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Mercedes E-Klasse und BMW 5er

Modellpflege für die Business-Class

Mercedes E-Klasse, BMW 5er, Modellpflege 2013 Foto: Christian Schulte 33 Bilder

Im nächsten Jahr steht die Business-Class voll unter Strom: Erst bringt Mercedes eine sehr umfangreiche Modellpflege für die E-Klasse, im Herbst zieht BMW mit einem renovierten Fünfer nach.

22.08.2012 Birgit Priemer

Für die zweite Lebensphase frischt Mercedes seine Modelle normalerweise mit ungewöhnlichem Zartgefühl auf: Botox-Bomben oder Hyaluronsäure-Behandlungen, mit denen sich Hollywood-Stars für die reiferen Jahre rüsten, fallen aus. Wenige Striche müssen in der Regel reichen, um den Blick wieder wacher erscheinen zu lassen. Doch dieses Mal ist alles anders: Die überarbeitete Mercedes E-Klasse, die im Frühjahr 2013 kommt, hat eine so umfangreiche Frischzellenkur hinter sich, wie sie sich sonst nur Madonna & Co. gönnen: Augen, Nase, Kinn - alles geliftet.

Die Zeit des Vier-Augen-Gesichts ist damit fast vorbei, die bisher von lackiertem Blech separierten Doppelscheinwerfer stecken künftig unter einem gemeinsamen Deckglas. Warum? Weil Mercedes bei der Mercedes E-Klasse weg will von der kantigen, zerklüfteten Form, die noch unter Leitung des vormaligen Designchefs Peter Pfeiffer entstand und nicht besonders gut ankam: Im Vergleich mit den Absatzzahlen des Hauptrivalen BMW 5er sieht man, welche Spuren diese Designstrategie hinterlassen hat.

Tiefgreifende Veränderungen für Mercedes E-Klasse

Jetzt also renoviert Mercedes die komplette Front, stellt den Chromgrill steiler in den Wind und lässt ihn ganz selbstbewusst noch etwas wachsen. Den mittleren Lufteinlass darunter haben die Designer verkleinert und die Enden rechts und links so hochgezogen, dass der Ausdruck eines Lächelns entsteht. Schwarze Lamellen darin sorgen für stärkere Kontraste - wie ein Hauch Lipp-Gloss.

Auch an den Flanken der Mercedes E-Klasse gibt es tiefgreifende Änderungen, selbst die hinteren Bleche der Fondtüren von Limousine und T-Modell sind neu gestaltet. So wird die hintere Sicke nicht mehr vor den Radhäusern nach unten gezogen, sondern gerade nach vorn verlängert. Sie verläuft allerdings weiterhin etwas unterhalb der Kante auf Höhe der Türgriffe. Hinten fallen vor allem die abgerundete Heckscheiben-Unterkante sowie die Rückleuchten mit modifizierter Farbgebung auf: Sie strahlen künftig großflächig rot mit integrierten Lichtstreifen, von denen der untere grau gehalten ist.

Neue Technik in Mercedes E-Klasse vor S-Klasse

Von einer grauen Maus bleibt die Mercedes E-Klasse aber weit entfernt - sowohl optisch als auch technisch. Schließlich wird sie in Sachen Assistenzsysteme noch vor der neuen Mercedes S-Klasse fit gemacht, die erst im Sommer 2013 in den Handel geht. So wird hier wie dort eine 360-Grad-Kamera angeboten, die eine lückenlose Überwachung des Fahrer-Umfeldes ermöglicht. Mit Hilfe dieser Technik kann außerdem Pre-Safe erkennen, ob ein Seitenaufprall droht. Im Notfall werden dann spezielle Luftkammern in den äußeren Seitenwangen der Vordersitze aufgeblasen und die Frontpassagiere durch diesen Impuls um bis zu 50 Millimeter zur Mitte hingerückt, was die Folgen des Aufpralls mildern soll.

Ein Kreuzungsassistent ermittelt zudem via WLAN, ob die Straße in diesem Bereich frei ist und weist frühzeitig darauf hin, dass zum Beispiel ein Rettungsfahrzeug naht, das der Fahrer noch nicht sehen kann. Der adaptive Fernlichtassistent blendet hingegen den Gegenverkehr aus dem Lichtkegel aus, die Distronic hält die Spur und den Abstand zum Vorausfahrenden, und mittels Radar können Objekte auch von hinten erkannt werden. Und dann gibt es noch die Car-to-Car-Kommunikation: Durch Datenübertragung erfährt der Fahrer der neuen Mercedes E-Klasse – und 2013 auch der der S-Klasse - automatisch, wenn die einprogrammierte Strecke etwa durch Glatteis, Starkregen oder gar ein Hindernis beeinträchtigt ist.

Weitere Innovationen brauchen noch etwas länger bis zum Serienstart. Zum Beispiel der Beltbag als Kreuzung aus Gurt und Airbag, der mit seinem breiteren Band hilft, Unfallfolgen zu mildern. Und wer viel Wert auf Komfort legt, kann später das adaptive Fahrwerk namens Magic Carpet ordern, das die Straße im Vorfeld detektiert und die Feder-Dämpfer-Einheit darauf abstimmt. Bei den Motoren der Mercedes E-Klasse darf es dagegen ruhig etwas kleiner sein: An der Basis kommt der 1,6-Liter-Vierzylinder aus A- und B-Klasse zum Einsatz, der im E 200 156 PS leistet. Eine Sparversion des E 200 CDI (136 PS) soll übrigens den CO2-Ausstoß der Oberklasse-Limousine auf unter 100 g/km drücken.

BMW 5er Modellpflege zur IAA 2013

Davon ist der BMW 5er derzeit noch ein ganzes Stück entfernt: Der 520d Efficient Dynamics Edition kommt auf 119 g/km, der BMW Active Hybrid 5 auf 149 g/km. Doch mit dem zur IAA 2013 anstehenden Facelift dürften diese Werte noch einmal nach unten gedrückt werden. Weiteres Downsizing ist also auch hier zu erwarten, selbst wenn BMW-Fans alter Schule das nicht gerne hören. Als Nachfolger des BMW 535i kommt der 540i mit einem 320 PS starken Dreiliter-Sechszylinder, und der 4,4-Liter-V8 im 550i erstarkt von 407 auf 450 PS. Auf der Dieselseite mutiert der 535d zum 540d, bleibt in der Leistung (313 PS) jedoch unverändert.

Die Veränderungen am Außendesign des BMW 5er sind ähnlich marginal: Optional gibt es Scheinwerfer mit Voll-LED, und die Tagfahrlichter werden markanter gestaltet, um den Gesichtsausdruck zu schärfen. Dazu noch geänderte Frontschürzen und in die Außenspiegel verlegte Blinker - das war es dann weitgehend. Die Multimedia-Fans dürfen sich gleichwohl über weitere Zutaten und Funktionen freuen. Schöne, teure Extras wie ein großer, gestochen scharfe Bilder und 3D-Grafiken liefernder Monitor, ein verbessertes Entertainment-System für die Fondpassagiere, Sprachsteuerung mit Vorlese- und Diktierfunktion sowie ein überarbeitetes Head-up-Display sollen die Freunde der Bits und Bytes anlocken.

Instrumentendisplay wie im im 7er

Bereits in diesem Herbst hält ein frei konfigurierbares Instrumentendisplay auf der Optionsliste des BMW 5er Einzug. Damit lässt sich zum Beispiel die Differenz zwischen der eigenen Fahrgeschwindigkeit und dem aktuellen Tempolimit grafisch darstellen. Außerdem erscheinen je nach gewähltem Fahrmodus unterschiedliche Tipps: In der Stellung Eco-Pro beispielsweise gibt es Informationen über den momentanen Spritverbrauch oder die per Rekuperation zurückgewonnene Energie. Spartipps in Blau sollen motivieren, vorausschauend zu fahren.

Darüber hinaus bietet BMW ab September auch für den 5er eine Überholverbotsanzeige und das Bang & Olufsen-Soundsystem wie im gelifteten 7er an. Das Nachtsichtgerät wird um einige Warnstufen ergänzt, aber die Wärmebildkamera, die Menschen sowie Tiere erfasst und per Spotlight sichtbar macht, zieht erst mit dem Facelift im Herbst nächsten Jahres ein. Grund genug also, sich auf ein spannendes Jahr 2013 zu freuen, und das nicht nur für die Hersteller und Fahrer von Mercedes E-Klasse und BMW 5er. Denn sicher ist, dass auch ihr Umfeld und die Umwelt von dem Plus an Sicherheit und Sparsamkeit profitieren werden.

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