Mercedes
Nutznießer der CLK-Neupositionierung ist auch die C-Klasse, für die es in Zukunft weitere Karosserievarianten geben wird: Geplant ist ein C-Klasse Cabrio, unter dem offenen CLK positioniert und als Viersitzer mit klassischem Stoffverdeck konstruiert. Dieses Modell gehört zu den Vorboten einer neuen Mercedes-Strategie.
Ihr Ziel: angesichts der anhaltenden CO2-Diskussion das Premiumsegment im unteren Bereich des Programms konsequent weiter auszubauen. Davon profitieren der Smart, den es künftig als E-Auto geben wird, und die A/B-Baureihe, die bis hin zu einem viertürigen Coupé erweitert wird. Das C-Klasse Cabrio bekommt ein dickes mehrlagiges Verdeck und konkurriert ab 2011/2012 gegen den offenen Audi A5 und das BMW Dreier Coupé-Cabriolet. Auch hier reicht das Angebot von sparsamen Benzinern über eine Brennstoffzellen- Variante nach 2015 bis hin zu einem C 63 AMG, der in zwei bis drei Jahren mit Start-Stopp-Automatik angeboten werden soll. Der weltweite Benzinsparkurs geht schließlich auch am Sportabzeichen der Marke Mercedes nicht vorbei.
SL-Sonderedition mit Zwölfzylinder
Denn während in Asien und im Nahen Osten die Nachfrage nach Hochprozentigem ungebrochen anhält, scheinen in der Alten Welt die Tage des großen Zwölfzylinders, zumindest längerfristig gesehen, gezählt zu sein. Dass er trotzdem noch nicht zum alten Eisen zählt, zeigt die Sonderedition SL 65 AMG Black Series, die Mercedes in einer limitierten Stückzahl von 350 Einheiten auflegt. Der Supersportwagen mit fest installiertem Karbondach wird von einem V12-Biturbo mit 670 PS angetrieben. Dank Leichtbau bringt er es auf ein Leistungsgewicht von 2,8 Kilogramm pro PS.
Dabei unterschiedet sich der AMG mit Gewinde-Fahrwerk ohne SBC-Bremse auch optisch von der Serie: Er kauert tief über der Straße, verfügt über zwei imposante Powerdomes auf der Haube und hat zahlreiche zusätzliche Lufteinlässe. Rund 310.000 Euro kostet dieses Schnellschiff, das den viel teureren SLR McLaren einmal mehr in Verlegenheit bringen dürfte. Und wer nun den Kopf schüttelt, weil er solche Autos überflüssig findet, der sei beruhigt: Mercedes experimentiert hier mit Leichtbautechnik und schafft es durch diese Kleinserie, die Herstellungskosten deutlich zu reduzieren. Davon profitiert langfristig das ganze Modellprogramm - ein Geschäft, das nun mal eine Kasse für sich ist.

