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MEV Hummer HX-T

Elektro-Hummer für den Vorgarten

GM Hummer HX Showcar New York 2008 Foto: General Motors 26 Bilder

Liebling, ich habe den Hummer geschrumpft! Als Baby-Version mit Batterieantrieb kommt die Mutter aller Offroad-Ungetüme zurück.

11.03.2014 Torsten Seibt Powered by

Keine zwei Jahrzehnte dauerte die kurze Karriere der US-Marke Hummer als Bürgerschreck und Prestige-Objekt. Abgeleitet vom militärischen HMMWV war es zunächst der Ur-Hummer H1, der bei Wallstreet-Brokern, Hollywoodstars und Kiez-Größen für freudige Erregung sorgte. Mit der Übernahme durch General Motors in 1999 wurde aus dem martialischen Einzelkämpfer eine Modellfamilie. Hummer H2 und Hummer H3 basierten auf regulären GM-Pickup-Trucks und bekamen einfach eine optisch am Hummer H1 orientierte Karosserie übergestülpt.

2008 war Schluss mit lustig

Das ging bekanntlich nicht lange gut, denn die Finanzkrise, die im Jahr 2008 ihren Höhepunkt erreichte, machte auch der Hummer-Kundschaft zu schaffen. Das kurze Hummer-Kapitel bei General Motors endete mit einem wenig würdigen Geschacher um chinesische Investoren, 2010 wurde die Marke schließlich ergebnislos beerdigt.
 
Und jetzt ist es nicht direkt Phönix aus der Asche, was da aus England von MEV (My Electric Vehicle) zu uns kommt: der britische Anbieter lässt mit Genehmigung von General Motors einen drei Meter langen Miniatur-Hummer im Look des großen Originals bauen. Genauer gesagt: im Look des Hummer HX. Der war quasi der letzte Schuss für Hummer, ein Konzeptauto, das 2008 auf der New York Auto Show vorgestellt wurde und laut Plan als Hummer H4 dem Jeep Wrangler Konkurrenz machen sollte. Der Rest der Geschichte ist bekannt (siehe oben).

Design vom Hummer HX Showcar

Das Hummerchen von MEV bedient sich jedenfalls beim Frontdesign und beim Schrägheck des Hummer HX. Schriftzug, Außenspiegel, selbst die stilisierten Powerdomes auf der Motorhaube entsprechen beim MEV Hummer HX-T dem großen Showcar aus New York. Nur nicht die Abmessungen. Drei Meter „lang“, 1,48 „breit“ und 1,45 „hoch“  – der MEV Hummer HX-T könnte beim großen Original Hummer H1 im Laderaum mitfahren.

Angetrieben wird der MEV Hummer HX-T von einem 72-Volt-Elektromotor, über dessen Leistung der Hersteller vornehm schweigt. Für die Stromversorgung sind handelsübliche Blei-Säure-Akkus verantwortlich, wie sie auch in Autos als Starterbatterie Verwendung finden. Damit liegt die Reichweite laut Hersteller bei 65 Kilometer, bevor der MEV Hummer HX-T wieder an die Steckdose muss, für einige Stunden. Optional soll auch eine Lithium-Ionen-Speicherbatterie verfügbar sein, welche die Reichweite auf bis zu 97 Kilometer erhöhen soll.

MEV Hummer HX auch mit LI-Ion-Akkus

Beheizte Sitze und eine Soundanlage sind bereits serienmäßig dabei, wer den kleinen MEV Hummer HX-T noch ambitionierter betreiben will, bekommt sogar Extras wie eine Klimaanlage. Bei den Sicherheitsfeatures wird unter anderem die Hupe explizit erwähnt, doch auch die Bremsen sollen – für die Fahrzeugklasse – besonders beherzt zugreifen. MEV verspricht 2,44 Meter Bremsweg –  aus 24 km/h.
 
Denn, das muss gesondert erwähnt werden, in einen Temporausch wird man sich mit dem MEV Hummer HX-T nicht fahren können. Aus Zulassungs- und Batteriegründen ist bei 45 km/h Schluss. Doch nicht nur deshalb dürften Expeditionsreisen eher nicht zum Repertoire der potentiellen Käufer gehören. Der MEV Hummer HX-T hat auch keinen Allradantrieb, was wir an dieser Stelle natürlich ganz besonders bedauern.
 
Importeur für Deutschland ist die Firma Quadix in Bamberg, der Preis für den elektrifizierten MEV Hummer HX-T startet bei 17.950 Euro. Für das Upgrade auf Lithium-Ionen-Batterien statt der Blei-Säure-Batterien sind 14.750 Euro nötig.

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