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Mercedes-Neuheiten 2010

Die Modelloffensive der Premium-Marke

Neuheiten Mercedes Foto: Schulte 15 Bilder

Der Mercedes CLS ist eine Rarität unter den Coupés: viertürig, mondän und hochelegant. Kann der Nachfolger 2010 ihn noch toppen? Außerdem neu: das R-Klasse-Facelift, der SLS Roadster und die überarbeitete Mercedes C-Klasse.

22.10.2009 Birgit Priemer

Schönheit ist längst nicht immer vergänglich. Im Gegenteil: Gutes Aussehen kann über die Jahre sogar richtig reifen. Ein Mercedes CLS braucht auch nach fünfjähriger Laufzeit weder Botox noch Hyaluronsäure als Faltenkiller, weil seine Anmutung so zeitlos-schön ist wie das Rehaugen-Gesicht einer Audrey Hepburn. Und trotzdem schickt Mercedes das viertürige Coupé im nächsten Jahr zur Verjüngungskur.

Mercedes CLS Erlkönig 1:59 Min.

Die Neuauflage des Mercedes CLS basiert auf der aktuellen E-Klasse

Die Gründe dafür sind nicht optischer Natur, sondern liegen eher in der technischen Basis, die noch von der früheren Mercedes E-Klasse stammt. Auch moderne Assistenzsysteme lassen sich hier nur mit großem Aufwand integrieren. Dafür wird der Nachfolger bei seiner Weltpremiere im September 2010 auf dem Pariser Autosalon mit allem bestückt sein, was gut und teuer ist. Die Neuauflage basiert auf der jüngsten Mercedes E-Klasse (die Mercedes E-Klasse im Top-Test) und wächst dadurch im Radstand um zwei Zentimeter auf 2,87 Meter. Durch die längeren Überhänge vorne und hinten überragt der Mercedes CLS die Limousinen-Basis aber weiterhin und bringt es auf eine Größe von 4,92 Metern.

Mercedes CLS mit neuen Sechs- und Achtzylinder-Motoren

Ein etwas ausgeklügelteres Innenraum-Package soll vor allem für mehr Kopffreiheit sorgen, ohne von dem bisherigen Konzept eines stilvollen, intimen Cockpits mit vier Einzelsitzen abzurücken. Schließlich wurde der CLS bewusst als gediegenes Reiseauto und nicht als Familienwagen konzipiert. Wichtige Veränderungen gibt es im Motorenprogramm: Die Sechs- und Achtzylinder entstammen der neuen Move-Generation, die alle über Direkteinspritzung und Turbo-, zum Teil sogar Biturbo-Aufladung verfügen.

Der Mercedes CL wird zum S-Coupé

Die Benziner leisten 252 und 306 PS im V6, der V8-Biturbo bringt es auf 4,6 Liter Hubraum, 435 PS und ein maximales Drehmoment von 700 Newtonmeter. Spitzenmotorisierung wird eine 5,5-Liter-Variante mit 544 PS und strammen 900 Newtonmeter Drehmoment. Diese Triebwerke ziehen zeitgleich in den CL ein, der mit seiner Modellpflege im Herbst auf die Bezeichnung S-Coupé umgetauft und auch weiterhin mit dem prestigeträchtigen V12-Motor (612 PS) angeboten wird.

Mercedes CLS und S-Coupé mit neuen elektronischen Hilfsmitteln

An Bord von Mercedes CLS und S-Coupé erleichtern zahlreiche elektronische Helfer das Leben des Fahrers: Per Kamera werden die aktuellen Tempolimits ausgelesen und im Display des Tachos eingeblendet. Der Abstandsregeltempomat kann im Notfall selbsttätig bis zum Stillstand abbremsen, ein Radarsystem überwacht den Bereich im toten Winkel, und ein Müdigkeitsassistent warnt den Fahrer, wenn er zu lange am Steuer gesessen hat und die Konzentration nachlässt. Dazu kommen Kopfstützen, die bei einem Unfall automatisch nach vorne rücken, adaptive Frontairbags, ein Nachtsichtgerät und eine aktive Motorhaube für besseren Fußgängerschutz.

Alle Assistenzsysteme aus Mercedes E- und S-Klasse auch für C-Klasse erhältlich

Schöne neue Welt, auf die sich auch Mercedes C-Klasse -Kunden schon einmal freuen dürfen. Nach der Vorstellung Ende 2010 startet 2011 der Verkauf der Baureihe mit einer turnusmäßigen Modellpflege, die weit über ein normales Facelift hinausgeht. Alle Assistenzsysteme, die es für E- und S-Klasse sowie den CLS gibt, werden hier ebenfalls angeboten - wenn es um Sicherheit geht, will Mercedes keine Klassenunterschiede machen.

Die Mercedes C-Klasse bekommt die Sitzanlage der E-Klasse

Dabei soll der weniger attraktive Innenraum kräftig aufgemöbelt werden, um dem eher biederen Wohnzimmer einen Hauch von trendigem Lounge-Charakter zu verleihen. Außerdem weicht der ausfahrbare Bildschirm einer integrierten Lösung, und die Sitzanlage wird komplett von der E-Klasse übernommen. Auch hier kommen die neuen V6-Motoren zum Einsatz, die gegenüber den Vorgängern nicht nur stärker, sondern vor allem rund 15 Prozent sparsamer sein sollen. Die Vierzylinder- Diesel bleiben unverändert, weil die neue Motorengeneration (OM 651) bereits in diesem Herbst in das C-Klasse-Programm eingezogen ist.

Mercedes bringt kleinen CLS mit vier Türen auf B-Klasse-Basis

Auf dieser Basis folgt drei Monate nach Verkaufsstart mit dem Coupé eine neu positionierte Variante, die zugleich den bisherigen Mercedes CLK und den Mercedes CLC ersetzen soll. Als Nachfolger von Letzterem - zurzeit noch mit der Technik der alten C-Klasse angeboten - wird es künftig auf Mercedes B-Klasse -Basis eine Art kleinen CLS mit vier Türen geben, während der CLK bereits zum Mercedes E-Klasse Coupé (Das Mercedes E-Klasse Coupé im Test ) mutierte. Der Kombi folgt im Herbst 2011 mit den gleichen Modellpflegemaßnahmen, eine offene C-Klasse wird es hingegen nicht geben.

Mercedes R-Klasse mit Facelift und überarbeitetem Innenraum

Auch die Zeit für die wenig erfolgreiche Mercedes R-Klasse könnte demnächst ablaufen, wenn der letzte Versuch, die eigenwillige Mischung aus Van und Offroader erfolgreich zu positionieren, nicht im dritten Anlauf fruchtet. Dafür nimmt Mercedes speziell den US-amerikanischen Markt ins Visier und stellt das Facelift im April auf der New York Motor Show vor. Um die optische Attraktivität zu steigern, bekommt der 4,92 beziehungsweise 5,16 Meter lange Crossover im Frühjahr 2010 eine neu gestaltete Frontpartie. Der Innenraum wird unter Leitung von Interieur-Designchef Hartmut Sinkwitz ebenfalls spürbar überarbeitet und mit höherwertigen Materialien veredelt.

Aktuelle Assistenzsysteme sind für die R-Klasse nicht mehr vorgesehen

An der Vielfalt der R-Klasse gibt es hingegen wenig auszusetzen. Sie ist wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer mit V6- und V8-Motoren sowie Heck oder Allradantrieb erhältlich. Um den technischen Aufwand im Rahmen zu halten, finden keine Veränderungen bei den Motoren statt. Selbst die Assistenzsysteme, die bald von der C-bis zur S-Klasse reichen, sind für diese Plattform nicht mehr vorgesehen - keine guten Vorzeichen für eine lange, erfolgreiche Zukunft.

Dem Mercedes SLS Flügeltürer folgt im Herbst 2010 eine Roadster-Variante

Anders sieht es dagegen beim neuen Renommierstück der Marke aus: Dem Mercedes SLS Flügeltürer (der Mercedes SLS im Fahrbericht) folgt im Herbst 2010 eine Roadster-Variante, die im Verkauf sogar den Hauptanteil ausmachen soll. Schließlich fand schon der legendäre 300 SL mehr Kunden, die statt im Schwitzkasten lieber unter offenem Himmel sitzen wollten. Sein leichtes Stoffverdeck verschwindet per Knopfdruck hinter den Sitzen, ausfahrbare Überrollbügel schützen die Passagiere im Falle eines Überschlages.

Sportkombi auf Basis des CLS

Weitere Nahrung für Träume hat Mercedes bereits in der Schublade - zum Beispiel einen CLS Shooting Brake. Ein Sportkombi des viertürigen Coupés stand mehrfach zur Diskussion, doch in der aktuellen Krise konnte sich der Vorstand nie zu einer positiven Entscheidung durchringen. Sehr viel rosiger sehen die Zeiten zwar im Moment nicht aus, aber in diesen Tagen nimmt sich das Gremium des Themas noch einmal an. Vielleicht gibt es ja schon bald ein entsprechendes Signal an jene, die von dieser Variante nicht nur träumen, sondern sie auch fahren wollen.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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