Milliardenkredite für US-Autobauer

Die verlustreichen US-Autobauer General Motors (GM), Ford und Chrysler wollen laut US-Medien staatliche Hilfen in Milliardenhöhe haben. Die Kredite sollen die schnellere Entwicklung neuer sparsamerer Autos finanzieren.

Die US-Hersteller leiden unter der steilen Talfahrt des US-Automarkts und haben zu wenig moderne spritsparende Modelle im Programm. Experten erwarteten für den August einen erneuten schweren Einbruch der Verkaufszahlen bei den US-Autobauern, berichtete das "Wall Street Journal" (25.8.).

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Hersteller im Rahmen eines Energiegesetzes 25 Milliarden Dollar (17 Mrd Euro) zugesagt bekommen, die allerdings noch nicht gezahlt wurden. Die nun benötigte Summe gehe weit darüber hinaus, sagte ein GM-Sprecher dem Blatt. Mehreren anderen Medienberichten zufolge wollen die Hersteller 40 bis 50 Milliarden Dollar staatlich garantierte Kredite. Die Zinssätze könnten Insidern zufolge nur etwa halb so hoch sein, wie sie die Konzerne wegen ihrer Schieflage an den Finanzmärkten zahlen müssten. "Die Zeit drängt wirklich, da ohne Kapital zu vernünftigen Zinsen der erreichte Fortschritt bei den neuen Autos zum Stillstand kommen könnte", sagte der GM-Sprecher dem "Wall Street Journal".

Die beiden Präsidentschaftsbewerber Barack Obama und John McCain signalisierten grundsätzliche Unterstützung für Finanzhilfen. Allein der Opel-Mutterkonzern GM und Ford verzeichneten im vergangenen zweiten Quartal Verluste von zusammen mehr als 24 Milliarden Dollar. Beide hatten zuletzt sogar Insolvenzgerüchte dementieren müssen.

US-Markt weiter auf Talfahrt

Angesichts der Kreditkrise und rekordhoher Spritpreise steuert der US-Automarkt weiter auf ein 15-Jahres-Tief zu. Der Marktforscher J.D. Power rechne für den August mit etwa 1,21 Millionen verkauften Wagen, was auf das Gesamtjahr hochgerechnet und saisonal bereinigt 13,4 Millionen Stück entspräche. Im ebenfalls bereits rückläufigen Vorjahr hatte die Branche noch 16,2 Millionen Autos verkauft.

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dpa

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