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Mercedes GLC F-Cell

Ab 2017 als Brennstoffzellen-Plug-in

Mercedes TecDay Road to the Future 2016 Foto: Daimler/Dirk Weyhenmeyer 27 Bilder

Mercedes setzt in Zukunft noch stärker auf alternative Antriebe und baut die Reichweiten aus: Die S-Klasse fährt künftig 50 Kilometer rein elektrisch.

11.06.2016 Birgit Priemer 3 Kommentare

Schon 2017 soll es soweit sein: Dann startet der Mercedes GLC in einer einzigartigen Kombination von Brennstoffzelle und extern nachladbarer Batterie – als so genannter GLC F-Cell. Der SUV soll in dieser Version auf eine Reichweite von rund 500 Kilometer kommen, der Wasserstoff kann in rund drei Minuten getankt werden. Die Antriebseinheit wurde so kompakt entwickelt, dass sie unter die konventionelle Motorhaube des GLC passt. Gegenüber vorherigen Brennstoffzellenmodulen fällt der benötigte Bauraum rund 30 Prozent kleiner aus, die Systemleistung steigt um 40 Prozent und der Platinanteil schrumpft um sage und schreibe 90 Prozent. Dadurch konnten die Kosten signifikant gesenkt werden. Als Energiequelle für den E-Motor dient eine 9-kWh-Lithiumionen-Batterie.

Vorteil gegenüber konventionellen Brennstoffzellen-Autos: Dank des E-Motors kann der GLC auch Rekuperieren (rein elektrische Reichweite: 50 Kilometer), also Energie beim Bremsen zurückgewinnen. Und die Batterie kann bequem zu Hause oder am Arbeitsplatz geladen werden, während das Netz an Wasserstofftankstellen mit 34 Zapfstationen in Deutschland aktuell noch sehr dünn ist. Nach internen Plänen sollen vom Mercedes GLC F-Cell jährlich etwa 1.000 Einheiten verkauft werden.

Mercedes TecDay Road to the Future 2016Foto: Daimler/Dirk Weyhenmeyer
Teilelektrisch unterwegs: Mercedes GLC 350 e Coupé.

Mercedes S 500 e mit 50 Kilometer elektrischer Reichweite

Mit der Modellpflege der S-Klasse im nächsten Jahr wird auch hier die Reichweite des Plug-in-Modells erhöht: Der S 500 e bringt es dann auf 50 statt wie bisher 30 Kilometer elektrische Reichweite und kann dann auch induktiv, also über eine Platte unter dem Wagenboden geladen werden. Daimler-Vorstand Thomas Weber sieht damit aber noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht: Durch weitere Verbesserungen der Lithiumionen-Technologie sind Reichweiten von 80 bis 100 Kilometer denkbar.

Mercedes TecDay Road to the Future 2016Foto: Daimler/Dirk Weyhenmeyer
Bisher gibt es nur 34 Wasserstofftankstellen in Deutschland (Stand Juni 2016).

Studie: Mercedes-Limousine mit zwei E-Motoren und 500 Kilometer elektrischer Reichweite

Daimler plant zudem in den nächsten zwei Jahren ein Investment von über sieben Milliarden Euro in die so genannten „;;grünen“;; Technologien und wird alle Varianten der Smart-Modellpalette (Zweisitzer, Viersitzer, Cabrio) in einer E-Version anbieten. Premiere der E-Smarts: der Pariser Auto Salon im Oktober. Dort wird auch die Studie einer großen Mercedes-Limousine gezeigt, die über einen E-Motor an der Hinter- und einen E-Motor an der Vorderachse verfügt und auf eine elektrische Reichweite von rund 500 Kilometer kommt. Dieses reine E-Auto geht aber nicht vor 2020/21 in den Verkauf. Dazu Entwicklungsvorstand Thomas Weber: „;;Dass Fahrzeuge mit alternativen Antrieben irgendwann zum gewohnten Anblick auf unseren Straßen werden, steht seit langem außer Frage.“;;

Mercedes TecDay Road to the Future 2016Foto: Daimler/Dirk Weyhenmeyer
Mercedes setzt vermehrt auf eine Elektrifizierung des Antriebsstrangs.

Nach Markteinführung der neuen Dieselgeneration (OM 654) im E 220 d, mit dem die Verbräuche gegenüber dem Vorgänger um rund 13 Prozent gesenkt werden konnten, folgt im nächsten Schritt 2017 die neue Benzingeneration: Als Reihensechszylinder (M 256) mit integriertem Starter-Generator (ISG), 48-Volt-Bordnetz und nun auch bei den Benzinern mit Partikelfilter. Diese Technologie rollt Mercedes im nächsten Jahr ebenfalls im Zuge der S-Klasse-Modellpflege aus.

Neuester Kommentar

Wenn Wasserstoff aus überschüssiger erneuerbarer Energie hergestellt wird, dann ist das Wasserstoffauto eine super Sache.

Wenn nicht ist die Energiebilanz so schlecht, dass ein Wasserstoffauto 3 mal so viel Energie pro Kilometer braucht, wie ein reines Elektroauto mit Akku.
Dazu kommt, das ein Wasserstoffauto, dessen Wasserstoff mit dem deutschen Strommix erzeugt wird, das Wasserstoffauto 3x so dreckig macht, als einen Verbrenner.
Und der Preis von ca. 9€/kg, bei 1kg/100km bedeutet 9€/100km.
Jeder Diesel oder jedes Elektroauto brauchen da weniger als die Hälfte.

Einzig das extern nachladbar hat Mercedes bis jetzt als einziger, oder?
Aber die Angabe von Wasserstofftankstellen mit 34 Zapfstationen in Deutschland ist doch zu Hoch, oder?

Dann die Erhöhung der elektrischen Reichweite der S-Klasse von 30 auf 50km. Klasse.

Und zu guter Letzt kündigt Mercedes ein Elektroauto mit 500km Reichweite für 2021 an.
Andere Hersteller verkaufen das schon seit 2012.

Da sich die anderen Hersteller von Chademo und Tesla Supercharger distanzieren und CCS haben wollen, bin ich gespannt, wie sich das Ladenetzwerk bis dahin entwickelt hat.
Natürlich auf Kosten der Steuerzahler.
Denn das baut nicht Mercedes und Co nicht selbst, sondern der Staat soll das für sie tun.
Auch interessant, wie es außerhalb von Deutschland funktioniert.
Ein anderer Hersteller macht es ja weltweit selbst und zwar einheitlich, wird dafür aber "ausgelacht".

KaJu74 16. Juni 2016, 08:48 Uhr
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