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Mineralölwirtschaft

Hoffnung auf fallende Benzinpreise

Foto: ams

Die Mineralölwirtschaft macht Hoffnung auf fallende Benzinpreise. Die Notierungen am europäischen Ölmarkt in Rotterdam, die für die deutschen Benzinpreise entscheidend seien, hätten sich seit Montagnachmittag nach unten bewegt, teilte die Mineralölwirtschaft mit.

18.09.2008

Das könnte sich schon im Laufe der Woche an den Zapfsäulen bemerkbar machen. Shell kündigte unterdessen an, als erster großer Mineralölkonzern Normalbenzin mit 91 Oktan vollständig vom Markt zu nehmen. Rohöl wurde am Mittwoch (17.9.) wieder teurer. 

Als Gründe nannten Experten die Rettung des US-Versicherungskonzerns AIG und gesunkene Lagerbestände in den USA.

Die Benzinpreise in Deutschland bewegten sich trotz der sinkenden Rohöl-Preise in den vergangenen Tagen nur wenig. Am Mittwoch mussten die Autofahrer im bundesweiten Durchschnitt für einen Liter Benzin 1,49 Euro und für Diesel 1,37 Euro bezahlen.

Kritik an den Benzinpreisen wies die Mineralölwirtschaft zurück. Automobilclubs, Verbraucherschützer und Politiker hatten zuletzt immer wieder kritisiert, Benzin sei um mehrere Cent je Liter überteuert. "Die Senkung der Einkaufskosten ist voll an den Verbraucher weitergegeben worden", hieß es in einer Mitteilung der Mineralölwirtschaft. Der Benzinpreis ergebe sich überwiegend aus Steuern - die Beschaffungskosten machten nur ein Drittel des Preises aus.

Der Verband rechnete vor, dass sich die Einkaufskosten für Benzin seit dem Höchststand Anfang Juli von 56 Cent auf 47 Cent je Liter verbilligt hätten, also um neun Cent. Gleichzeitig sei der Benzinpreis von 1,59 auf 1,48 Euro je Liter zurückgegangen, also um elf Cent. Ähnlich sehe es beim Diesel aus. "In der Anstiegphase der Ölpreise hat der steigende Euro verhindert, dass diese Entwicklung zu stark auf die Benzinpreise durchgeschlagen hat", sagte Detlef Brandenburg vom Marktführer Aral. "Nun wird der Euro schwächer und der Benzinpreis sinkt langsamer.2

Shell begründete die Entscheidung, kein Normalbenzin mehr zu verkaufen, mit einer zu geringen Nachfrage. Stattdessen werde man künftig eine zusätzliche verbesserte Sorte Superbenzin mit 95 Oktan unter dem Namen Shell V-Power anbieten. Das neue Superbenzin soll etwa fünf Cent teurer sein als das gewöhnliche Superbenzin.

Normalbenzin kostet seit dem vergangenen Jahr an den Tankstellen gleich viel wie Superbenzin. Früher war es zwei Cent je Liter billiger. Trotzdem entfielen bislang knapp zehn Prozent des verkauften Otto-Kraftstoffs auf Normalbenzin. Sprecher von ExxonMobil und Aral erklärten, an ihren Tankstellen werde weiterhin Normalbenzin verkauft, so lange es eine entsprechende Nachfrage gebe.

Die Ölpreise stiegen am Mittwoch nach dem rasanten Preisrutsch seit Mitte Juli wieder etwas an. Die US-Lagerbestände an Rohöl waren in der vergangenen Woche um 6,3 Millionen Barrel auf 291,7 Millionen Barrel zurückgegangen. Durch den Hurrikan "Ike" wurde nahezu die komplette Ölförderung am Golf von Mexiko lahmgelegt. Die Bestände an Benzin sanken ebenfalls stark. Hinzu kam, dass Experten nach der Rettung des angeschlagenen US-Versicherungsriesen AIG optimistischer für die Konjunktur sind und somit eine stärkere Öl-Nachfrage erwarten.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI zur Auslieferung im Oktober stieg am Mittwochabend auf 92,72 US-Dollar. Das waren 1,66 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 1,11 Dollar auf 90,33 Dollar.

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