Ab 2012 will Mercedes die Modelle A-Klasse und B-Klasse auf eine neuen Frontantriebsplattform stellen. Neben den bewährten Karosserieformen sollen auf der neuen Basis auch ein SUV und ein Coupé entstehen. Als weitere Option hat Mercedes jetzt die Roadster-Studie SLA aus dem Jahr 2000 wiederentdeckt, wobei diese fünfte Variante noch kein grünes Licht erhalten hat.
BMW Z2 und VW Roadster im Visier
Fehlte damals zum Konzept die entsprechende Plattform, so würde mit dem neuen A- und B-Klasse-Unterbau eine solche zur Verfügung stehen. Motivation den SLA zu realisieren, kommt auch aus Wolfsburg und München. VW hat mit der Roadster-Studie in Detroit Anfang des Jahres gezeigt, was ab 2014 in Serie gehen könnte. Und auch BMW hat die Pläne für einen Roadster unterhalb des Z4 wieder aus der Schublade gezogen. Der BMW Z2 könnte schon 2011 an den Start gehen. Für das SLA-Projekt spricht auch der Trend auf dem US-Markt zu kleineren und verbrauchsärmeren Modellen. Dagegen spricht die schwache Marktsituation und die Tatsache, dass auch Mercedes aktuell jede Investition auf seine unbedingte Notwendigkeit untersucht.
Stoff- statt Blechdach
Abgeleitet von der A- und B-Klasse-Plattform würde der SLA mit Vierzylinder-Motoren bestückt werden - wobei auch Dieselaggregate möglich wären. Beim Design lehnt sich der SLA an den SLK und die Studie von 2000 an. Auf das faltbare Hardtop des großen Bruders dürfte der SLA aber aus Kostengründen verzichten. Hier käme dann eine klassische Stoffmütze zum Einsatz.
Mark Stehrenberger
Der gebürtige Schweizer Mark Stehrenberger zeichnet seit über 30 Jahren die automobile Zukunft für auto motor und sport. Er lebt abwechselnd in Santa Barbara, Kalifornien sowie Montreux, Schweiz, und leitet sein etabliertes Designteam, MSD, das sich für ’cutting edge’ Design auf diversen Gebieten international einen soliden Namen gemacht hat. Des Weiteren ist Stehrenberger Gastdozent am Art Center of Design College in Pasadena, US.




