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Mercedes-Jobabbau

Doppelte Freiwilligkeit

Foto: dpa

Bei Abbau der 8.500 Stellen bei Mercedes gilt das Prinzip der "doppelten Freiwilligkeit". Darauf haben Betriebsrat und Unternehmen am Donnerstag (29.9.) hingewiesen. Das bedeutet, dass kein Mitarbeiter zum Gehen gezwungen werden kann. Außerdem hat kein Mitarbeiter einen Anspruch darauf, das Unternehmen mit der angebotenen Abfindung zu verlassen.

29.09.2005

Damit kann sich Daimler-Chrysler auch davor schützen, dringend benötigte Mitarbeiter mit hohen Fachkenntnissen zu verlieren.

Bis zum späten Vormittag liefen in mehreren Werken, so auch im größten Produktionswerk in Sindelfingen Betriebsversammlungen. In Sindelfingen trafen sich mehrere tausend Mitarbeiter, um den Mercedes-Chef Dieter Zetsche zu hören. Bis zum späten Vormittag waren noch keine konkreten Zahlen dafür bekannt, wie die einzelnen Abteilungen und Werke von dem Abbau betroffen sind. In der Mercedes Car Group arbeiten in Deutschland rund 93.000 Mitarbeiter. Rund 77.000 von ihnen arbeiten in den Fertigungsbetrieben.

Daimler-Chrysler hat für den Abbau der 8.500 Mitarbeiter eine Belastung für den Konzern in Höhe von 950 Millionen Euro errechnet. Der Personalabbau darf ausschließlich durch sozialverträgliche Maßnahmen erfolgen, heißt es in der Rahmenvereinbarung, die zwischen Unternehmensleitung und Betriebsrat vereinbart wurde. So seien auch die Konditionen für eine Frühpensionierung, für freiwillige Ausscheidungsvereinbarungen, Teilzeit und für ein Sabbatical
(Ausscheiden mit Wiedereinstellungszusage) vereinbart worden.

Sindelfingen: 3.100 Jobs weg

Der geplante Stellenabbau trifft das Werk Sindelfingen am härtesten. Dort sollen rund 3.100 Stellen gestrichen werden, wie ein Sprecher des Daimler-Chrysler-Konzerns am Donnerstag in Stuttgart sagte. Im Werk Sindelfingen arbeiten heute 31.100 Mitarbeiter. In Bremen werden 2.700 und in Stuttgart-Untertürkheim 1.100 Stellen gestrichen. Weniger betroffen ist das Werk Rastatt, wo von 6.400 Arbeitsplätzen lediglich 200 wegfallen sollen. In Hamburg müssen nur 80 Mitarbeiter von insgesamt 2.400 gehen. In Berlin-Marienfelde trifft es 100 von 2.900 Beschäftigten. Rund 600 Mitarbeiter im Vertrieb werden abgebaut. Der Rest entfalle auf produktionsnahe Bereiche wie etwa Entwicklung oder Planung.

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