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Mercedes präsentiert den neuen SL

Ab dem 13. Oktober gibt es für rund 185.000 Mark den neuen SL 500 mit 306 PS starkem V8-Motor.

31.07.2001

Die lang erwartete fünfte Auflage des großen SL-Sportwagens - den legendären Anfang machte 1954 der Flügeltürer 300 SL - startet am 13. Oktober zum Einstiegspreis von 94.300 Euro (umgerechnet 184.434,77 Mark).

Power gibt es zu diesem Preis genug: Unter der 1,40 Meter langen Aluminium-Haube des SL lauert ein fünf Liter großer und 306 PS starker V8-Motor, der gewaltige 460 Newtonmeter Drehmoment zwischen 2.700 und 4.200 Umdrehungen pro Minute entwickelt. Von Null bis 100 km/h vergehen 6,3 Sekunden, bei 250 km/h wird allerdings ein elektronischer Riegel vorgeschoben - obwohl es locker bis 300 km/h gehen könnte. Zum Vergleich: Ein Porsche 911 Cabrio darf Tempo 285 laufen. Beim Verbrauch geht es ebenfalls hoch her: Den Durchschnittsdurst gibt Mercedes mit 12,7 Litern Super plus auf 100 Kilometer an, in der Stadt sollen es gar 19 Liter sein.

Und was ist drin...?

Der V8-Einstiegspreis liegt mit rund 185.000 Mark auf dem Niveau des Vorgängers. Da ist viel inklusive: Klimaautomatik, Xenon-Scheinwerfer, Lederbezüge, Audioanlage, 255er Breitreifen, Tempomat und einiges mehr. Das Comand-System mit Navigation kostet extra, ebenso das praktische schlüssellose Chipkarten-Zugangssystem "Keyless Go".

Mal Cabrio, mal Coupé

Rund 16 Sekunden dauert es, bis sich der 4,54 Meter lange SL (Vorgänger: 4,50 Meter) per Knopfdruck vom Coupé zum Roadster verwandelt. Der Dach-Trick funktioniert sogar per Fernbedienung von draußen.

Selbst bei geöffnetem Dach bleiben noch 235 Liter Kofferaumvolumen übrig - immerhin soviel wie ein VW Polo-Laderaum. In geschlossenem Zustand sind es ordentliche 317 Liter, exakt 52 Liter mehr als beim Vorgängermodell. Mit diesem schlanken Variodach wird der neue SL winter- und fernreisetauglich.

Viel Luxus, viel Sicherheit

Unter dem Dach werden reichlich Leder, Edelholz und Aluminium verbaut. Die vier Einzelinstrumente zeigen klassisches Chronometer-Design. Man kann zwischen zwei Ledersorten und verschiedenem Zierrat-Materialien wählen: Wurzelnuss, Kastanie, Esche oder Aluminium. Dank des gewachsenen Radstandes (plus 4,5 Zentimeter) hat sich der Passagier-Innenraum um 4,7 Zentimeter verlängert, auch die Sitze lassen sich jetzt weiter zurückfahren. Dahinter gibt es zwei praktische, abschließbare Staufächer mit insgesamt 18 Litern Fassungsvolumen.

Fahrer lenkt, Auto denkt

Die Sicherheitsausrüstung ist vorbildlich: zweistufige Airbags für Fahrer- und Beifahrer, neue Kopf-Oberkörper-Seitenairbags in den Türen, neue Integralsitze und ein sensorgesteuerter Überrollbügel, der im Ernstfall automatisch in 0,3 Sekunden zur Stelle ist. Hinzu kommt ein einmaliges System von elektronisch gesteuerten Helfern fürs Fahrwerk. So gibt es das völlig neue elektrohydraulisches Bremssystem SBC (Sensotronic Brake Control). Gekoppelt mit dem Antischleudersystem ESP und der aktiven Fahrwerksregelung ABC (Active Body Control), soll SBC die Karosseriebewegungen bei Kurvenfahrt oder beim Bremsen auf ein Minimum verringert.

Die Superbremse, die ihre Befehle per Kabel als Elektronik-Signal bekommt (By-Wire-System), erkennt bereits den schnellen Wechsel des Fahrerfußes vom Gas- aufs Bremspedal als Indiz für den Notfall - und erhöht vorsorglich den Druck in den Bremsleitungen. Gleichzeitig werden die Beläge schon mal an die Bremsscheiben angelegt, die dann beim Tritt aufs Bremspedal sofort mit voller Kraft zupacken können. Ergebnis: Der Bremsweg verringert sich um bis zu drei Prozent. Wer will, kann auch noch eine Reifendruckkontrolle ordern. Oder die Distronic, die per Radar automatisch den Abstand zum Vordermann hält.

SL: Senioren-Mobil oder Sport-Macho?

Ist der SL etwa ein Da-kann-ja-nichts-passieren-Auto für betuchte ängstliche Senioren? Immerhin war die bisherige Klientel im Schnitt zwischen 55 und 60 Jahre alt. Hans-Joachim Schöpf, Mercedes-Vorstand für Fahrzeugentwicklung, dementiert das energisch: "Ganz im Gegenteil, dieses Auto bietet immensen Fahrspaß. Durch die Elektronik geht da nichts verloren, Sie können aber deutlich unbeschwerter Gas geben."

Tatsächlich soll der heckgetriebene, gut 1.800 Kilo schwere SL bei Bedarf richtig gut um die Ecken pfeifen. "Da wird jede Kurve zum Erlebnis", verspricht Mercedes. In internen Fahrversuchen auf dem Nürburgring und Hockenheim hat der SL gegen den aktuellen Porsche 911 Carrera und den Ferrari 360 Spider eine gute Figur gemacht.

Und die SL-Zukunft?

Im nächsten Frühjahr folgt der AMG-Kompressor-SL mit 450 PS, im Herbst 2002 folgt das mit 75.000 Euro (rund 146.000 Mark) preisgünstigere Einstiegsmodell, der SL 320 mit einem 224 PS starkem V6. Auch ein V12-Aggregat ist schon in der Planung.

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