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Mercedes

Neuer SLK und Elektrovorstoß

Foto: Schulte-Nextline 19 Bilder

Nicht nur in Sachen Flügeltürer will Mercedes künftig Gas geben. Nachgelegt wird auch weiter unten im Modellprogramm. Dies gilt besonders für die nächste Generation des SLK (R 172), die Anfang 2011 auf den Markt kommen wird. Außerdem soll 2010 ein weiteres Elektrofahrzeug auf Basis der aktuellen A-Klasse debütieren.

14.08.2008 Eberhard Kittler

Denn das Thema Umwelt wird künftig noch wichtiger für Mercedes. Der Modellfahrplan dafür ist längst verabschiedet. Er fokussiert sich auf drei Hauptbestandteile: Hybride, Elektrofahrzeuge und Brennstoffzellenautos. Zurzeit absolviert eine Flotte von 100 elektrisch angetriebenen Smart Fortwo ihre Tests in London. Folgen soll eine Erprobung in Kalifornien und in Paris - wobei die französische Hauptstadt an einem neuen Mobilitätskonzept interessiert ist, das wie maßgeschneidert für den Smart wirkt. Die Ausschreibung für dieses Projekt läuft bereits.

Der Serieneinsatz des elektrisch angetriebenen Zweisitzers - mit Lithium-Ionen-Akkus - wird Ende 2009 im aktuellen Smart Fortwo beginnen. Das Auto soll eine Reichweite von 120 bis 150 Kilometern haben. Zunächst geht es dabei um Mega-Citys, die laut Entwicklungs-Chef Thomas Weber ein "enormes Potenzial bieten, wenn man das richtige Fahrzeugangebot hat". Die Kapazität wird dabei sukzessive hochgefahren: Werden anfangs zwischen 500 und 1.000 Einheiten hergestellt, soll ab 2012 eine regelrechte Serienproduktion mit Jahresstückzahlen um
50.000 laufen.

Elektroauto ab 2010

2010 debütiert ein weiteres Elektrofahrzeug auf Basis der aktuellen A-Klasse - ein erstes, viertüriges Concept-Car steht auf der Detroit Auto Show im Januar 2009. Das Design wird sich bei dem zunächst in kleiner Serie gebauten Auto vor allem im Frontbereich von dem der A-Klasse unterscheiden. Kunden solcher Fahrzeuge legen Wert darauf, ihr Engagement auch äußerlich zu demonstrieren - aber dezent. Die eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien finden im Sandwichboden des Fahrzeugs Platz - die Reichweite wurde mit 170 bis 190 Kilometer berechnet. Auf einen zusätzlichen Verbrennungsmotor (Range-Extender) soll verzichtet werden.

Ebenfalls auf der Architektur der heutigen A/B-Klasse kommt frühestens Ende 2010 ein Van-artiges Brennstoffzellenfahrzeug, das aber anfangs nur in überschaubarer Stückzahl verleast werden soll. Während die künftig in Ungarn gebauten Nachfolger von A- und B-Klasse ohne Sandwich-Boden auskommen, werden die alternativ angetriebenen Autos den doppelten Boden - zur Unterbringung der Batterien und der Brennstoffzelle - behalten; ihre Produktion bleibt in Deutschland.

S-Klasse mit Hybridantrieb

Auch bei den Großen setzt Mercedes auf Sparsamkeit - wie beim S 400 Bluehybrid, der 2009 debütieren soll. Die mit Sechszylinder-Benzinmotor, Mildhybridsystem (P1) und Lithium-Ionen-Batterien versehene Limousine wird sehr deutlich unter 200 Gramm CO²/km bleiben und ist damit die sparsamste Luxuslimousine mit Ottomotor. Ein Jahr später kommt eine ähnlich aufgebaute, noch sparsamere S-Klasse mit Sechszylinder-Diesel-Mildhybrid heraus. Rein elektrisch fahren kann sie aber noch nicht - dies wird erst mit Abschluss der nächsten Mildhybrid-Entwicklungsstufe (P2) möglich. Dann kommen Elektromotoren mit 15 bis 45 kW Leistung zum Einsatz, welche die teurere Vollhybrid-Technik überflüssig machen könnten.

Erstmals wird diese gemeinsam mit General Motors und BMW entwickelte Vollhybrid-Bauweise (Two Mode) 2009 im ML 450 Bluehybrid realisiert, der in puncto unauffälliger, aber souveräner Fahrweise Maßstäbe setzen soll, auch wenn er nur eine Zwischenstufe darstellt. Denn er hat noch Nickelmetallhydrid- Speicher an Bord; Lithium-Ionen-Akkus werden erst im Nachfolger der aktuellen M-Klasse den hohen Anforderungen dieses Technikkonzepts genügen.

Noch geprüft wird ein weiteres Downsizing: die S-Klasse der nächsten Modellgeneration (W 222) nach 2012 mit einem Vierzylinder-Diesel. Mit dem neuen, doppelt aufgeladenen 2,2-Liter sind Verbrauchswerte von deutlich unter sieben Liter pro 100 Kilometer erreichbar. Das wäre ein Meilenstein, vergleichbar mit dem, den der Flügeltürer bei Leistung und Fahrdynamik auf der anderen Seite des Spektrums darstellt. Ein reiner Elektrosportwagen, wie er jenseits des Atlantiks immer wieder angekündigt wird, dürfte indes weiter auf sich warten lassen - wenn es denn je eine ernstzunehmende Nachfrage dafür gibt.

Neuer SLK kommt 2011

Die Frontpartie des neuen SLK erinnert an den neuen AMG-Flügeltürer, aber auch an den facegelifteten SL. Das kraftvoll breite Heck kontrastiert mit dem insgesamt kantigeren, maskulineren Auftritt; die weit herausgezogenen Kotflügel künden von noch mehr Sportlichkeit. Es bleibt beim Metall-Klappdach, das dank platzsparender Unterbringung weniger Kofferraumvolumen beanspruchen soll. Neu im Motorenprogramm wird künftig ein Diesel sein - vermutlich handelt es sich um einen doppelt aufgeladenen Vierzylinder mit über 200 PS. Auch das Doppelkupplungsgetriebe ist vorgesehen, vielleicht sogar ein Start-Stopp-System, wie es ab 2009 in der neuen E-Klasse eingesetzt werden soll.


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