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Mercedes gegen BMW - die Modellzukunft im Vergleich

Neuheiten-Feuerwerk der Premiumanbieter

Mercedes gegen BMW Foto: Christian Schulte 15 Bilder

Das Duell zwischen BMW und Mercedes geht in  eine neue Runde. Das Revier der viertürigen Coupés  hat BMW bislang seinem Erzrivalen überlassen. Das soll nun anders werden: Die Studie Gran Coupé gibt einen Ausblick auf einen CLS-Konkurrenten.

03.06.2010 Birgit Priemer

China-Böller gibt es eigentlich nur zu Silvester, China-Kracher dafür in diesem Jahr schon im April: Auf der Peking Motor Show setzten Mercedes mit dem CLS Shooting Break und BMW mit dem Gran Coupé gleich zwei Luxusliner pompös in Szene - wohl wissend, dass Chinesen alles lieben, was bunt ist und glitzert.

Beide Marken überzeugen mit neuen Modellen

Dabei handelt es sich in beiden Fällen in der Tat um echte Raketen: Jeweils rund fünf Meter lang, heckgetrieben, mit edler Ausstattung, rahmenlosen Seitenscheiben und dicken Chromumrandungen - so wollen die zwei deutschen Premiumhersteller nicht nur im Reich der Mitte Eindruck schinden. Mercedes hat mit dem aktuellen CLS bereits vorgemacht, dass viertürige Coupés mit ihrem stilvollen Auftritt auch hierzulande eine attraktive Alternative zu den oft langweiliger geformten Limousinen sein können. Deshalb präsentiert die Marke mit dem Stern bereits im Herbst auf dem Pariser Autosalon die zweite Generation, der 2012 erstmals eine Shooting Break-Variante mit kombiähnlichem Heck folgt. Die Zeitreise von BMW sieht anders aus:  Ebenfalls in Paris Ende September steht die zweitürige Version des BMW Gran Coupé, die 2011 als Nachfolger des BMW 6er auf den Markt kommt. 2012/2013 wird dann der Viertürer auf Kundenfang  gehen - der sich bis dahin allerdings beachtlicher Konkurrenz ausgesetzt sieht: Schon zum Jahresende besetzt Audi dieses Segment mit dem A6-Ableger A7.

Neue Sicherheitsyteme im Mercedes CLS

Mercedes verwöhnt CLS-Fahrer mit allen Sicherheitssystemen aus E- und S-Klasse inklusive Notbremsassistent und Nachtsichtgerät und setzt hier die neuen Move-Motoren ein, die mit Piezo-Injektoren der dritten Generation und strahlgeführter Direkteinspritzung besonders sparsam sein sollen. In den Varianten CLS 350 (306 PS) und CLS 500 (435 PS) werden sie zudem mit Start-Stopp- und Siebengang-Automatik kombiniert. BMW setzt dagegen auf acht Fahrstufen und bietet das große Coupé mit Reihensechszylinder und V8-Motoren zwischen 204 und 407 PS an. Beiden Konkurrenten gemeinsam ist übrigens der Einsatz von LED-Technik in den Scheinwerfern und Rückleuchten.

Heller strahlen wollen beide Marken allerdings auch in den volumenstärkeren Segmenten. 2011 startet Mercedes schon im ersten Quartal mit der überarbeiteten C-Klasse, die ein ungewöhnlich umfangreiches Facelift erhält. Neu geformte Scheinwerfer und eine stärkere Zupfeilung des Grills deuten bereits an, dass die modellgepflegte Version mit allen elektronischen Helferlein der E-Klasse ausgestattet wird: Toter-Winkel-Assistent, Müdigkeitsüberwachung, Spurwechselassistent und automatisch nach vorne klappende Kopfstützen können künftig geordert werden. Neu sind außerdem die Einführung der Start-Stopp-Technologie sowie der Siebenstufen-Automatik auch für die Vierzylinder-Modelle.

BMW kontert 2011 zunächst mit dem neuen 1er und hält 2012 mit der Neuauflage des 3er gegen. Der wächst in der Länge um fünf und im Radstand um vier Zentimeter und bekommt Vierzylinder-Motoren aus der PSA-Kooperation. Die Zweiliter-Turbos sollen bis zu 245 PS leisten und die kleineren Sechszylinder wie im aktuellen 325i mit 218 PS ersetzen. Natürlich gibt es den BMW 3er in den höheren Ausbaustufen weiter mit sechs Töpfen, geplant sind der 328i (258 PS) und der 335i (306 PS).

Mercedes bringt die neue A und B Klasse

Die Basisarbeit übernimmt der BMW 316i mit einem 1,6-Liter-Vierzylinder, der aus dem Mini stammt, die Diesel bleiben dagegen unverändert. Analog zum 5er plant BMW den Ausbau des Modellprogramms  um eine 3er GT-Variante. Mercedes zeigt dafür schon im Frühjahr des  nächsten Jahres auf dem Genfer Autosalon eine zweitürige C-Klasse, die schlicht C Coupé genannt wird und nicht mehr CLK. Klingt nach einer klassischen Patt-Situation, ist es aber nicht: Beim Ausbau des zuwachsträchtigen Kleinwagensegments liegt Mercedes um mehr als eine Nasenlänge vorn. Auf der IAA 2011 steht die neue B-Klasse, auf deren Plattform künftig die nächste A-Klasse (2012), der kleine Geländegänger mit der Bezeichnung GLC und das Coupé CLC aufbauen.

BMW mit neuen Umweltkonzepten

BMW plant als Gegengewicht einen frontgetriebenen City-Flitzer, aber dessen erster Ausläufer dürfte nicht vor 2014 zu sehen sein - exakt in dem Jahr also, in dem auch das Umweltauto Projekt i als Mega City Vehicle mit E-Antrieb ins Rennen geht.  Den Smart gibt es dagegen schon ab 2011 in einer elektrifizierten Variante zu kaufen, der Nachfolger geht 2012 als Zwei- und 2013 als Viersitzer mit hinteren Schiebetüren in den Handel. Nach der Kooperationsvereinbarung mit Renault wird es von beiden Varianten übrigens auch einen französischen Ableger unterhalb des Twingo geben. Das spart Mercedes Entwicklungskosten und hilft, das lange defizitäre Konzept in die schwarzen Zahlen zu bringen.

BMW baut das Mega City Vehicle dagegen ohne Kooperationspartner aus der Autoindustrie. Weil der rund vier Meter lange Stadtflitzer aber leicht werden soll, will die Marke gemeinsam mit SGL Carbon Karbonfasern produzieren.

Die Reichweite des E-Autos mit Lithium-Ionen-Batterie beläuft sich auf 160 Kilometer, gefertigt wird es im Werk Leipzig. Wie Mercedes will BMW eine ganze Modellfamilie auf Basis des Projekts i begründen, und wenn es dann noch zusätzlich eine Frontantriebsplattform unterhalb des 1er gibt, bekommt auf dieser Basis auch der Mini Nachwuchs. Die Investitionen in die Zukunft sind bei BMW und Mercedes also gigantisch. Prestigeobjekte wie der Mercedes CLS und das BMW Gran Coupé sollten deshalb über eines nicht hinwegtäuschen: Künftig kommen besonders die Kleinen im Portfolio ganz groß raus.

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