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Messerundgang L.A. Auto Show 2011

Einen Verbrauch haben wir auch

Chevrolet Camaro Foto: Dralle 38 Bilder

In Kalifornien soll es ja besonders grün sein, heißt es. Nein, nicht die Palmen oder die Beverly Hills, sondern die Autos. Demnach müssten auf der L.A. Auto Show besonders viel effiziente Neuheiten stehen, oder? auto motor und sport hat sich einmal umgesehen - und dabei auch über den einen oder anderen V8-Schrank gefreut.

18.11.2011 Jens Dralle

"Hi, how are you?", quietscht es hinter dem soeben enthüllten Infiniti JX hervor. Alicia verspürt offenbar ein großes Bedürfnis, ungefragt Informationen über den neuen japanischen SUV abzufeuern. So sei es. Einen ganz pfiffigen Umklappmechanismus habe der Siebensitzer und überhaupt sei er viel geräumiger als der Hauptkonkurrent von Acura. In Europa könnte der mit Allrad- oder Frontantrieb erhältliche Crossover mit der Mercedes M-Klasse konkurrieren, die gerade als AMG-Variante ihre Premiere feierte.

Mercedes setzt auf grüne Autos

Daneben glüht ein rotes C63 AMG Coupé Black Series, und Förstergrün steht dem SLS auch nicht schlecht. Neue Dieselmodelle für die USA? Nicht zu finden. Mal mit der kompakten B-Klasse den Geschmack der Amerikaner testen? Lieber nicht. Ganz anders dagegen: Coda. Bei dem kalifornischen Newcomer parken chinesisch anmutende Kompakt-Limousinen. Sie werden von einem Elektro-Aggregat angetrieben, das eine Reichweite von 150 Meilen ermöglichen soll.

Bei Subaru nebenan fehlt dagegen jegliche Zurückhaltung. Die Japaner sind offenbar froh, überhaupt mal wieder etwas Spektakuläres zeigen zu können und rollen den strahlend blauen BRZ WRX STI ins Rampenlicht. Ob unter der Haube wirklich der 300 PS starke Vierzylinder-Boxer stecken wird? Ungewiss, noch handelt es sich um eine Studie.

Alica ist übrigens inzwischen bei den Fahrerassistenzsystemen angekommen und sucht gerade nach dem passenden Terminus für dieses Dings, das bimmelt, wenn man zu weit vom rechten Weg abkommt. Spurhalteassistent vielleicht? Aber natürlich! So ein tolles Extra aber auch.

Verwirrung dagegen am Chevrolet-Stand: "It’s something like a Smart, right?", rätselt ein verwirrter Messebesucher beim Anblick des Spark, der schon seit längerem über europäische Straßen wuselt. Jetzt zeigt die beinahe religiösen Status genießende Marke den in Korea gefertigten Kleinstwagen als Hauptattraktion.

Spagat zwischen i3 und M5

Doch irgendwie wenden sich die meisten Blicke und Kameras schnell von der als eine Art entkoffeinierte Kaffeebohne auf vier Rädern empfundene Neuheit ab, hin zum ebenfalls neu vorgestellten Camaro ZL1 Cabrio zu. Verbrauch? Auch. Aber vor allem: 580 PS. An der Westküste der Vereinigten Staaten weiß man Leistung eben noch zu schätzen.

Und deshalb schickt Audi seine neue S-Armada mit aufgeladenem Achtzylinder nach Los Angeles, und weißt dabei sicher dezent auf die Zylinderabschaltung hin. BMW will hingegen - ganz Optimist - mit i3 und i8 betonen, dass Elektromobilität auch für die neue Welt eine super Sache sein könnte. Und falls nicht: den neuen M5 haben sie ja auch noch.

Alicia hört überhaupt nicht mehr auf und betet gerade die Farbkarte des JX herunter. Glücklicherweise fällt diese mit sieben Lackierungen nicht allzu üppig aus. Eine echte Wohltat dagegen: die Neuheiten bei Buick. Es gibt nämlich keine. Bei Fiat vielleicht auch nicht, jedenfalls rücken gerade noch ein paar Arbeiter der Showbühne mit grobem Werkzeug zu Leibe.

Pick-Ups sterben nicht aus

Apropos: Grobe Werkzeuge auf vier Rädern stehen auch jede Menge herum. Warum auch nicht? So ein Dodge Ram, GMC Sierra oder Ford F150 kleben weiterhin an den Staaten wie Cheddar auf dem Burger. Und jeder der weiter als bis vier zählen kann, möchte mit so einem Ding einfach mal durch die Prärie reiten. Oder die Küste entlang. Parkplatzprobleme? Nur in Europa.

Dort soll sich auch der Ford Escape wohlfühlen, der als Kuga ab 2013 über unsere Straßen rollen wird. Bis dahin bleibt noch Zeit, das arg hartplastiklastige Interieur des ansonsten gelungenen SUV ein bisschen aufzupeppen. Ob es der Cadiallac XTS auch zu uns schafft? Die Oberklasse-Limousine, mit 19-Zoll-Räder schon serienmäßig üppig bereift, könnte dem Straßenbild durchaus gut tun, allerdings fehlt GM derzeit ein passender Antrieb - ein großer Diesel beispielsweise.

Japaner setzen auf Hybrid

Toyota baut so etwas, mit acht Zylindern sogar, für den mächtigen Tundra Pickup. Überhaupt zeigen die Japaner einen Schwung Fahrzeuge, die irgendwie so gar nicht zum grünen Image passen. Den ulkigen FJ Cruiser gibt es immer noch ausschließlich als V6-Benziner und im stattlichen Van Sienna werkeln eher konservative Verbrennungsmotoren. Der überarbeitete Kassenschlager Camry bekommt hingegen erneute einen 200 PS starken Hybrid-Antrieb.

Doch die Konkurrenz ist hart und kommt aus Korea. Nicht nur, dass Hyundai und Kia die Messehallen mit ihrer Werbung plakatierten, auf den Boulevards cruisen auffallend viele Sonata und Optimas umher. Hybrid-Varianten? Natürlich. Der neue Hyundai Azera bekommt dagegen einen konventionellen Sechszylinder unter die flotte Hülle.

Die kann Alicia ebenfalls vorweisen, allerdings plappert es nachwievor aus ihr heraus. Doch beim Kapitel Telematik geht ihr die Puste aus, wenn noch Fragen offen sind, würde sie diese natürlich gerne beantworten. Momentan nicht, danke.

Die Bilder zum Messerundgang finden Sie in der Fotoshow.

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