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Mercury - Ford gibt Traditionsmarke auf

Ford verkündet Ende von Mercury

Mercury Mountaineer Foto: Ford 43 Bilder

Mercury steht vor dem Aus, denn im Zuge seiner Sanierungsbemühungen trennt sich der US-Autobauer Ford auch von der Traditionsmarke Mercury. Die Produktion laufe am Jahresende aus, teilte der Konzern in Dearborn (US-Bundesstaat Michigan) mit.

01.06.2010

Ford hat sich schon von Jaguar, Land Rover, Aston Martin und Volvo getrennt

Nachdem sich Ford schon von seinen schwächelnden Tochtermarken Jaguar, Land Rover, Aston Martin und zuletzt Volvo getrennt und den Anteil in Mazda deutlich reduziert hat, ist nun die 71 Jahre alte Marke Mercury ins Streichvisier geraten. Ohne Staatshilfen durch die Krise gesegelt will sich Ford künftig auf die Kernmarke Ford und das Luxus-Label Lincoln konzentrieren. Als Grund für das Aus für Mercury führte der Autobauer eine zu große Nähe zur Stammmarke an. Viele Kunden seien deshalb bereits auf Ford umgestiegen. Nur knapp 92.000 verkaufte Mercury-Modelle im Jahr 2009 sind der Konzernspitze zu wenig.

Mit einem Aus von Mercury will Ford jede Menge Kosten sparen und zugleich das Händlernetz weiter ausdünnen. Zwar sind die Händler per Gesetz in den USA in ihrer Existenz geschützt, doch Mulally will entsprechende Betriebe mit größeren Ford-Dealern zusammenführen. Die verbliebenen Mercury-Kunden - großteils Firmen - will Ford zum Umsteigen auf Lincoln bewegen. Dazu hat der Konzern eine Modelloffensive angekündigt.

Mercury-Modelle laufen langsam aus

An einen Verkauf der Marke werde nicht gedacht, der Plan der Konzernführung sieht eher einen Tod auf Raten vor. Derzeit umfasst die Mercury-Modellpalette mit dem Milan, dem Grand Marquis, dem Mariner und dem Mountaineer nur noch vier Modelle. Der Mercury Mariner ist ein kleiner SUV, baugleich mit dem Ford Escape. Dieser soll zum Modelljahr 2012 durch ein neues Modell auf Basis des europäischen Ford Kuga ersetzt werden. Eine entsprechende Mercury-Version ist aber nicht vorgesehen. Der gößere SUV Mercury Mountaineer sollte schon in diesem Jahr ersatzlos gestrichen werden, das gleiche Schicksal war für die Oberklasselimousine Mercury Grand Marquis im Jahr 2011 vorbestimmt. Gar nicht erst kommen wird die als Mercury Tracer angekündigte Version des neuen Ford Focus. Damit wäre auch ohne die aktuelle Entscheidung einzig das Mittelklassemodell Mercury Milan, das sich die Plattform mit dem Ford Fusion und dem Lincoln MKZ teilt, im Modellprogramm verblieben. Zu wenig für den Fortbestand der 1939 von Edsel Ford gegründeten Marke, die zwischen dem Massenanbieter Ford und der Luxusmarke Lincoln positioniert ist und für die keine Eigenentwicklungen geplant sind.

Auch GM hat zahlreiche Marken eingestellt

Ähnlich wie Ford hat sich auch Wettbewerber General Motors im Zuge der Konsolidierung von einigen Marken getrennt. Direkt eingestellt wurden die Marken Oldsmobile und Pontiac, für Saturn und Hummer wurde lange Zeit ein Käufer gesucht. Nachdem alle Verkaufsverhandlungen aber gescheitert waren, war auch das Schicksal dieser Marken besiegelt.

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