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Michelin

Der unkaputtbare Reifen

Foto: Michelin

Der französische Michelin-Konzern will in der Entwicklung neuer Generationen von Fahrzeugreifen offenbar ganz eigene Wege gehen und setzt dabei auf das Konzept "luftlos".

02.02.2005

Langfristig sollen Reifen ohne Luftfüllung denselben Fahrkomfort bieten können, wie herkömmliche Pneus, aber mehr Sicherheit im Verkehr bringen, so die Überlegung der Entwickler. Dazu versucht Michelin Reifen und Rad zu einer Einheit zu verbinden.

Ergebnis der bisherigen Forschungen ist der Fahrzeugreifen Tweel, der seine Namensgebung aus den englischen Begriffen "tyre" (Reifen) und "wheel" (Rad) ableitet. Vom Äußeren her hat der Tweel nur sehr wenig mit einem herkömmlichen Reifen gemeinsam - eher ähnelt er einem Speichenrad.

An die Stelle eines luftgefüllten Reifenmantels treten bei dem Prototypen mehrere unterschiedlich flexible Gummischichten, die um ebenfalls flexible Speichen angeordnet sind. Diese Kombination soll gewährleisten, dass sich der "Tweel" dem Untergrund in ähnlicher Weise anpasst wie ein herkömmlicher, mit Luft gefüllter Reifen - er soll jedoch um ein Vielfaches belastbarer sein. Entwickelt wurde das Konzept von Michelin America Research in den USA. Derzeit werden Prototypen für unterschiedliche Einsatzbereiche getestet.

Für die Serienreife auf dem Automobilmarkt habe sich Michelin noch keine Frist gesetzt. Auch Kalkulationen zu den Produktionskosten stünden noch aus. Dennoch gehen die Entwickler davon aus, dass das Konzept bereits in zehn Jahren in Produktion gehen könnte. Wahrscheinlich sei, dass der "Tweel" zuerst bei Militärfahrzeugen zum Einsatz kommen werde, und erst dann im zivilen Bereich.

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