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Mercedes Rückruf

85.000 Modelle mit Lenkproblemen

Mercedes C-Klasse Foto: Mercedes 62 Bilder

Der Autobauer Daimler ruft in den USA rund 85.000 Autos der Kernmarke Mercedes-Benz zurück. Auch in Deutschland zugelassene Fahrzeuge sind von dem Rückruf betroffen. Sowohl bei der hochwertigen E-Klasse, dem GLK als auch bei der in den Staaten beliebten C-Klasse seien Probleme mit der Lenkung aufgetreten.

11.10.2010

Die technischen Auffälligkeiten bei manchen Fahrzeugen der 2010er und 2011er Baureihe seien nach Kundenbeschwerden aufgefallen, habe der Oberklasse-Hersteller der US-Verkehrssicherheitsbehörde mitgeteilt.

Rückruf auch für Mercedes-Modelle in Deutschland

Wie ein Mercedes-Sprecher gegenüber auto-motor-und-sport.de bestätigte, sind von dem Rückruf alle Fahrzeuge der Mercedes E- und C-Klasse sowie der Mercedes GLK betroffen, die zwischen dem 25. Mai 2009 und dem 17. Februar 2010 vom Band gelaufen sind. Wie viele Autos im Rahmen des Rückrufs in Deutschland zu einem außerplanmäßigen Werkstattbesuch antreten müssen, stehe derzeit noch nicht fest. Das Kraftfahrtbundesamt sei informiert, derzeit würden die Halter der betroffenen Fahrzeuge von Mercedes angeschrieben.

Demnach könne Lenkflüssigkeit aus einem Leitungsleck austreten. Die Fahrer liefen deshalb Gefahr, in bestimmten Situation wie etwa bei Parkmanövern die Kontrolle über ihren Wagen zu verlieren, heißt es in dem Bericht an die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). Der US-Rückruf solle noch im Oktober beginnen. Wie der Mercedes-Sprecher gegenüber auto-motor-und-sport.de spezifizierte, soll das Problem jedoch vor allem bei Parkmanövern in Gestalt einer schwergängigen Lenkung auftreten. Im Rahmen eines rund 30-minütigen Werkstattaufenthaltes wird die betroffene Dichtung geprüft und gegebenenfalls ersetzt.

E-Klasse S- und C-Klasse in den USA beliebt

Der Autobauer hat seine US-Verkäufe zuletzt deutlich gesteigert. Besonders groß war der Zuwachs bei den Modellen der hochwertigen E- und S-Klasse. Die meisten Wagen verkauft er von der C-Klasse.
 
Erst Anfang Oktober hatte BMW in den USA rund 198.000 Fahrzeuge wegen möglicher Probleme mit dem Bremssystem in die Werkstätten gerufen. Weltweit könnten rund 345.000 Fahrzeuge betroffen sein, hatte ein Sprecher des Konzerns gesagt. Grund für die Rückrufaktion sind mögliche Undichtigkeiten an den Bremsunterdruckpumpen bei Wagen der Baureihen des 5er, 6er und 7er BMW, sowie Fahrzeuge der Tochter Rolls-Royce vom Typ Phantom, die alle mit einem V8 oder V12-Motor ausgestattet sind. Diese Motorisierung ist vor allem in den USA beliebt.

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