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Autokrise bremst Reifenhersteller aus

Foto: Michelin

Die Autokrise in Nordamerika und Europa hat auch den weltgrößten Reifenfabrikanten Michelin voll erwischt. 2008 sei der Umsatz um 2,7 Prozent auf 16,41 Milliarden Euro gefallen, teilte Michelin am Freitag (13.2) in Paris mit.

13.02.2009

Bei konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz wegen des Südamerika-Booms um 1,1 Prozent gewachsen.

Halber Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss halbierte sich auf 357 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis ging um ein Drittel auf 843 Millionen Euro zurück. Dabei schlugen die Verteuerung des Kautschuks und anderer Rohstoffe im ersten Halbjahr sowie die höheren Kreditkosten kräftig zu Buche. Die Verschuldungsquote stieg in Jahresfrist von 70 auf 84 Prozent.

Reifenmarkt wird schrumpfen

Weil der Reifenmarkt im laufenden halben Jahr weiterhin stark schrumpfen werde, konzentriere Michelin sich auf Investitionen in die Wachstumsmärkte, hieß es. Die Verbesserung der Finanzlage habe Vorrang. 2008 floss netto 359 Millionen Euro Kapital ab.

Geringerer Reifenverschleiß

Im Schlussquartal 2008 brach der Umsatz um 16 Prozent ein, weil die Autohersteller verlängerte Werksferien einführten, um die Läger abzubauen. Aber auch das Geschäft mit Ersatzreifen lief schlecht, weil die Kunden wegen der hohen Treibstoffpreise weniger fuhren und Ersatz hinauszögerten. Im Gesamtjahr 2008 stand eine kräftige Expansion in Lateinamerika einem ebenso starken Einbruch in Nordamerika gegenüber. In Asien war die Entwicklung leicht positiv, in Europa leicht negativ.

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