdigkeit warnen und ihm gegebenenfalls eine Pause empfehlen.

Distronic Plus - optional, inklusive Lenkassistent, soll den Wagen in der Spur und einen gleichbleibenden Abstand zum Vordermann halten. Soll im zähen Verkehr oder im Stau dem Vorrausfahrenden folgen können.

Bremsassistent BAS Plus - optional, inklusive Kreuzungs-Assistent, soll auch Querverkehr und Fußgänger erkennen können und mit einer, an die jeweilige an die Situation angepassten Bremskraft, Kollisionen vermeiden.

Pre-Safe-Bremse - optional, soll Fußgänger erkennen und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h das Fahrzeug automatisch bremsen (falls nötig, bis zum Stillstand)

Pre-Safe-Bremse Plus - optional soll eine Heckkollision erkennen können und den Herannahenden durch eine frühzeitige Aktivierung der Warnblinker warnen. Außerdem soll das System das Fahrzeug auf eine Kollision vorbereiten und somit die Unfallfolgen verringern. Um Sekundärunfälle zu vermeiden, werden die Bremsen vollständig aktiviert.

Pre-Safe Impuls - optional, soll die vorderen Insassen im Falle eines Frontalcrashs mithilfe der Sicherheitsgurte vorzeitig nach hinten ziehen und somit das Verletzungsrisiko oder die Verletzungsschwere reduzieren.

Aktiver Spurhalte-Assistent - optional, überwacht den "toten Winkel neben dem Fahrzeug und soll nun auch von Gegenverkehr belegte Nachbarspuren erkennen können. Bei einer drohenden Kollision soll das System unbeabsichtigtes Spurverlassen durch einseitiges Bremsen verhindern können.

Adaptiver Fernlicht-Assistent Plus - optional, Dauerfernlicht-Funktion, das den Gegenverkehr automatisch aus dem Lichtkegel ausblenden soll.

Park-Assistent - optional, soll automatisches Einparekn in Quer- oder Längsparklücken ermöglichen. Der Fahrer muss dabei lediglich den Gang einlegen und selbsständig Gas geben und bremsen.

Verkehrszeichen-Assistent - soll neben Geschwindigkeitsbegrenzungen nun auch Überholverbote und die jeweiligen Aufhebungsschilder erkennen und im Zentraldisplay anzeigen können.

360-Grad-Kamera - soll eine komplette Übersicht um das Fahrzeug in der Vogelperspektive gewähren und den Fahrer beim Ein- und Ausparken oder Rangieren unterstützen.

Ausstattungslinien an der Front erkennbar

Als Sonderausstattung bietet Mercedes für die neue E-Klasse weiterhin die beiden Linien Elegance und Avantgarde an. Eine Besonderheit hierbei ist, dass die gewählte Ausstattungslinie am Gesicht der E-Klasse zu erkennen sein wird. Mit der Elegance-Linie trägt die Mercedes E-Klasse den klassischen Kühlergrill mit drei Lamellen und Stern auf der Motorhaube. Die Linie Avantgarde kommt mit Zwei-Lamellen-Grill, der den Stern in der Mitte trägt.

Markteinführung im März 2013

Bestellbar wird die neue Mercedes E-Klasse ab Mitte Januar sein, zu den Händlern rollt das Modell der oberen Mittelklasse ab März 2013. Im Juni sollen dann die überarbeiteten Versionen von Coupé und Cabrio folgen. Über eine eventuelle Preisanhebung macht der Hersteller noch keine Angaben.

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