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Mercedes GLK auf der SEMA

Krasse Benze

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Mercedes zeigt auf der Tuningmesse SEMA in Las Vegas vier GLK-Studien, die allen Traditionalisten die Haare zu Berge stehen lassen.

25.10.2008 Powered by

Mercedes-Benz – die traditionsreichste Marke überhaupt. Der Erfinder des Automobils. Die wahrscheinlich seriöseste Automarke der Welt. Vergessen Sie’s. Zur nächsten Automesse präsentieren die Schwaben auf dem offiziellen Mercedes-Stand vier Studien, die uns Deutsche – je nach Geschmack – kreischen lässt oder jubeln oder zusammenzucken oder träumen. Auf jeden Fall: staunen. Aber bei der Automesse handelt es sich auch nicht um eine der seriösen Salons, wie sie in Los Angeles und Detroit, Paris und Genf, Frankfurt und Tokio stattfinden. Sondern um die Messe der Special Equipment Market Association – die Tuning-Show SEMA in Las Vegas, 4. bis 7. November 2008. Hier ist jedes Ausstellungsstück mindestens eigenartig, meistens verrückt. Und Mercedes will da natürlich nicht als Spaßbremse dastehen, sondern präsentiert vier Versionen seines neuen GLK – schließlich wird der Mercedes GLK von Januar 2009 an in den USA verkauft. Nur zur Beruhigung: Keine der vier Studien wurde von Mercedes selbst gemacht, keine wird so in Mercedes-Autohäusern verkauft, alle sind Ergebnisse einer Ausschreibung unter Tunern. Fangen wir mit dem harmlosesten GLK an: dem Widestar vom Tuner Brabus aus Bottrop. Brabus macht mit dem GLK, was Brabus mit allen Mercedes macht: schwarzer Lack, Tieferlegung, riesige Räder, Aerodynamik-Anbauteile rundum, kleine Zusatzleuchten – in diesem Falle auch oberhalb der Windschutzscheibe. Beim GLK kommen noch Luftauslässe hinter den breiten vorderen Radläufen und dunkel verspiegelte Scheiben dazu. Wer jetzt aber das schnellste Kompakt-SUV der Welt erwartet, wird enttäuscht: Unter der Haube nagelt der serienmäßige Dreiliter-Diesel des GLK 320 CDI. Stufe zwei: Da wird’s schon schneller. Die rote Studie ist der GLK Pikes Peak Rally Racer von der Tuningbude RENNtech aus Lake Parc (Florida). Pikes Peak? Ja, das ist das legendäre Bergrennen, bei dem brutal motorisierte Rennwagen die Schotterpisten zum Pikes-Gipfel im US-Staat Colorado hinaufstürmen. Und danach sieht der Pikes Peak Rally Racer auch aus: klaffende Lufteinlässe an der Front und vor den Hinterrädern, Spoiler, Schweller, Räder, Spiegel und Dach in Mattschwarz, Sponsorenaufkleber – und ein Heckflügel wie einst bei Walter Röhrls Audi S1. Unter der teils schwarzen Haube rumort der 3,5-Liter-V6 aus dem GLK 350, unterstützt von einem Hybridmodul, das Extra-Power bringen soll. Stufe drei: der einigermaßen geländetaugliche GLK Rock Crawler. Das weiße Surfmobil mit den Zusatzscheinwerfern auf dem Dach kommt von der Firma Legendary Motors aus Ontario (Kanada), die sich eigentlich auf die Restaurierung amerikanischer Muscle Cars spezialisiert hat. Der Rock Crawler mit 3,5-Liter-V6 ist die Bretter-Bude unter den Studien: optimiert für Sportler, die sich am liebsten auf Brettern bewegen. So lässt sich ein künstlicher Kantstein aus Edelstahl aus dem Schweller hervorschwenken, auf dem Skateboarder entlangschlittern können, und eine Seilwinde am Heck verleiht Wakeboardern den nötigen Schwung auf dem Wasser. En solider Dachgepäckträger für Surfbretter und dergleichen ist Ehrensache. Auf Stufe vier dürften HipHop-Künstler und die, die es sein wollen, am meisten abfahren – einerseits bringt der GLK Urban Whip („städtische Peitsche“) scharfe Kanten, überdimensionierte Maschendraht-Grills, hochglanzpolierte 26-Zoll-Räder und DVD-System mit, also genau das, was zum Standardrepertoire jedes besseren HipHop-Videos gehört. Andererseits ermöglicht die Cabrioversion mit kurzer Speedster-Frontscheibe, unbehindert mit den Armen zu schlackern, während man in die weitwinklige Kamera rappt. So weit hat die Tuningfirma Boulevard Customs aus St. Petersburg (nein, nicht Russland, sondern Florida) alles richtig gemacht. Aber einen entscheidenden Nachteil hat die Studie Urban Whip: Sie ist zu klein. Wenn der Gangsta-Rapper auf der Rücksitzbank noch rechts und links je ein Chick im Bikini mitnehmen will, dürfte es uncool eng werden.

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