Mercedes: Neue Topseller auf C- und E-Klasse-Basis

Mit einem Mercedes CLK-Prototyp in einer Shooting Brake Variante gibt Mercedes-Benz einen Ausblick auf das Design der neuen E-Klasse, die 2009 auf den Markt kommt. Präsentation der Studie ist auf dem Pariser Autosalon Anfang Oktober

Verführerische Augen haben nicht nur Schauspieler wie Audrey Hepburn oder Paul Newman zum Erfolg verholfen. Der besondere Blick stärkt auch die Anziehungskraft von Autos und lässt sie in der Kundengunst weit vor vielen namenlosen Gesichtern in der Menge liegen. Mit gleich vier Augen, sympathisch rund geformt, hat so auch die Mercedes E-Klasse seit ihrem Debüt im Jahr 1995 immerhin 3,4 Millionen Käufer verzaubert. Doch irgendwann verblasst jeder Glanz, und wie viele Kosmetikfirmen erfolgreiche Gesichter immer mal wieder austauschen müssen, steht auch Mercedes in der Pflicht, endlich ein frisches Antlitz anzubieten.

Die Prêt-à-porter-Show dazu findet standesgemäß in Paris statt - und zwar in Form des Autosalons, der Anfang Oktober seine Tore öffnet. Blickfang ist dort jedoch nicht einfach der E-Klasse-Nachfolger, der 2009 auf den Markt kommt. Um die Kundschaft langsam mit dem neuen Look vertraut zu machen, baut Mercedes auf die Anziehungskraft des CLK - und zwar in Form eines ganz neu konzipierten Shooting Brake als Mischung aus Coupé und Kombi wie einst bei Volvos legendären P 1800 "Schneewittchensarg".

Dahinter steckt eine doppelte Botschaft: Der CLK und die E-Klasse rücken künftig konstruktiv enger zusammen und ähneln sich auch optisch. Den freundlichen, fließenden Formen folgen nun Ecken und Kanten, die einst runden Scheinwerfer weichen gläsernen Vierecken. In der Länge legt die E-Klasse um sieben Zentimeter (4,93 Meter) zu, beim CLK (ab 2010) beläuft sich das Wachstum auf knapp zehn Zentimeter (4,75 Meter). Damit bringt es der Zweitürer in der Shooting Brake-Variante auch auf ein respektables Kofferraumvolumen und erlaubt auf jeden Fall den Transport von zwei Golfbags - wenn der Vorstand dem zurzeit noch in der Konzeptphase befindlichen Projekt letztendlich zustimmt.

Ein geschmackvoll gestaltetes Interieur sollen sowohl E-Klasse als auch CLK bieten, wobei bei beiden der Bildschirm im Gegensatz zur C-Klasse fest installiert wird, während sich in der Mittelkonsole der Drehdrücksteller der jüngsten Generation befindet.

CLK profitiert von der Nähe zur E-Klasse

Der CLK profitiert von der neuen Nähe zur E-Klasse nicht nur in puncto Raumangebot. Coupé, Cabrio und Shooting Brake werden mit einer Vielzahl von Assistenzsystemen angeboten: Nachtsichtgerät, Müdigkeitssensor, Spurhalteassistent und ein Radarsensor zur Überwachung des toten Winkels zählen zu den Ausstattungsextras. Das Motorenprogramm reicht von vier bis acht Zylindern, Benzindirekteinspritzern sowie sparsamen Blue-Efficiency-Varianten mit längerer Getriebeübersetzung und aerodynamischem Feinschliff.

Auf dem Gebiet der Spritspartechniken will Mercedes schließlich richtig Gas geben. So zählt auch der neue Vierzylinder-Diesel, wie er ab Herbst für GLK und C-Klasse erhältlich ist, zum Programm und wird als 200 CDI (136 PS), 220 CDI (170 PS) und als 250 CDI (204 PS) angeboten. Die stärkste Ausbaustufe ersetzt dabei den Sechszylinder 280 CDI, während der 320 CDI in die Fußstapfen des Achtzylinders 420 CDI treten wird. Die hochaufgeladenen Sechszylinder sind künftig schließlich genauso leistungsstark, verbrauchen aber weniger, weil sie leichter sind und weniger Reibungsverluste haben. Der Hybrid lässt bis 2010 auf sich warten und startet als E 300 Bluetec-Hybrid mit Dreiliter-V6 (224 PS), der über einen 15 kW starken E-Motor und integrierten Startergenerator verfügt.kommen.

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Birgit Priemer

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