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Mercedes Me auf dem Genfer Autosalon 2014

Serviceleistungen unter einem Dach

Mercedes Group Night Genf 2014 Foto: Mercedes 16 Bilder

Normalerweise stehen am Vorabend des Genfer Autosalons bei Mercedes echte Fahrzeugpremieren im Mittelpunkt. Das war dieses Mal anders. Im Vordergrund stand ein neues Servicekonzept.

04.03.2014 Birgit Priemer

Zu Beginn des Mercedes-Programms am Vorabend des Genfer Autosalons war zunächst einmal gar kein Auto auf der Bühne zu sehen. Daimler-Boss Dieter Zetsche beschäftigte sich auch nur kurz mit dem erfolgreichen Jahresauftakt der Marke, bevor er sich einem anderen Thema widmete - der Zukunft des Autos: "Die Konnektivität spielt eine immer größere Rolle. Und auf dieses Basis können die Autos mehr und mehr autonom fahren. Das sind wichtige Trends." Und: Platz wird in den Städten immer kostbarer: "Vielleicht haben Sie es ja selbst schon gehört: In Boston ist jetzt ein einzelner Parkplatz verkauft worden - für mehr als eine halbe Millionen Dollar. Dafür hätte man sich eine Menge U-Bahn-Tickets kaufen können.

Mercedes Me reagiert auf neues Mobilitätsverhalten

Den veränderten Mobilitätsbedürfnissen der jüngeren Generation will Mercedes nun Rechnung tragen - und gibt die Gründung der neuen Submarke "Mercedes me" bekannt.

Nach eigenen Angaben eine Dienstleistungsmarke, was zunächst nicht so richtig attraktiv klingt – zumindest nicht in Zusammenhang mit einer Automarke. Dabei könnte es sich als cleverer Schachzug von Mercedes erweisen, jetzt alle Angebote rund um die Themen Mobilität, Finanzierung, Wartung und Fahrzeugkauf zu bündeln und über eine digitale Plattform zugänglich zu machen. Apples Idee mit dem App-Store lässt grüßen – darum geht es hier nämlich.

Kunden brauchen eine ID

Wenn die Technik (Start ist im April) komplett steht, dann genügt dem Kunden eine ID, um sich darüber aller Dienstleistungen zu bedienen. Übers Smartphone oder Tablet kann dann ein Cae2go genauso geordert werden, wie ein Finanzierungskonzept abgefragt oder der aktuelle Wartungsstand des eigenen Autos eingesehen werden. Mercedes me gliedert sich in die fünf Bereiche "move me", "connect me", "assist me", "finance me" and "inspire me". Damit kristallisiert sich auch immer deutlicher heraus, dass Mercedes ganz besonders in Sachen Mobilität immer stärker in Geschäftsfelder investiert, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem Autokauf stehen müssen. Die Idee dahinter: Auch Menschen Zugang zur Marke verschaffen, die bislang keinen Mercedes oder Smart fahren.

Move me

Unter dem Stichwort "move me" versteckt sich die Mercedes-App moovel, über die bereits heute nicht nur ein Car2go-Auto gebucht werden kann, sondern alternativ ein Taxi (über MyTaxi), ein Fahrrad oder ein Angebot des Fernbusanbieters Flixbus in Anspruch genommen werden.

Connect, assist und finance me

Mit Hilfe des Service "connect me" kann sich der Kunde überall und jederzeit direkt mit seinem Auto verbinden. Über Remote online kann er so beispielsweise checken, wo sein Auto steht, ob er es wirklich verriegelt hat und wie viel Sprit er noch im Tank hat. Außerdem kann er das Unfall-, Wartungs- und Pannenmanagement der der Marke in Anspruch nehmen. Über "assist me" kann man Servicekosten kalkulieren lassen, Wartungstermine buchen und überhaupt online den Mercedes-Händler seiner Wahl ausfindig machen. Und "finance me" zeigt dem Kunden sein persönliches Finanzierungskonzept auf und macht ihn rechtzeitig darauf aufmerksam, wenn er ein neues Leasingmodell benötigt.

Inspire me

Unter diesem Stichwort gibt Mercedes Einblick in die Welt der Forschung und Entwicklung, neuer Technologien und Mobilität. Im Prinzip soll hier eine neue Community entstehen, die es dem User viel früher als bislang möglich machen soll, mit Entwicklern und Experten zu diskutieren und die eigene Meinung zu neuen Konzepten kund zu tun.

Los geht’s im April und dann werden schrittweise auch die Mercedes-Stores in den Metropolen dieser Welt in "Mercedes me" umbenannt. Unter www.mercedes.me kann man sich dann eine personalisierte Mercedes-ID erstellen lassen.

Ist Mercedes also künftig mehr an Car-Sharern und Bloggern und weniger an klassischen Kunden interessiert? Wohl kaum. Zum Schluss durfte schließlich doch noch das neue S-Coupé seine Premiere feiern. Aber vielleicht gibt es Kunden, die sich erstmals ein Finanzierungskonzept für den luxuriösen Zweitürer erstellen lassen. Und da tun sich dann möglicherweise ganz neue Welten auf.

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