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Mercedes S-Klasse im Konfigurator

Der 40.000 Euro-Fond

Mercedes S-Klasse, Innenraum, Beduftung, Air Balance Foto: Daimler 23 Bilder

Die neue S-Klasse soll jenseits des großen Teichs und im fernen Osten vor allem als Chauffeurs-Fahrzeug für hervorragende Absatzzahlen sorgen. Kein Wunder also, dass bei ihrer Entwicklung zum ersten Mal die Version mit dem langen Radstand im Mittelpunkt stand. Wie der Fond des neuen Straßenkreuzers zum ultimativen Asphalt-Wohnzimmer wird und wieviel das kostet, lässt sich nun Anhand des Konfigurators herausfinden.

25.05.2013 Thomas Gerhardt

In der Oberklasse genießt die Mercedes S-Klasse seit je her einen hervorragenden Ruf. Das Flaggschiff der Marke wurde konzernintern in Sachen Luxus nur von den Maybach-Modellen übertrumpft. Jetzt, da Daimler die Traditionsmarke eingestampft hat, bleibt für die S-Klasse eine Menge Luft nach oben. Und das macht sich vor auf der Liste für die Sonderausstattungen bemerkbar. Wir wollten es genauer wissen und haben im Konfigurator virtuelles Geld verblasen. Ziel: eine S-Klasse mit größtmöglichem Luxus im Fond kreieren.

Mercedes S-Klasse Experten Talk
Experten-Talk zur neuen Mercedes S-Klasse 12:50 Min.

Aufpreis für langen Radstand beim Hybrid am größten

Zunächst gilt es jedoch, die passende Motorisierung zu wählen. Bestellbar ist die neue Mercedes S-Klasse bislang mit drei Antriebsvarianten. Wir entscheiden uns für den Mercedes S 400 Hybrid L. Klar, mit dem Diesel (S 350 Bluetec) kommt man eventuell günstiger voran und der S 500 bietet einen bärenstarken V8 mit hoher Laufkultur. Aber der moderne Mann (natürlich auch Frau) von Welt bevorzugt moderne Technik. Und mit dem Hybrid kann der Chauffeur den Wagen immerhin elektrisch unterstützt aus der Garage an die Pforte vorfahren. Einstiegspreis mit langem Radstand: 91.100 Euro, also fast 6.000 Euro über der normalen Karosserie-Variante. Das vergrößerte Längenangebot wird beim Hybrid am teuersten berechnet, denn beim 350 Blutec kommen "nur" 5.534 Euro, beim 500er 3.034 Euro hinzu.

Im Anschluss der Modellauswahl gilt es sich aus einer Reihe von Ausstattungspaketen zu bedienen. Häkchen werden nur dort gesetzt, wo der Inhalt auch dem Fond zu Gute kommt. Wir wollen als Fond-Manager schließlich den "Einzelpreis" für unseren Super-Fond ermitteln. Das Sitzkomfort-Paket (1.900 Euro) mit Aktiv-Multikontursitzen inklusive aufblasbarer Polster, Fahrdynamikfunktion zur Verbesserung des Seitenhalts und Massagefunktion nach dem Hot-Stone-Prinzip ist ebenso Pflicht wie das Chauffeur-Paket, das für einen Gegenwert von 1.000 Euro den Beifahrersitz um 77 Millimeter nach vorne rücken lässt.

Mercedes S-Klasse im Konfigurator

Beide Pakete sind allerdings auch an weitere Ausstattungsoptionen gebunden. Mehr als 5.000 Euro kommen noch einmal für die elektrische Verstell- und Memoryfunktion, das Rear-Seat-Entertainment und das Memory-Paket für Fahrer- und Beifahrersitz hinzu. Zwischenbilanz: schon die ersten beiden Häckchen treiben den Preis ganz dicht an die 100.000-Euro-Marke.

Weiter geht´s. Individuell wählbarer Raumduft (Air-Balance-Paket) für 416 Euro? Nehmen wir. Beheizte Sitze und Armlehnen im Wärme-Paket für 600 Euro? Her damit! Oha! Letzteres gibt es nur im Verbund mit schwarzem Nappa-Leder, Zierelementen und dem belederten Multifunktionslenkrad für insgesamt mindestens 3.225 Euro. Wer will, kann auch gleich das über 8.000 Euro Exklusiv-Paket mit gesteppten Kontrastziernähten und noch feineren Edelholz-Blenden wählen. Das gibt es dann aber nur in Verbindung mit dem Sonnenschutzpaket, das den S-Klasse-Fond für weitere 1.180 Euro mit elektrisch aus- und einfahrbare Rollos an der Heckscheibe und in den Fondtüren aufwertet.

Zu guter Letzt kommt noch das Pre-Safe-Paket mit beleuchteten Gurtschlossbringern und dem aufblasbaren Gurtband hinzu. Der Preis der Mercedes S-Klasse bis hierhin: 112.000 Euro. In unseren Super-Fond sind also bereits über 20.000 Euro geflossen.

Standheizung an adaptive Scheibenwischer geknüpft

Den nächsten Konfigurationsschritt zur Wahl von Lackierung, Felgen überspringen wir. Auch in puncto Polster und Zierelementen ist die Mercedes S-Klasse bereits bestens ausgesattet. Nun buhlen also zahlreiche Sonderausstattungs-Optionen um einen Platz im Warenkorb. 230-V-Steckdose für 140 Euro? Klick. Panorama-Glasdach für 1.666 Euro? Klick. Dunkel getöntes Glas für 465 Euro? Ein Muss wie auch das geräuschdämmende Sicherheitsglas für 1.370 Euro. Standheizung für 1.655 Euro? Hoppla. Gibt´s nur in Verbindung mit dem Scheibenwischersystem "Magic Vision Control" für weitere 465 Euro. Egal, her damit! Auch die fast 1.400 Euro Klimaautomatik darf im Fond nicht fehlen. Ein kurzer Blick auf den Gesamtpreis: über 119.000 Euro.

Jetzt geht es an die richtigen Luxusoptionen. Den "First-Class-Fond" mit der durchgehenden Mittelkonsole zwischen den äußeren Sitzen der Rückbank lassen wir uns fast 1.400 Euro kosten. Legen sogar noch einmal sagenhafte 2.140 Euro für die beiden ausklappbaren Tische dazu. Auch das Acht-Liter-Kühlfach für 1.300 Euro wollen wir nicht vermissen und für ein kleines Nickerchen auf langen Fahrten sind uns auch die 1.130 Euro für den Liegesitz auf der Beifahrerseite nicht zu schade. Wichtige Geschäftsgespräche führen wir mit dem in der Mittelkonsole untergebrachtem Telefonmodul (1.130 Euro), das wir gleichzeitig auch als Fernsteuerung für die elektrische Sitzverstellung nutzen können, falls wir im Halb-Liegen nicht mehr an die Steuerung in den Türen herankommen. Kurios: das Telefonmodul kann nur zusammen mit einem Surround-Soundsystem der Marke Burmester für mindestens 1.309 Euro geordert werden.

Mercedes S-Klasse - Luxus-Fond für über 40.000 Euro

Sündhaft teuer ist die Variante mit den 24 speziell konzipierten Lautsprechern und den 24 Verstärkerkanälen mit insgesamt 1.540 Watt Systemleistung. Mercedes verspricht "Wohlfühlklang". Wir haben angebissen und setzten das Häkchen - für 7.500 Euro. Fehlt nur noch die fast 180 Euro teure Fernbedienung für das, Achtung: serienmäßige "Comand online"-Infotainmentsystem. Damit wir auch mal den Fahrer ärgern oder ihn - in Mercedes-Sprache - entlasten können. Fertig ist die Mercedes S-Klasse mit dem Edel-Fond.

Dem Einstiegspreis des Mercedes S 400 Hybrid von 91.094 Euro steht am Ende der Konfiguration ein Kaufpreis von 133.875 Euro gegenüber. Das entspricht einer Differenz von 42.780 Euro. Ein hübsches Sümmchen, das bis auf ein paar fragwürdige Pflichtverknüpfungen ausschließlich in die Aufwertung des Fonds geflossen ist. Aber wer sich einen Chauffeur leisten kann, wird das bisschen Knete sicher auch verschmerzen. Abgesehen davon wird so ein Chauffeurs-Fahrzeug in den meisten Fällen wohl sowieso komplett ausgestattet. Und dann kostet der Mercedes S 400 Hybrid in der Langversion bis zu 167.000 Euro, der S 500 fast 180.000 Euro.

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