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Mercedes-Rennleiter DTM und F1

Toto Wolff wird Haug-Nachfolger

Toto Wolff Foto: xpb 26 Bilder

Das Rätselraten um die Nachfolge von Norbert Haug hat ein Ende. Der Österreicher Toto Wolff wird neuer Mercedes-Rennleiter und Haugs Rolle in der DTM übernehmen. In der Formel 1 steht Wolff an der Spitze einer Investorengruppe, die die Anteile des Rennstalls von Aabar übernimmt.

21.01.2013 Michael Schmidt Powered by

Das neue Gesicht von Mercedes im Motorsport kommt aus Österreich. Toto Wolff übernimmt den Posten von Norbert Haug. Der 41-jährige Wiener ist kein Unbekannter in der Szene und er hatte bereits Verbindungen zu der Marke mit dem Stern. Wolff ist Aktionär bei der HWA AG und sitzt dort im Aufsichtsrat.

Im November 2009 kaufte er 20 Prozent des Williams-Rennstalls. Nach der Entlassung von Adam Parr wurde Wolff von Frank Williams als Interims-Teamchef eingesetzt. Außerdem betreibt der umtriebige Geschäftsmann eine Managementagentur, die unter anderem den neuen Williams-Piloten Valtteri Bottas vertritt.

Wolff wird DTM-Chef bei Mercedes

Jetzt disponiert Wolff um. Er wird neuer DTM-Chef von Mercedes. Der Posten war seit der Trennung von Norbert Haug vakant. Durch die Verbindung mit HWA lag die Ernennung von Wolff auf der Hand. Mercedes hat mit seinem neuen Motorsportchef aber zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wolffs Investorengruppe übernimmt gleichzeitig 24,9 Prozent des Formel 1-Rennstalls.

Die Anteile gehörten ursprünglich dem Finanzinvestor Aabar aus Abu Dhabi. Die Araber hatten sich im November letzten Jahres vom Mercedes Formel 1-Team getrennt, nachdem man zuvor bereits seine 9,1 prozentige Beteiligung an der Daimler AG abgestoßen hatte. Um den Deal möglich zu machen, musste Wolff zuerst seine Beteiligung bei Williams verkaufen.

Zwei Österreicher kontrollieren F1-Team

Chef des Formel 1-Teams bleibt Ross Brawn. Er wird zusammen mit Niki Lauda versuchen, den müden Tanker Mercedes wieder flottzumachen. Wolff ist im Augenblick nur ein Miteigentümer des Formel 1-Rennstalls und wird keinen Einfluss auf das operative Geschäft in Brackley nehmen.

Das könnte sich ändern, falls Ross Brawn die Wende nicht schafft. Der Druck auf die englische Fraktion von Mercedes nimmt zu. Und er kommt von zwei Österreichern.

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